Goting
Goting Gemeinde Nieblum
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(170)&title=Goting 54° 41′ N, 8° 28′ O
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| Höhe: | 6 m | |||||
| Fläche: | 3,82 km² | |||||
| Einwohner: | 170 (25. Mai 1987)<ref>Wohnplatzverzeichnis Schleswig-Holstein 1987. (PDF; 10,5 MB) Abgerufen im August 2025.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 45 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1970 | |||||
| Postleitzahl: | 25938 | |||||
| Vorwahl: | 04683 | |||||
Lage von Goting in Schleswig-Holstein
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Goting (nordfriesisch: Guating, dänisch; Goting) ist ein Ortsteil der Gemeinde Nieblum auf der Nordseeinsel Föhr.
Geographie[Bearbeiten]
Goting liegt rund einen Kilometer westlich von Nieblum nahe der Nordsee auf der Geest. Das nahe Goting-Kliff ist mit bis neun Meter Höhe das höchste Steilufer Föhrs. Es entstand in der Saaleeiszeit. Durch die Einwirkung von Wind und Wasser sind die einstmals sichtbaren geologischen Schichten nur noch an wenigen Stellen zu erkennen.<ref>Baedeker Reiseführer Sylt – Amrum – Föhr. Baedeker, Ostfildern 2014, ISBN 978-3-8297-9269-1. Digitalisat</ref> Unterhalb des Kliffs liegen zahlreiche Findlinge. Von Wyk auf Föhr verläuft ein Strand bis zum Goting-Kliff, wo er endet.
Der Norden des Ortes ist der ältere Bereich Gotings, während der Südteil aus neueren Siedlungshäusern besteht.
Geschichte[Bearbeiten]
Goting ist neben Süderende das einzige Dorf auf Föhr, dessen Name nicht auf -um endet. Aufgrund der Endung -ing wird angenommen, dass es das älteste Dorf Föhrs ist. Mehrere Grabhügel aus der Bronzezeit stützen diese These.<ref>Uwe Bonsen: Geographie von Föhr. In: Margot und Nico Hansen: Föhr: Geschichte und Gestalt einer Insel. Hansen & Hansen, Münsterdorf 1971, S. 28.</ref>
Bis zum Deutsch-Dänischen Krieg 1864 gehörte Goting als Teil der dänischen Enklave Westerland-Föhr (Vesterland-Før) unmittelbar zu Dänemark und nicht wie der östliche Teil Föhrs zum dänischen Herzogtum Schleswig. Goting war 1920 eine von drei Gemeinden im Amt Westerlandföhr, die in Zone II bei der Volksabstimmung nach dem Ersten Weltkrieg mehrheitlich für einen Wechsel nach Dänemark stimmten.<ref>Jakob Tholund: Geschichte der Insel Föhr. In: Margot und Nico Hansen: Föhr: Geschichte und Gestalt einer Insel. Hansen & Hansen, Münsterdorf 1971, S. 79.</ref>
1970 wurde Goting in die Gemeinde Nieblum eingemeindet. Zuvor gehörte Goting zum Amt Westerlandföhr, während Nieblum zum Amt Osterlandföhr gehörte. Die Gemeinde gehörte fortan zum Amt Föhr-Land und seit 2007 zum Amt Föhr-Amrum.
Die Gemeinde hatte eine Fläche von 3,82 km².<ref name="Gemeindeverzeichnis1950">Vorlage:Gemeindeverzeichnis Deutschland 1950</ref>
Zum Stichtag der Volkszählung am 25. Mai 1987 hatte das Dorf Goting 170 Einwohner in 68 Haushalten.<ref>Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein: Wohnplatzverzeichnis Schleswig-Holstein 1987, Kiel 1992, S. 39</ref>
Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]
Haupterwerbszweige sind Tourismus und Landwirtschaft. Hauptsächlich wird Mais angebaut. Die Landesstraße 214, die „Rundföhrstraße“, führt am Nordrand Gotings vorbei. Der Klimawandel ermöglicht seit 2009 den Weinbau auf Föhr. Zwischen Goting und Nieblum befindet sich ein Weinanbaugebiet mit einem Weingut, das besichtigt werden kann.<ref>Claudia Banck: Sylt, Föhr, Amrum, S. 123. Ostfildern 2025</ref>
Besonderheiten[Bearbeiten]
Die Straßen in Goting haben ausschließlich friesische Namen, die auf den Straßenschildern angegeben sind.
Im Südwesten von Goting sind am Thingwai mehrere Hügelgräber aus der Bronzezeit erhalten, von denen der Thinghugh das bekannteste ist. Möglicherweise befand sich hier im Mittelalter eine Thingstätte.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Jakob Tholund (1928–2022), Lehrer und Schriftsteller, geboren in Goting
- Gustav Mennicke (1899–1988), Maler, gestorben in Goting
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />