Zum Inhalt springen

Grande-Synthe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Grande-Synthe
Datei:Blason de la ville de Grande-Synthe (59) Nord-France.svg
Grande-Synthe (Frankreich)
Grande-Synthe (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Hauts-de-France
Département (Nr.) Nord (59)
Arrondissement Dunkerque
Kanton Grande-Synthe
Gemeindeverband Communauté urbaine de Dunkerque
Koordinaten 51° 1′ N, 2° 18′ OKoordinaten: 51° 1′ N, 2° 18′ O
 {{#coordinates:51,013888888889|2,3027777777778|primary
dim=20000 globe= name=Grande-Synthe region=FR-59 type=city
  }}
Höhe 0–17 m
Fläche –
Einwohner 20.239 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 59760
INSEE-Code 59271
Website www.ville-grande-synthe.fr
Datei:Grande Synthe Mairie actuelle.jpg
Mairie (Stadtverwaltung) von Grande-Synthe

Grande-Synthe [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.ɡʁɑ̃d sɛ̃t] ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine französische Stadt mit 20.239 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023)<ref>Populations légales 2020 − Ces données sont disponibles sur toutes les communes de France hors Mayotte | Insee. Abgerufen am 25. Oktober 2023.</ref> im Département Nord in der Region Hauts-de-France. Sie gehört zum Arrondissement Dunkerque, zum Kanton Grande-Synthe und ist Mitglied im Gemeindeverband Communauté urbaine de Dunkerque.

Geographie[Bearbeiten]

Sie ist eine Hafenstadt an der südlichen Nordseeküste (am östlichen Ausgang des Ärmelkanals) im historischen westflämischen Sprachgebiet Französisch-Flandern. Grande-Synthe ist westlich und östlich von Stadtteilen Dünkirchens (Dunkerque) umgeben. Südwestlich liegen Loon-Plage und Craywick, südlich die Gemeinde Spycker und im Südosten Armbouts-Cappel.

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Grande-Synthe.Route de Calais.jpg
Die Route de Calais vor 1910

Wie Dünkirchen kann Grande-Synthe ihre Erwähnung im 7. Jahrhundert vorweisen. 648 handelte es sich um ein kleines Dorf in der Nähe zum Meer. Die Benediktiner begannen früh mit der Trockenlegung des Gebiets.

Erst 1830 überschritt die Bevölkerung die Marke von 1000 Einwohnern. Mit den Kriegen 1870/71, dem ersten und Zweiten Weltkrieg ging die Einwohnerzahl jeweils erheblich zurück und sank wieder unter diese Grenze. Ab den 1950er Jahren begann die Bevölkerung dann aber zu steigen, bis sie Anfang der 1980er Jahre ihren Spitzenwert mit über 26.000 Einwohnern erreichte, was eine Verzehnfachung innerhalb von 30 Jahren bedeutete. Seitdem sinkt die Einwohnerzahl wieder. Grund des Ansteigens der Bevölkerungszahl war die Ansiedlung von Industriebetrieben an den Hafenanlagen.

Migranten[Bearbeiten]

2016 errichteten die Organisation Ärzte ohne Grenzen und der Bürgermeister Damien Carême mit weiteren Gruppen, gegen den Widerstand der französischen Regierung, ein Flüchtlingslager mit Holzverschlägen für rund 2.500 Personen, um die Situation in einem wilden Lager von Flüchtlingen zu verbessern. Die Personen in dem Lager hatten sich im Zuge der Flüchtlingskrise in Europa ab 2015 Zutritt nach Frankreich verschafft und versuchten seitdem nach England zu gelangen.<ref>Shafik Mandhai: "Refugee crisis: Cautious welcome to Grande-Synthe camp" aljazeera.com vom 9. März 2016</ref> Das Camp wurde am 30. Mai 2016 zunächst geschlossen. Es sammelten sich aber weiter Personen und Anfang April 2017 galt das Lager bei Grande-Synthe als größte Ansammlung von Migranten in Frankreich, die sich Zugang ins Vereinigte Königreich erhoffen.<ref>May Bulman: "Surge in child refugees trying to reach UK creates 'terrifying new market' for people traffickers" The Independent vom 3. April 2017</ref> Das Lager geriet am 10. April 2017 im Zuge von Auseinandersetzungen zwischen Kurden und afghanischen Bewohnern in Brand und wurde zum großen Teil zerstört.<ref>Martin Farrer:"Blaze devastates Grand-Synthe migrant camp outside Dunkirk " Guardian vom 11. April 2017</ref> Auch im September und Oktober 2018 wurden Gruppen vor allem von Kurden aus dem Irak in Unterkünfte umquartiert, um sie den Schleppern zu entziehen.<ref>Französische Polizei räumt "wildes" Migranten-Lager in der Deutsche Welle am 23. Oktober 2018</ref>

