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Grasnelken

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Grasnelken
Datei:Armeria pubigera (2) 6.JPG

Armeria pubigera

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae)
Unterfamilie: Staticoideae
Gattung: Grasnelken
Wissenschaftlicher Name
Armeria
Willd.

Grasnelken (Armeria) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae). Die etwa 50 Arten sind in Nordamerika, im südlichen Südamerika, in Europa, im westlichen Asien (nördlichen Sibirien) und nördlichen Afrika verbreitet.<ref name="FoNA2005" />

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Armeria alpina Atlas Alpenflora.jpg
Illustration aus Atlas der Alpenflora der Alpen-Grasnelke (Armeria alpina)

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Grasnelken-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Es werden Pfahlwurzeln gebildet.

In grundständigen Rosetten stehen die ungestielten Laubblätter. Die einfachen Blattspreiten sind linealisch bis linealisch-spatelförmig; sie können sich an ihrer Basis verschmälern oder gerade sein und besitzen einen glatten Blattrand.<ref name="FoNA2005" />

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Die einzeln stehenden Blütenstandsschäfte sind kahl oder dicht flaumig behaart, manchmal gerunzelt und am oberen Ende von röhrigen Blattscheiden eingehüllt. Die endständigen, halbkugelige, kopfigen Gesamtblütenständen sind aus wickelähnlichen, zymösen Teilblütenständen zusammengesetzt, in denen einige bis viele Blüten dicht zusammenstehen. Jeder Teilblütenstand ist von trockenhäutigen Hüllblättern umgeben. Es sind höchstens kurze Blütenstiele vorhanden.<ref name="FoNA2005" />

Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Es gibt Arten, bei denen zwei, bezüglich Pollen- und Narbenmerkmalen, unterschiedliche Blütentypen auftreten. Die fünf Kelchblätter sind trichterförmig verwachsen und umhüllen auch noch die reife Frucht. Die zehnrippige Kelchröhre ist meist an den Rippen oder vollständig flaumig behaart, selten kahl. Die Kelchzipfel sind häutig mit oder ohne Granne. Die fünf Kronblätter sind nur an ihrer Basis verwachsen und können weiß bis dunkel-purpurfarben sein. Es ist nur ein Kreis mit fünf freien Staubblättern vorhanden, die die Blütenkrone nicht überragen. Die Staubfäden sind mit der Basis der Kronblätter verwachsen. Die fünf freien Griffel sind im oberen Bereich behaart und enden in einer papillösen oder glatten Narbe.<ref name="FoNA2005" />

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die vom Kelch umhüllten, trockenen Früchte öffnen sich transversal und enthalten nur einen Samen.<ref name="FoNA2005" />

Chromosomensätze[Bearbeiten]

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 9.<ref name="FoNA2005" />

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Datei:Armeria alliacea a1.jpg
Armeria alliacea
Datei:Armeria berlengensis.jpg
Armeria berlengensis
Datei:Flora Circo de Gredos 2011 02.JPG
Armeria bigerrensis
Datei:Armeria caespitosa2.jpg
Nahaufnahme eines Blütenstandes von Armeria caespitosa
Datei:Armeriadenticulata.jpg
Blütenstände von Armeria denticulata mit Blüten im Detail
Datei:Armeria juniperifolia.jpg
Armeria juniperifolia
Datei:Plumbaginaceae - Armeria pungens.jpg
Armeria pungens
Datei:Armeria rothmaleri.001 - Serra de Enciña de Lastra.JPG
Blütenstand von Armeria rothmaleri
Datei:Armeria ruscinonensis.JPG
Armeria ruscinonensis
Datei:Armeria transmontana1.jpg
Armeria transmontana
Datei:Armeria villosa Inflorescencia 2011-5-14 SierraMadrona.jpg
Blütenstand von Armeria villosa

