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Googol

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Googol [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈguːgɔlSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.] ist eine englischsprachige Bezeichnung für die Zahl <math>10^{100}</math>. Diese Zahl entspricht einer 1 mit 100 Nullen, ausgeschrieben:

10.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000

Der systematische deutsche Name dieser Zahl ist zehn Sexdezilliarden (oder zehn Sedezilliarden). Der entsprechende Zahlenname gemäß der in den USA verwendeten kurzen Skala ist englisch Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. (auch Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.). Der praktische Nutzen dieser theoretischen Bezeichnungen ist gering, sodass sich nur wenige Anwendungen nachweisen lassen.

Wortherkunft und Wortschöpfung[Bearbeiten]

Der Begriff Googol wurde ab 1938 durch den amerikanischen Mathematiker Edward Kasner etabliert. Er hatte zuvor seinen neunjährigen Neffen, Milton Sirotta<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2 (abgerufen am 17. März 2015)</ref>, aufgefordert, für die Zahl <math>10^{100}</math> ein Wort zu erfinden. Kasner veröffentlichte seine Arbeiten zu dieser Zahl in seinem Buch Mathematik und Vorstellung.<ref>Originaltitel: Mathematics and the Imagination.</ref>

Eigenschaften[Bearbeiten]

Ein Googol ist kleiner als <math>70!</math> (sprich siebzig Fakultät):

70! = 1 · 2 · 3 · 4 · ... · 67 · 68 · 69 · 70 =
11.978.571.669.969.891.796.072.783.721.689.098.736.458.938.142.546.425.857.555.362.864.628.009.582.789.845.319.680.000.000.000.000.000
(1,19785717 × 10100)

Das bedeutet, dass es mehr als ein Googol Möglichkeiten gibt, 70 Objekte unterschiedlich zu ordnen.

Die Anzahl der Protonen im sichtbaren Universum wird auf etwa <math>10^{80}</math> geschätzt, also deutlich weniger als ein Googol. Nach der Inflationstheorie stellt das beobachtbare Universum jedoch nur einen winzigen Teil des gesamten Universums dar, das sich um viele Größenordnungen jenseits der Beobachtungsgrenze erstreckt. Somit ist die Gesamtzahl der Protonen möglicherweise weitaus größer als ein Googol.

Die einzigen Primfaktoren eines Googol, kanonisch dargestellt, sind 2 und 5: <math>\mathrm{Googol} = 2^{100} \cdot 5^{100}</math>. Sein Vorgänger und Nachfolger sind ebenfalls keine Primzahlen.<ref>Wolfram Alpha: prime factors of 10^100-1: [1]</ref>

Rechenlimit von Taschenrechnern[Bearbeiten]

Wissenschaftliche Taschenrechner, die um 1975 aufkamen, konnten erstmals 10 Ziffernstellen Mantisse und einen (Zehner-)Exponenten im Bereich −99...+99 anzeigen. Mit maximal 9,999999999 (E)99 war damit 1 Googol knapp nicht anzeigbar, jedoch eine Zahl, die dem Googol bis auf den 100-Billionsten Teil nahekam. Intern wurde typisch um 3 Stellen genauer gerechnet und damit dem Googol bis auf sein 100-Billiardstel nahe. Entsprechend konnten diese Rechner die Fakultät 69! noch innerhalb weniger Sekunden berechnen, gaben jedoch beim Rechenbefehl „70 Fakultät“ eine Fehlermeldung aus.<ref>crusinscamp: Texas Instruments SR-10 & SR-50 Calculators auf YouTube, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden., abgerufen am Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. (Laufzeit: 4:46 min).Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Erstmals mit Ausgabe des Taschenrechners SR-50 von Texas Instruments, 1974. – In Österreich erhältlich 1975/1976 um 2500 Schilling.</ref>

Googolplex[Bearbeiten]

Als Googolplex wird die Zahl <math>10^{\mathrm{Googol}} = 10^{(10^{100})}</math> bezeichnet.<ref>Eric W. Weisstein: Googolplex. In: MathWorld (englisch). </ref> Ein Googolplex ist also eine 1 mit <math>10^{100}</math> Nullen. Wie oben erwähnt, ist bereits ein Googol deutlich größer als die Anzahl der Protonen im sichtbaren Universum. Im Vergleich zu einem Googolplex jedoch erscheint ein Googol extrem klein, wie folgendes Beispiel illustriert:

Ein Computer benötigt zur Speicherung von Zahlen bis zu einem Googol <math>10^{(10^{2})}</math>in Ganzzahlarithmetik 42 Byte. Heimcomputer der 1980er Jahre kommen bei <math>10^{(10^{5})}</math> an ihre Grenzen, Hauptspeicher typischer PCs der 2010er Jahre bei <math>10^{(10^{10})}</math>, Festplatten bei <math>10^{(10^{13})}</math>. Die gesamte Menschheit hatte 2019 Speicher von etwa 40 Zettabyte<ref name="storage-insider">Jürgen Krebs: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>, das ist ausreichend für Zahlen bis zu <math>10^{(10^{23})}</math>.

Weitere Zahlen sind:<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

  • Googolplexplex <math>\left(10^\mathrm{Googolplex} \right)</math> (auch als Googolplexian bezeichnet)<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
  • Googolplexplexplex <math>\left(10^\mathrm{Googolplexplex} \right)</math>
  • Googolplexplexplexplex <math>\left(10^\mathrm{Googolplexplexplex} \right)</math>
  • ...

Bekannt ist, dass die Nachfolger­zahl (Googolplex + 1) keine Primzahl ist. Einer der Primfaktoren dieser Zahl ist <math>316.912.650.057.057.350.374.175.801.344.000.001</math>.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Andere Zahlensysteme[Bearbeiten]

Allgemein, für alle Zahlensysteme, ist ein Googol eine Eins mit der Anzahl Nullen, die dem Quadrat der Basis entspricht.

<math>\mathrm{Googol}(n) = n^{n^{2}}</math>
<math>\mathrm{Googol}(2) = 2^{2^{2}} = 2^{4} = 1.00.00 _{2} = 16_{10} </math>
<math>\mathrm{Googol}(3) = 3^{3^{2}} = 3^{9} = 1.000.000.000_{3} = 19.683_{10}</math>
<math>\mathrm{Googol}(4) = 4^{4^{2}} = 4^{16} = 1.0000.0000.0000.0000_{4} = 4.294.967.296_{10}</math>
<math>\mathrm{Googol}(10) = 10^{10^{2}} = 10^{100}</math>

So entspricht ein Googol im Zweiersystem nur <math>2^4 = 16</math>, ein Googolplex nur <math>2^{16} = 65.536</math>, erst das Googolplexplex <math>2^{65.536} \approx 2{,}003530\cdot10^{19.728}</math> ist deutlich größer als das Googol im Zehnersystem.

Mit der Basis des Stellenwertsystems wachsen jedoch Googol und Googolplex rasant an. Ein Googolplex zur Basis <math>3</math> ist mit <math>3^{19.683} \approx 1{,}505416\cdot10^{9.391}</math> bereits größer als ein Googol im Zehnersystem.

Bekanntheit[Bearbeiten]

Einige Objekte wurden nach dieser Zahl benannt:

Zitierungen des Begriffs in der Literatur:

  • Googol – ein Roman von H. D. Klein; die Fortsetzung des Romans heißt Googolplex
  • Dr. Francis Googol – fiktiver Lehrmeister, der durch das Sachbuch Dr. Googols wundersame Welt der Zahlen von Clifford A. Pickover (englischer Originaltitel: Wonders of Numbers) führt
  • Gugelplex Sterndenker – Name eines Superrechners in Douglas Adams Roman Per Anhalter durch die Galaxis<ref>Douglas Adams Per Anhalter durch die Galaxis Heyne-Verlag; 3. Auflage; Taschenbuchausgabe 06/2005; Seite 162. ISBN 3-453-50016-4.</ref>
  • Der amerikanische Autor Jonathan Safran Foer benutzt den Begriff Googol in seinem im Jahr 2005 auf Deutsch erschienenen Roman Extrem laut und unglaublich nah.
  • In einem Peanuts-Comic erklärt Schroeder seiner Verehrerin Lucy, dass die Chancen für ihre Heirat 1 zu Googol stehen.

Zitierungen des Begriffs im Film:

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Edward Kasner: New Names in Mathematics. In: Scripta Mathematica 5 (1938), Nr. 1, S. 5–14, hier v. a. S. 11–14.

Weblinks[Bearbeiten]

[[wikt:Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.|Wiktionary: Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.]] – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />