Gorbitzbach
| Gorbitzbach | ||||||||||||
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Der Gorbitzbach in renaturiertem Zustand, Am Gorbitzbach | ||||||||||||
| Daten | ||||||||||||
| Lage | Dresden, Sachsen, Deutschland | |||||||||||
| Flusssystem | Elbe | |||||||||||
| Abfluss über | Weidigtbach → Weißeritz → Elbe → Nordsee | |||||||||||
| Quelle | am nördlichen Rand des Lucknerparks im Stadtteil Altfranken 51° 2′ 14″ N, 13° 38′ 50″ O {{#coordinates:51,037183333333|13,647111111111|
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| Mündung | im Stadtteil Gorbitz von rechts in den WeidigtbachKoordinaten: 51° 2′ 53″ N, 13° 41′ 5″ O
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| Einzugsgebiet | etwa 4 km²<ref name="Gewässersteckbrief 2010" /> | |||||||||||
Der Gorbitzbach im Westen Dresdens ist der wichtigste Zufluss des Weidigtbachs. Er entspringt rund einen Kilometer südöstlich der alten Weidigtbachquelle, dem Gompitzer Dorfteich, am nördlichen Rand des in Altfranken gelegenen Altfrankener Parks (auch Lucknerpark). Er folgt in einigem Abstand der Kesselsdorfer Straße durch den namensgebenden Ort Gorbitz, schneidet den äußersten Norden der Gemarkung Roßthal, durchquert Wölfnitz und mündet im Gorbitzer Osten an der Coventrystraße in den Weidigtbach, der über die Weißeritz in die Elbe entwässert.
Wie der Weidigtbach fließt auch der Gorbitzbach anfangs in östlicher Richtung, wendet sich dann allerdings nach Nordosten dem Weidigtbach zu. Während der Oberlauf mit einer stellenweise baumbestandenen Bachaue noch weitgehend naturnah ist und Auwaldbereiche aufweist, wandelt sich der Charakter des Bachs beim Eintritt in bebautes Gebiet. Er ist in seinem Mittellauf überwiegend verbaut und die Flächennutzungen reichen häufig bis an sein Ufer, dennoch wird er von der Gebirgsstelze besiedelt. Das trapezförmige Bachprofil im Unterlauf entlang der Kesselsdorfer Straße war teilweise mit Rasengittersteinen befestigt. Durch eine Ausgleichsnahme des Baus der Bundesautobahn 17 erfolgte 2008/2009 eine umfangreiche Renaturierung dieses Bachabschnitts.<ref name="Gewässersteckbrief 2012" details="S. 4, 8" />
Eine Untersuchung der Wasserqualität des Gorbitzbachs ergab 2001/2002, dass der Oberlauf gering belastet (Güteklasse I–II) und der Unterlauf mäßig belastet (Güteklasse II) ist.<ref name="Gewässersteckbrief 2012" details="S. 6" />
Vom 8,5 km² großen Einzugsgebiet des Weidigtbachs und seiner Zuflüsse liegen rund 0,9 km² außerhalb Dresdens im Freitaler Stadtteil Pesterwitz, die sich auf den Gorbitzbach und seinen rechten Zufluss, den Geyersgraben, verteilen.<ref name="Gewässersteckbrief 2010" /> Im Rahmen des Hochwasserschutzes befinden sich am Gorbitzbach zwei 1962 in Betrieb genommene Hochwasserrückhaltebecken und drei Regenrückhaltebecken, ein viertes Regenrückhaltebecken befindet sich am Geyersgraben. Das Volumen der sechs Becken beträgt bei Vollstau insgesamt etwa 34.000 m³.<ref name="Gewässersteckbrief 2012" details="S. 9" /> Deutlich kritischer als langanhaltende Niederschlagsereignisse wie beim Jahrhunderthochwasser 2002 sind sehr intensive Starkregen mit einer Dauer um 90 Minuten. Durch das Gefälle des Geländes und 20 Regenwassereinleitstellen werden kurzzeitig Spitzenwerte erreicht, die die Durchflussmenge von Engstellen deutlich überschreiten, während Überflutungen durch Jahrhunderthochwasser (HQ100) weitgehend vermieden werden können.<ref name="Gewässersteckbrief 2012" details="S. 19–21" />
Der Gorbitzbach ist (direkt oder indirekt) Namensgeber mehrerer Straßen in Dresden (sortiert nach Fließrichtung):
- Am Brunnen in Gorbitz: Die kurz nach der Einmündung des Geyersgrabens liegende Straße ist vermutlich benannt nach einer Röhrfahrt, die Brunnenwasser aus den Wiesen am Gorbitzbach bis zum Dresdner Schloss und den Wasserspielen des Zwingers führte.<ref name="Am Brunnen, Am Gorbitzbach">Karlheinz Kregelin: Das Namenbuch der Straßen und Plätze im Westen der Stadt Dresden. Fliegenkopf, 1996, S. 84 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
- Am Stieglitzgrund in Wölfnitz: Das östliche Tal des Gorbitzbachs wird als Stieglitzgrund bezeichnet. Die Straße wurde 1925/26 angelegt beim Bau von Einfamilien-Doppelhäusern durch zwei Siedlungsgesellschaften und erhielt im Januar 1926 ihren Namen.<ref name="Am Stieglitzgrund">Karlheinz Kregelin: Das Namenbuch der Straßen und Plätze im Westen der Stadt Dresden. Fliegenkopf, 1996, S. 170 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
- Am Gorbitzbach in Gorbitz: Die im Plattenbaugebiet Gorbitz angelegte Straße wurde am 15. März 1979 nach dem benachbarten Bachlauf benannt.<ref name="Am Brunnen, Am Gorbitzbach" />
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references>
<ref name="Am Brunnen, Am Gorbitzbach">Karlheinz Kregelin: Das Namenbuch der Straßen und Plätze im Westen der Stadt Dresden. Fliegenkopf, 1996, S. 84 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> <ref name="Am Stieglitzgrund">Karlheinz Kregelin: Das Namenbuch der Straßen und Plätze im Westen der Stadt Dresden. Fliegenkopf, 1996, S. 170 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> <ref name="Gewässersteckbrief 2010">Landeshauptstadt Dresden, Die Oberbürgermeisterin, Umweltamt (Hrsg.): Gewässersteckbrief Weidigtbach. S. 6 (Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.online ( vom 17. April 2016 im Internet Archive) [PDF; 5,1 MB] Stand: 5. Februar 2010).</ref> <ref name="Gewässersteckbrief 2012">Landeshauptstadt Dresden, Der Oberbürgermeister, Umweltamt (Hrsg.): Gewässersteckbrief Weidigtbach. (online [PDF; 3,7 MB] Stand: 6. Juli 2012).</ref>
</references>
Weblinks[Bearbeiten]
- Gorbitzbach im Stadtwiki Dresden