Gustav Niermann
Vorlage:Hinweisbaustein Gustav Niermann (* 15. Dezember 1919 in Wehdem; † 4. Februar 1989 in Stemwede) war ein deutscher Landwirt und Politiker (CDU).
Leben und Beruf[Bearbeiten]
Niermann wurde als Sohn eines Landwirtes geboren. Nach dem Abitur begann er zunächst ein Studium der Medizin, das er aber abbrechen musste, da er zur Wehrmacht eingezogen wurde. Von 1939 bis 1945 nahm er als Soldat am Zweiten Weltkrieg teil, zuletzt als Leutnant. Bei Kriegsende geriet er in französische Gefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde<ref>Florian Hemann: Erinnerungen an Gustav Niermann. Abgerufen am 16. Dezember 2024.</ref>.
Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft übernahm Niermann den landwirtschaftlichen Betrieb seines Vaters. Er absolvierte eine landwirtschaftliche Ausbildung, bestand die Meisterprüfung und war anschließend als praktischer Landwirt tätig. Seit 1968 war er Präsident des Verbandes der Europäischen Landwirtschaft (Controlled Environment Agriculture CEA). In den 1970er-Jahren wirkte er als Präsidiumsmitglied im Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV).
Partei[Bearbeiten]
Niermann war Mitglied der NSDAP. Er stellte den Aufnahmeantrag am 16. November 1937, vier Wochen vor seinem 18. Geburtstag, und wurde der Mitgliedsnummer unter 4817802 registriert<ref>Susmita Arp, Felix Bohr, Dominik Buhl, Heiko Buschke, Johannes Eltzschig, Frank Gadban, Eugen Geist, Johannes Herbst, Olaf Heuser, Klaus Hueck, Philipp Kübler, Maite Küster, Maximilian Meyer, Gerret von Nordheim, Dawood Ohdah, Frank Patalong, Marcel Pauly, Flemming Petersen-Röh, Dennis Poppe, Lea Rossa, Anna-Lena Schou, Eva-Maria Schnurr, Frederik Seeler, Michael Seiwert, Matthias Stahl, Achim Tack, Oliver Trenkamp: (S+) NSDAP-Archiv: Finden Sie heraus, was Ihre Familie unter Hitler getan hat. In: Der Spiegel. 7. Mai 2026, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 11. Mai 2026]).</ref>.
Niermann trat 1950 in die CDU ein und war seit 1964 stellvertretender Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Westfalen-Lippe<ref>Florian Hemann: Erinnerungen an Gustav Niermann. Abgerufen am 16. Dezember 2024.</ref>. Außerdem leitete er seit 1963 den Bundesausschuss Agrarpolitik der Christdemokraten.
Abgeordneter[Bearbeiten]
Niermann war von 1952 bis 1958 Kreistagsmitglied des Kreises Lübbecke und gehörte von 1953 bis 1958 der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe an. Von 1954 bis 1975 war er Mitglied des Nordrhein-Westfälischen Landtages.
Öffentliche Ämter[Bearbeiten]
Niermann amtierte von 1954 bis 1958 als Landrat des Kreises Lübbecke. Von 1957 bis 1958 war er Mitglied des Landkreistages Nordrhein-Westfalen. Er wurde am 24. Juli 1958 als Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in die von Ministerpräsident Franz Meyers geführte Regierung des Landes Nordrhein-Westfalen berufen. Während seiner Amtszeit förderte er die Modernisierung der Landwirtschaft, die Neuorganisation des bäuerlichen Siedlungswesens sowie den Ausbau der Forstwirtschaft. Außerdem wurde die Flurbereinigung im Land durchgeführt. Nach dem konstruktiven Misstrauensvotum gegen Meyers und der Bildung einer Koalition aus SPD und FDP schied er am 8. Dezember 1966 aus der Landesregierung aus.
Ehrungen[Bearbeiten]
Niermann wurde am 12. Dezember 1986 mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.<ref>Verdienstordenträgerinnen und -träger seit 1986. (PDF) Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. März 2019; abgerufen am 11. März 2017.</ref>
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
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nur Landwirtschaft: Hermann Heukamp (1946–1947) | Heinrich Lübke (1947–1953) | Johannes Peters (1953–1956) | Josef Effertz (1956–1958) | Gustav Niermann (1958–1966) | Diether Deneke (1966–1979) | Hans Otto Bäumer (1979–1983) | Silke Gorißen (seit 2022)
Umwelt und Landwirtschaft: Klaus Matthiesen (1983–1995) | Bärbel Höhn (1995–2005) | Eckhard Uhlenberg (2005–2010) | Johannes Remmel (2010–2017) | Christina Schulze Föcking (2017–2018) | Ursula Heinen-Esser (2018–2022) | Lutz Lienenkämper (2022, kommissarisch)
Umwelt und Verkehr: Oliver Krischer (seit 2022)
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Georg von dem Bussche | Adolf von der Horst | Ferdinand von Oheimb | Wilhelm von Ledebur | Kurt von Borries | Friedrich Georg Hüter | Otto Watermann | Heinrich Berg | Gustav Niermann | Heinrich Kosynowski | Heinrich Schumacher | Hermann Struckmeier Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Niermann, Gustav |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Landwirt und Politiker (CDU), MdL |
| GEBURTSDATUM | 15. Dezember 1919 |
| GEBURTSORT | Wehdem |
| STERBEDATUM | 4. Februar 1989 |
| STERBEORT | Stemwede |
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- CDU-Mitglied
- Landtagsabgeordneter (Nordrhein-Westfalen)
- Landrat (Kreis Lübbecke)
- Landwirtschafts- und Forstminister (Nordrhein-Westfalen)
- Ernährungsminister (Nordrhein-Westfalen)
- Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes
- Träger des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen
- Leutnant (Heer der Wehrmacht)
- Deutscher Kriegsgefangener von Frankreich
- Deutscher
- Geboren 1919
- Gestorben 1989
- Mann