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Gustav Rutz

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Karl Gustav Rutz (* 14. Dezember 1857 in Köln; † 9. August 1949 ebenda)<ref name=":0">Sterbeurkunde Nr. 696 vom 10. August 1949, Standesamt Köln Nippes. In: LAV NRW R Personenstandsregister. Abgerufen am 6. September 2026.</ref> war ein deutscher Bildhauer.

Datei:Bildhauer Gustav Rutz, 1904.jpg
Gustav Rutz, 1904

Leben und Werk[Bearbeiten]

Gustav Rutz war der Sohn von Johannes Rutz und Margarete Johanna Rutz geb. Herrlinger.<ref name=":0" /> Zunächst absolvierte er eine Ausbildung zum Maler bei Julius Geertz in Düsseldorf. Mit seinen Studienkollegen des Atelier Geertz, Franz Thöne und August Flinker, unternahm Gustav Rutz Studienreisen innerhalb Deutschlands. In München ließ er sich dann in der Bildhauerei bei Anton Hess ausbilden. Ab 1879 ließ sich Rutz in Düsseldorf nieder.<ref>Mona Sabine Meis: Historische Grabdenkmäler der Wupperregion. Südwestdeutscher Verlag für Hochschulschriften, Saarbrücken 2010, ISBN 978-3-8381-0713-4.</ref> Sein Atelier befand sich 1888 direkt gegenüber der Südseite der Kunstakademie im Haus Hafenwall 7 (heute Eiskellerstraße).<ref>Eintrag Hafenwall 7 In: Adreßbuch der Oberbürgermeisterei Düsseldorf für 1889, S. 104</ref> Bekannt wurde er durch Friedhofs- und Denkmalplastiken sowie zahlreiche Brunnen in deutschen Städten.<ref>Friedrich Schaarschmidt: Zur Geschichte der Düsseldorfer Kunst insbesondere im XIX. Jahrhundert. Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, 1902, S. 382.</ref> Seine Skulpturen, teils im neobarocken Stil, ernteten seinerzeit landesweit Ruhm. Er war um 1899 Mitglied der I. Kunstgenossenschaft in Düsseldorf.<ref>Mitglieder der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft im Jahre 1899 und 1890, Wladimir Aichelberg: 150 Jahre Künstlerhaus Wien 1861–2011</ref>

Beim Besuch des Kaiserpaares Wilhelm II. und Viktoria Ende Oktober 1900 in (Wuppertal-) Vohwinkel wurde dort der „Siegesbrunnen mit Germania“ feierlich enthüllt. Wilhelm II. lobte Rutz als dessen Schöpfer, und am 27. Januar 1901, an des Kaisers Geburtstag, wurde der Siegesbrunnen ins Eigentum der Stadt Vohwinkel übernommen.<ref>Besuch des Kaiserpaares am 24. Oktober 1900. Siegesbrunnen mit der Germania, einem von Bildhauer Gustav Rutz in Düsseldorf für satte 30.000 Mark geschaffenen Denkmal. auf www.wuppertal.de, abgerufen am 29. September 2015</ref>

1902 erhielt Rutz im Wettbewerb für ein Kaiser-Friedrich-Standbild in Mönchengladbach den 1. Preis, und es wurde ihm die Ausführung übertragen. Das Standbild sollte seinen Platz in der Vorhalle der neuen Stadthalle, der 1903 eingeweihten Kaiser-Friedrich-Halle erhalten.<ref>Die Kunst, Monatshefte für freie und angewandte Kunst, 18. Jahrgang 1902/1903, H. 7 (vom 1. Januar 1903), S. 174.</ref>

Rutz war Mitglied des Künstlervereins Malkasten.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Bestandsliste des Künstlervereins Malkasten (Memento vom 12. Juli 2018 im Internet Archive), abgerufen am 29. September 2015</ref> Die Goethe-Herme aus Stein wurde von ihm anlässlich des Düsseldorfer Goethe-Festspiels von 1899 geschaffen und 1903 im Malkastenpark aufgestellt.<ref>Die Kunst, Monatshefte für freie und angewandte Kunst, 18. Jahrgang 1902/1903, Nr. 23 (vom 1. November 1903), S. 555.</ref><ref>Gustav Rutz: Goethe-Stele im Malkastenpark. auf emuseum.duesseldorf.de</ref>

Der Architekt Richard Hultsch erbaute 1905–1906 für Gustav Rutz eine dreigeschossige Villa auf dem Grundstück Achenbachstraße 24 in Düsseldorf-Düsseltal. Vor 1913 lautete die Anschrift Ahnfeldstraße 24.<ref>Ahnfeldstraße 24 (E. Rutz, Gustav, Kunstbildhauer, Gutenbergstr. 51). In Adressbuch 1910 S. (uni-duesseldorf.de)</ref> Rutz hatte sich dort sein Atelier eingerichtet, so auch für die Bildhauer Friedrich Coubillier und Gregor von Bochmann der Jüngere. Er selbst wohnte mit Familie in der Gutenbergstraße 51 in Grafenberg. Anfang der 1920er Jahre verkaufte er das Haus an einen Max Bast und Hubert Netzer bezog u. a. das Haus mit Atelier.<ref>Achenbachstraße 24 (E. Bast, Max, Duisburger St. 69), Netzer, Hub., Professor, Bildhauer, Lehrer an der Kunstakademie. In Adreßbuch für die Stadtgemeinde Düsseldorf 1920 S. 5 (uni-duesseldorf.de)</ref>

Rutz verstarb im Alter von 91 Jahren im Seniorenwohnsitz der Riehler Heimstätten. Er war seit 1941 mit Margarete geb. Zenner verheiratet.<ref name=":0" />

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Gustav Rutz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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