Die Gattung Armeria wurde 1809 durch Carl Ludwig von Willdenow in Enumeratio Plantarum Horti Regii Botanici Berolinensis: continens descriptiones omnium vegetabilium in horto dicto cultorum / D. Car. Lud. Willdenow. Berolini, Band 1, S. 333–335 aufgestellt. Typusart ist Armeria vulgaris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Willd. Ein Homonym ist Armeria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kuntze (in Revisio Generum Plantarum, 2, 1891, S. 432 veröffentlicht).<ref name="Tropicos" /> Die Gattungsname Armeria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Willd. nom. cons. ist nach den Regeln der ICBN (Vienna ICBN Art. 14.4 & App. III) konserviert gegenüber dem älteren Synonym Statice Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. nom. rej.<ref name="GRIN" /> Der Gattungsname Armeria ist aus dem keltischen ar mor abgeleitet und bezieht sich auf den an der Küste gelegenen Standort einiger Arten.<ref name="FoNA2005" />

Die Gattung Armeria gehört zur Tribus Staticeae in der Unterfamilie Staticoideae innerhalb der Familie Plumbaginaceae.<ref name="GRIN" />

Es gibt etwa 50 Armeria-Arten, die in gemäßigten bis kalten Gebieten in Nordamerika, im südlichen Südamerika, in Europa, im westlichen Asien (nördlichen Sibirien) und nördlichen Afrika verbreitet sind.<ref name="FoNA2005" /> Hier die in Europa und Mittelmeerraum beheimateten Armeria-Arten:<ref name="Euro+Med" /><ref name="FI" />

Datei:Armeria juniperifolia 'Bevan's Variety' 6.JPG
Die Sorte Armeria juniperifolia ‘Bevan's Variety’

Verwendung[Bearbeiten]

Einige Sorten von wenigen Grasnelken-Arten (beispielsweise Armeria alliacea, Armeria juniperifolia, Armeria leucocephala, Armeria maritima) werden als Zierpflanzen genutzt. Sie gedeihen an exponierten sonnigen Standorten und lassen sich gut in Steingärten oder als Randbepflanzung verwenden.<ref name="Botanica" />

Die Laubblätter und unterirdischen Pflanzenteile von Armeria maritima wurden gegart gegessen.<ref name="PFAF" />

Quellen[Bearbeiten]

  • G. Nieto Feliner: Armeria Willd. nom. cons., S. 642–721 - Volltext-PDF, In: Santiago Castroviejo, Manuel Laínz, Ginés López González, Pedro Montserrat, Félix Muñoz Garmendia, Jorge Paiva, Luis Villar (Hrsg.): Flora Ibérica. Plantas vasculares de la Península Ibérica e Islas Baleares, Volume II. Platanaceae-Plumbaginaceae (partim). Real Jardín Botánico, CSIC, Madrid 1990, ISBN 84-00-07034-8, S. lii + 897.
  • Claude Lefèbvre, Xavier Vekemans: Armeria - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 5 – Magnoliophyta: Caryophyllidae, part 2, Oxford University Press, New York und Oxford, 2005. ISBN 0-19-522211-3 (Abschnitte Beschreibung und Systematik)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="PFAF"> Armeria maritima bei Plants For A Future, abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Armeria bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Euro+Med"> G. Domina, 2011+: Plumbaginaceae. Datenblatt Armeria bei Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="FoNA2005"> Claude Lefèbvre, Xavier Vekemans: In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 5 - Magnoliophyta: Caryophyllidae, part 2, Oxford University Press, New York und Oxford, 2005, ISBN 0-19-522211-3. Armeria - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="FI"> Eintrag bei der Flora Iberica. </ref> <ref name="Botanica"> Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5, S. 112–113. </ref> </references>

Ergänzende Literatur[Bearbeiten]

  • J. Fuertes Aguilar, G. Nieto Feliner: Additive polymorphisms and reticulation in an ITS phylogeny of thrifts (Armeria, Plumbaginaceae). In: Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 28, 2003, S. 430–447.
  • G. Nieto Feliner, B. Gutiérrez Larena, J. Fuertes Aguilar: Fine scale geographical structure, intra-individual polymorphism and recombination in nuclear ribosomal internal transcribed spacers in Armeria (Plumbaginaceae). In: Annals of Botany, Volume 93, 2004, S. 189–200.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Grasnelken (Armeria) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Grasnelke – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen