Gregor Dotzauer
Gregor Dotzauer (* 13. Mai 1962 in Bayreuth) ist ein deutscher Literaturkritiker, Essayist und Kulturredakteur.
Leben[Bearbeiten]
Nach seinem 1981 am neusprachlichen Zweig des Graf-Münster-Gymnasiums bestandenen Abitur leistete Gregor Dotzauer Zivildienst in der Gerontopsychiatrie des Bezirkskrankenhauses Bayreuth.<ref name="TspRed">Angaben laut Mitteilung der Redaktion des Tagesspiegels auf Anfrage von Benutzer:Hedwig Storch</ref> Im Winter 1982 begann er an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg das Studium der Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaft.<ref name="TspRed" /> Im Wintersemester 1984 setzte er sein Studium an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main fort und schloss es Ende 1987 als Magister (M.A.) mit einer Arbeit zum sprachphilosophischen Frühwerk von Walter Benjamin ab.<ref name="TspRed" />
Bereits ab Herbst 1985 schrieb Dotzauer für die Blätter FAZ, Zeit und den EPD. 1990 bis 1991 leitete er das Ressort Kultur bei der Elle, von 1995 bis 1996 war er Literaturredakteur der Wochenpost und begann die Arbeit als Literatur- und Filmkritiker für überregionale Zeitungen wie die Süddeutsche Zeitung, aber auch für die Frankfurter Rundschau, Die Woche und das Nachrichtenmagazin Der Spiegel.<ref name="TspRed" /> Lehraufträge und Workshops zur Literaturkritik führten ihn an die Humboldt-Universität nach Berlin, an die Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel sowie als Stipendiat an die Washington University in St. Louis.<ref name="TspRed" />
Als Essayist und Literaturwissenschaftler hat Dotzauer für text + kritik, Kursbuch, Sinn und Form sowie für den Hörfunk geschrieben, wie zum Beispiel für den Deutschlandfunk Köln oder das Deutschlandradio Kultur. Daneben moderierte er Podiumsdiskussionen und Autorengespräche.<ref name="TspRed" />
Seit 1999 ist Dotzauer Literaturredakteur des Berliner Tagesspiegels.<ref name="TspRed" />
Publikationen[Bearbeiten]
- Da wölbt sich ein Himmel, der heißt: Ohne Glück. Über Ernst Toller. Frankfurter Bund für Volksbildung. Frankfurt am Main 1988. 55 Seiten, illustriert, ISBN 3-927269-02-6.
- Schläft ein Lied in allen Dingen. Über Musik, Moment und Erinnerung. Matthes & Seitz, Berlin 2022, ISBN 978-3-7518-0097-6.
Jury-Mitgliedschaften[Bearbeiten]
- 2001–2008 Berliner Künstlerprogramm des DAAD, Literatursektion<ref name="TspRed" />
- 2004–2009: Kranichsteiner Literaturpreis<ref name="TspRed" />
- 2010: Internationaler Literaturpreis Haus der Kulturen der Welt<ref name="TspRed" />
- seit 2010: Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert-Bosch-Stiftung<ref name="TspRed" />
- 2011: Deutscher Buchpreis<ref name="TspRed" />
- seit 2017: Preis der Leipziger Buchmesse
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- 2004: Stipendium der Max-Kade-Stiftung verbunden mit einem Lehrauftrag für das Department of Germanic Languages and Literatures an der Washington University in St. Louis<ref>Zu Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Max Kade Writers and Critics ( vom 29. April 2014 im Internet Archive) an der Washington University in St. Louis, unterstützt durch die Max-Kade-Stiftung in New York</ref>
- 2009: Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik<ref>Die Berliner Literaturkritik: „Seine Arbeiten bestechen durch komplex entwickelte Argumentation“</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur von und über Gregor Dotzauer im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Der Tagesspiegel: Die neuesten Artikel von Gregor Dotzauer
- Nicole Stöcke: Wozu noch Literaturkritik, Herr Dotzauer?, Kerr-Preisträger Gregor Dotzauer im Interview, buchreport am 20. Mai 2009, online unter buchreport.de
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dotzauer, Gregor |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kritiker und Redakteur |
| GEBURTSDATUM | 13. Mai 1962 |
| GEBURTSORT | Bayreuth |
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