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011 2020
Einwohner 2875 12.559 24.250 26.231 24.362 23.247 21.408 20.933 20.635

Verkehr[Bearbeiten]

Datei:Grande-Synthe IMG 1258.jpg
Bassin de Mardyck und Hafenanlagen von Grande-Synthe am meerseitigen Ende des Großschifffahrtswegs Dünkirchen-Schelde
Datei:Gare de Grande-Synthe - 1.JPG
Bahnsteige des Personenbahnhofs, links die Anlagen des Verschiebebahnhofs

Durch das Stadtgebiet führt die Autobahn A 16 von Paris über Amiens und Abbeville nach Dunkerque und weiter nach Brügge in Belgien. Im Südosten der Gemeinde wird sie von der Nationalstraße N 225 niveaufrei gekreuzt, die zur A 25 führt.

Der Bahnhof von Grande-Synthe liegt an der Bahnstrecke von Calais nach Dunkerque. Nach umgeschlagenem Volumen ist er der bedeutendste Verschiebebahnhof Frankreichs. Im Personenverkehr wird er von Zügen des TER Hauts-de-France bedient.

Im Bassin de Mardyck am nördlichen Rand der Gemeinde endet der Großschifffahrtsweg Dünkirchen-Schelde. Dort befinden sich die Hafenanlagen der Stadt, die von Binnen- und Seeschiffen genutzt werden.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Grande-Synthe besteht seit den frühen 1960er-Jahren ein Stahlwerk, das heute zur ArcelorMittal-Gruppe gehört.<ref>https://www.viktormacha.com/galerie/arcelormittal-dunkerque-dunkerque-416/</ref><ref>https://lesechosdutouquet.nordlittoral.fr/154504/article/2022-10-02/grande-synthe-plus-de-60-ans-de-vie-pour-arcelormittal-dunkerque</ref> Flankiert wird das Stahlwerk von zwei Erdölraffinerien.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Église Saint-Jacques (Jakobuskirche)
  • Église Saint-Joseph (Josephuskirche)
  • Verschiebebahnhof

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Nord. Flohic Editions, Band 1, Paris 2001, ISBN 2-84234-119-8, S. 763–764.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Grande-Synthe – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Armbouts-Cappel | Arnèke | Bailleul | Bambecque | Bavinchove | Bergues | Berthen | Bierne | Bissezeele | Blaringhem | Boeschepe | Boëseghem | Bollezeele | Borre | Bourbourg | Bray-Dunes | Brouckerque | Broxeele | Buysscheure | Caëstre | Cappelle-Brouck | Cappelle-la-Grande | Cassel | Coudekerque-Branche | Craywick | Crochte | Drincham | Dunkerque | Ebblinghem | Eecke | Eringhem | Esquelbecq | Estaires | Flêtre | Ghyvelde | Godewaersvelde | Grande-Synthe | Grand-Fort-Philippe | Gravelines | Hardifort | Haverskerque | Hazebrouck | Herzeele | Holque | Hondeghem | Hondschoote | Houtkerque | Hoymille | Killem | La Gorgue | Lederzeele | Le Doulieu | Ledringhem | Leffrinckoucke | Looberghe | Loon-Plage | Lynde | Merckeghem | Merris | Merville | Méteren | Millam | Morbecque | Neuf-Berquin | Nieppe | Nieurlet | Noordpeene | Ochtezeele | Oost-Cappel | Oudezeele | Oxelaëre | Pitgam | Pradelles | Quaëdypre | Renescure | Rexpoëde | Rubrouck | Sainte-Marie-Cappel | Saint-Georges-sur-l’Aa | Saint-Jans-Cappel | Saint-Momelin | Saint-Pierre-Brouck | Saint-Sylvestre-Cappel | Sercus | Socx | Spycker | Staple | Steenbecque | Steene | Steenvoorde | Steenwerck | Strazeele | Terdeghem | Téteghem-Coudekerque-Village | Thiennes | Uxem | Vieux-Berquin | Volckerinckhove | Wallon-Cappel | Warhem | Watten | Wemaers-Cappel | West-Cappel | Winnezeele | Wormhout | Wulverdinghe | Wylder | Zegerscappel | Zermezeele | Zuydcoote | Zuytpeene Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein