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Grüner Alpendost

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Grüner Alpendost
Datei:Adenostyles alpina Frauenkar Totes Gebirge 20260802a.jpg

Grüner Alpendost (Adenostyles alpina)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Senecioneae
Gattung: Alpendost (Adenostyles)
Art: Grüner Alpendost
Wissenschaftlicher Name
Adenostyles alpina
(L.) Bluff & Fingerh.

Der Grüne Alpendost (Adenostyles alpina) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Alpendost (Adenostyles) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Der Grüne Alpendost ähnelt dem Grauen Alpendost, erreicht aber nur Wuchshöhen von 30 bis 80 Zentimetern.

Die Laubblätter sind unterseits nur auf den Nerven behaart und weisen keinen abwischbaren Filz auf. Die Blattränder sind regelmäßig gezähnt. Alle Stängelblätter sind gestielt. Der Blattstiel ist am Grunde nicht verbreitert und nicht umfassend.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Datei:Adenostyles glabra 2.jpg
Blütenstand

Die Blütezeit liegt zwischen Juni und September. Die Körbchen sind zu einem doldenrispigen Gesamtblütenstand vereinigt. Die Körbchen enthalten meist nur drei Röhrenblüten und drei Hüllblätter. Die Blütenkrone ist 6,5 bis 8 Millimeter lang, ihre Kronzipfel nehmen mehr als die Hälfte des ganzen Saumes ein.

Die Achänen sind 3 bis 5 Millimeter lang. Der Pappus ist 4 bis 5 Millimeter lang.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 38.<ref name="Oberdorfer2001" />

Vorkommen[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet von Adenostyles alpina reicht von Spanien und Frankreich, Italien, Sizilien, Deutschland, Österreich und der Schweiz bis Slowenien und Kroatien.<ref name="Euro+Med" />

Der Grüne Alpendost kommt auf stickstoffreichen, basenreichen Böden in Bergwäldern, in Hochstaudenfluren und an Bachufern vor. Er ist eine Petasition-paradoxi-Verbandscharakterart, kommt aber auch in hochmontanen Fagion- oder Piceion-Pflanzengesellschaften vor.<ref name="Oberdorfer2001" />

Er findet sich im Alpenvorland und in den Alpen in Höhenlagen von 1200 bis 2000 Metern. In den Allgäuer Alpen steigt er im Tiroler Teil nahe dem Kaufbeurer Haus bei Hinterhornbach bis zu einer Höhenlage von 2010 Metern auf.<ref name="Dörr-Lippert" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3+ (feucht), Lichtzahl L = 2 (schattig), Reaktionszahl R = 5 (basisch), Temperaturzahl T = 2 (subalpin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Taxonomie und Systematik[Bearbeiten]

Datei:Die Alpenpflanzen nach der Natur gemalt (Page 44) (7215980022).jpg
Illustration aus Die Alpenpflanzen nach der Natur gemalt, S. 44

Der Grüne Alpendost wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Band 2 Seite 836 als Cacalia alpina erstbeschrieben. Die Art wurde 1825 von Mathias Joseph Bluff und Carl Anton Fingerhuth in Compendium Florae Germaniae Band 2 Seite 329 als Adenostyles alpina Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Bluff & Fingerh.in die Gattung Adenostyles gestellt. Ein Synonym für Adenostyles alpina Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.)Bluff & Fingerh. ist Adenostyles glabra Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Mill.) DC.

Man kann folgende Unterarten unterscheiden:<ref name="Euro+Med" />

Literatur[Bearbeiten]

  • Xaver Finkenzeller: Alpenblumen. München 2003, ISBN 3-576-11482-3.
  • Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.
  • Gerhard Wagenitz: Familie Compositae. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage. Band VI, Teil 3, Verlag Paul Parey, Berlin / Hamburg 1979, ISBN 3-489-84020-8, S. 1385–1387. (Beschreibung)

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Grüner Alpendost (Adenostyles alpina) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Oberdorfer2001"> Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 946.</ref> <ref name="Dörr-Lippert"> Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 615.</ref> <ref name="Euro+Med">Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: W. Greuter, E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae.: Datenblatt Adenostyles alpina In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.</ref> <ref name="InfoFlora"> Info Flora. Adenostyles alpina (L.) Bluff & Fingerh. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> </references>