Gustav von Festenberg
Gustav von Festenberg-Pakisch (Pseudonym Gustav von Festenberg)<ref name="bio">Festenberg-Pakisch, Gustav von, in: Hans-Michael Körner (Hg.): Große Bayerische Biographische Enzyklopädie, Bd. 1, München, 2005, S. 506</ref> (* 13. März 1892 in Wiener Neustadt, Niederösterreich; † 3. August 1968 in Wien) war ein österreichischer Romancier, Essayist und Lyriker.
Leben[Bearbeiten]
Festenberg-Pakisch entstammt einer schlesischen Adelsfamilie. In Wien studierte er Rechtswissenschaften. Im Jahre 1916 trat er in den Staatsdienst bei der oberösterreichischen Landesregierung ein. 1934 wechselte Festenberg nach Wien und wirkte bis 1938 als Sektionsrat im Unterrichtsministerium und im Bundeskanzleramt. Er wurde nach dem ‚Anschluss‘ zunächst von den neuen Machthabern übernommen, was eher eine Ausnahme darstellte. Den genauen Ablauf seiner späteren (Zwangs-)Versetzung nach Speyer 1939, die langwierigen Krankenstände und die weitere Versetzung nach München hat Christoph Mattle minutiös nachgezeichnet.<ref name="Mattle" details="S. 208–215.">Vgl. Mattle, Christoph: Gustav von Festenberg – zwischen Schöngeist und Beamtentum. Oberhausen: Athena 2002</ref> 1941 wurde Festenberg schließlich vorzeitig pensioniert, ob aus gesundheitlichen oder politischen Gründen, lässt sich nicht eindeutig bestimmen.<ref name="Mattle" details="S. 212 ff." /> Von da ab widmete er sich ganz der Schriftstellerei.
Im Mai 1939 suchte Festenberg um die Aufnahme in die Reichsschrifttumskammer an. Der Antrag wurde abschlägig beschieden, Festenberg war jedoch mittels Befreiungsscheinen zu einigen nebenberuflichen Publikationen in den Jahren zwischen 1938 und 1945 imstande (darunter 2 Romane und eine Novellensammlung). Festenbergs Positionierung sowohl zum ‚Ständestaat‘ als auch zum Nationalsozialismus war von Ambivalenzen geprägt und bewegte sich zwischen Arrangieren und Distanziertheit, jedoch gelang es ihm in beiden Systemen, literarisch erfolgreich zu sein.<ref name="Mattle" details="S. 219." />
Anerkennungen[Bearbeiten]
- Gustav-Festenberg-Gasse in Eferding
- Gustav-Festenberg-Gasse in Wiener Neustadt
- Niederösterreichischer Kulturpreis 1967 (Würdigungspreis)
Publikationen[Bearbeiten]
- Das Buch vom Tanz. Hyperionverlag, München 1920.
- Der Zauberer. Roman, Wien: Gallus-Verlag, Zürich, Scientia-Verlag, 1947.
- Dosi. Eine Erzählung. Liechtenstein Verlag, Vaduz 1951.
- Dosi, liebe Grossmama. Roman einer glücklichen Kindheit. Lizenz des Berglandverlags, Österr. Buchgemeinschaft, Wien 1954.
- Zirkus. Eine Novelle. Neue Dichtung aus Österreich – Band 17, Bergland Verlag, Wien 1956.
- Wiedersehen in Paris. Novelle, Die Linzer Bücherei – Band 2, Kulturamt Linz, Linz 1958.
- Ein Tag wie alle. Roman, Zsolnay Verlag, Wien 1963.
Literatur[Bearbeiten]
- Christoph Mattle: Gustav von Festenberg – zwischen Schöngeist und Beamtentum. Diss. Universität Salzburg 2001, Athena Verlag, Oberhausen 2002, ISBN 3-89896-117-6.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur von und über Gustav von Festenberg im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Literaturliste im Online-Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin
- Werkverzeichnis bei Google Bücher
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Festenberg, Gustav von |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Autor, Lyriker |
| GEBURTSDATUM | 13. März 1892 |
| GEBURTSORT | Wiener Neustadt |
| STERBEDATUM | 3. August 1968 |
| STERBEORT | Wien |