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Gold(III)-selenat

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Gold(III)-selenit-selenat
Vorlage:Farbe Au3+ 0 Vorlage:Farbe Se4+0 Vorlage:Farbe Se6+0 Vorlage:Farbe O2−
Allgemeines
Name Gold(III)-selenat
Andere Namen

Goldtriselenat

Verhältnisformel Au2(SeO4)3
Kurzbeschreibung

gelber Feststoff<ref name="William M. Haynes">William M. Haynes: CRC Handbook of Chemistry and Physics, 94th Edition. CRC Press, 2016, ISBN 978-1-4665-7115-0, S. 102 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
PubChem 57346280
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 822,81 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="William M. Haynes" />

Schmelzpunkt

370 °C (Zersetzung)<ref name="DOI10.1021/ic049270z" />

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser<ref name="William M. Haynes" />
  • löslich in Säuren<ref name="William M. Haynes" />
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.289.980">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Selenverbindungen mit Ausnahme von Cadmiumsulfoselenid, soweit in diesem Anhang nicht gesondert aufgeführt in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Selenverbindungen in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​331​‐​373​‐​410
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Gold(III)-selenat ist die historische Bezeichnung des Reaktionsprodukts von Gold mit Selensäure.

Nach neueren Quellen ist jedoch davon auszugehen, dass die so bezeichnete chemische Verbindung nicht der Gruppe der Selenate zugehörig ist, sondern ein Selenitselenat vorliegt.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Gold(III)-selenat kann durch Reaktion von heißer konzentrierter Selensäure mit Gold gewonnen werden.<ref name="Hermann Sicius">Hermann Sicius: Chalkogene: Elemente der sechsten Hauptgruppe Eine Reise durch das Periodensystem. Springer-Verlag, 2015, ISBN 978-3-658-10522-8, S. 28 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Neuere Quellen geben die Zusammensetzung der entstandenen Verbindung als Au2(SeO3)2(SeO4) an, weswegen sie als Goldselenitselenat bezeichnet werden müsste.<ref name="DOI10.1021/ic049270z">Mathias S. Wickleder, Oliver Büchner, Claudia Wickleder, Sherif el Sheik, Gunther Brunklaus, Hellmut Eckert: Au2(SeO3)2(SeO4): Synthesis and Characterization of a New Noncentrosymmetric Selenite−Selenate. In: Inorganic Chemistry. 43, 2004, S. 5860, doi:10.1021/ic049270z.</ref>

<math>\mathrm{2 \ Au + 6 \ H_2SeO_4 \longrightarrow Au_2(SeO_4)_3 + 3 \ SeO_2 + 6 \ H_2O}</math>

Das Auflösen von elementarem Gold mit konzentrierter Selensäure unter Bildung von Goldselenaten wurde 1827 von Eilhard Mitscherlich zum ersten Mal beschrieben. V. Lenher konnte durch die Isolierung von gelben Kristallen, denen er die Summenformel Au2(SeO4)3 zuschrieb, die Existenz von Goldselenaten weiter belegen.<ref name="Oliver Büchner">Oliver Büchner: Münzmetalle mit und in komplexen Anionen: Synthese, Struktur und Eigenschaften, Dissertation, Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, 2005.</ref><ref>E. Mitscherlich, Pogg. Ann. 1827, 9, 623.</ref><ref>V. Lenher, J. Am. Chem. Soc. 1902, 24, 354.</ref> Bei Röntgenstrukturuntersuchungen der dargestellten und strukturell charakterisierten Verbindungen erwiesen sich diese aber alle als Selenite bzw. Diselenite des Golds.<ref>P. G. Jones, E. Schwarzmann, G. M. Sheldrick, H. Timpe: Darstellung und Struktur von Di-gold(III)bis(selenit)(diselenit), Au2(SeO3)2(Se2O5). In: Zeitschrift für Naturforschung B. 36, 1981, S. 1050–1051 (online).</ref><ref>P. G. Jones, G. M. Sheldrick, E. Schwarzmann, A. Vielmäder: Darstellung und Kristallstruktur von Di-gold(III)bis(selenit)oxid, Au2(SeO3)2O. In: Zeitschrift für Naturforschung B. 38, 1983, S. 10–11 (PDF, freier Volltext).</ref>

Eigenschaften[Bearbeiten]

Gold(III)-selenat ist ein gelber Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist.<ref name="William M. Haynes" /> Er färbt sich jedoch unter Licht und Luft dunkel.<ref name="John Raymond Mickelsen">John Raymond Mickelsen: Coloring Glass with Gold Selenate. Oregon State College, 1953 (oregonstate.edu [PDF]).</ref> Die Verbindung besitzt eine orthorhombische Kristallstruktur mit der Raumgruppe Cmc21 (Raumgruppen-Nr. 36)Vorlage:Raumgruppe/36 mit den Gitterparametern a = 16,89 Å, b = 6,301 Å und c = 8,327 Å.<ref name="DOI10.1021/ic049270z" /> Die Elementarzelle enthält vier Formeleinheiten. Das Au3+-Ion ist quadratisch-planar von vier Sauerstoffatomen umgeben.<ref name="Oliver Büchner" /> Mit Perchlorsäure reagiert die Verbindung zu dem triklinen Gold(III)-selenitchlorid Au(SeO3)Cl.<ref name="DOI10.1515/znb-1982-0802">Peter G. Jones, Martin Kraushaar, Einhard Schwarzmann, George M. Sheldrick: Darstellung und Kristallstruktur von Gold(III)selenitchlorid, Au(SeO3)Cl. In: Zeitschrift für Naturforschung B. 37, 1982, S. 941–943 (PDF, freier Volltext). doi:10.1515/znb-1982-0802.</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />