Gut Ullenhausen
Das Gut Ullenhausen liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Extertal im Nordosten des ostwestfälischen Kreises Lippe in Nordrhein-Westfalen. Das Hauptgebäude und das Speichergebäude des Gutes stehen unter Denkmalschutz.
Geschichte[Bearbeiten]
Das Gut Ullenhausen, ein ehemaliges Adelsgut, wurde im Jahre 1557 angelegt.<ref>Dehio, Georg, unter wissenschaftlicher Leitung von Ursula Quednau: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Nordrhein-Westfalen II Westfalen. Deutscher Kunstverlag, Berlin/München 2011, ISBN 978-3-422-03114-2</ref> Es entstand an Stelle eines um 1240 gegründeten Benediktinerinnenklosters. Das in Ullenhausen gegründete Kloster war zunächst recht bedeutend, im Laufe der Zeit wurde der Konvent aber immer kleiner und bestand 1407 nur noch aus fünf Personen. Nachdem das Kloster im 15. Jahrhundert aufgelöst wurde verfielen die Klostergebäude und das Anwesen ging in den Besitz der Augustiner-Eremiten in Herford über. Durch Graf Simon V. wurde das ehemalige Kloster schließlich an die aus Alverdissen stammende Familie Werpup als Lehen übertragen – das Gut Ullenhausen entstand. Von 1557 bis 1700 wurde das Gut durch die Familie Werpup betrieben. Von 1704 bis 1798 war das Gut im Besitz der Familie des königlich, großbritischen Hauptmanns von Alten, die es 1798 wiederum an eine Familie Cordemann verkaufte. 1937 erwarb Heinrich Braband das Gut, dessen Familie das Gut bis heute bewirtschaftet.
Gebäude[Bearbeiten]
Das Hauptgebäude des Gutes, ein Steinbau mit steilem Giebel und Pfostenfenstern, wurde 1596 erbaut.<ref>Dehio, Georg, unter wissenschaftlicher Leitung von Ursula Quednau: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Nordrhein-Westfalen II Westfalen. Deutscher Kunstverlag, Berlin/München 2011, ISBN 978-3-422-03114-2</ref> Der rückwärtige Giebel und teilweise die Hoffront wurden im 19. Jahrhundert mit Fachwerk versehen. Das gegenüberliegende Speichergebäude aus Bruchsteinen mit Fachwerk wurde in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts als Pendant errichtet. Ein Fachwerkstall trägt die Jahreszahl 1746.
Literatur[Bearbeiten]
- Georg Dehio, unter wissenschaftlicher Leitung von Ursula Quednau: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Nordrhein-Westfalen II Westfalen. Deutscher Kunstverlag, Berlin/München 2011, ISBN 978-3-422-03114-2
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Augustdorf: Jagdschloss Lopshorn
Bad Salzuflen: Burg Gestingen (abgegangen) | Burg Nyggenborch (abgegangen) | Gut Papenhausen | Bauernburg Schwaghof | Gut Steinbeck | Schloss Stietencron | Gut Sylbach
Barntrup: Schloss Alverdissen | Schloss Barntrup | Gut Mönchshof | Gut Oesteröden | Gut Wierborn
Blomberg: Burg Blomberg | Gut Lüdershof | Wasserschloss Reelkirchen
Detmold: Gut Braunenbruch | Burgruine Falkenburg | Fürstliches Residenzschloss | Grotenburg | Gut Herberhausen | Rittergut Hornoldendorf | Neues Palais | Gut Röhrentrup
Dörentrup: Burg Alt-Sternberg | Piepenkopf | Schloss Wendlinghausen
Extertal: Burg Bösingfeld (abgegangen) | Gut Rickbruch | Gut Schönhagen | Burg Sternberg | Uffoburg (abgegangen) | Gut Ullenhausen
Horn-Bad Meinberg: Burg Horn | Gut Rothensiek
Kalletal: Schloss Heidelbeck | Gut Niederntalle | Gut Röntorf | Stöckerscher Hof | Schloss Varenholz
Lage: Alte Burg | Schloss Iggenhausen | Gut Schackenburg | Bauernburg Stapelage | Gut Stapelage
Lemgo: Schloss Brake
Leopoldshöhe: Gut Niederbarkhausen | Gut Eckendorf | Domäne Dahlhausen | Gut Hovedissen
Lügde: Bomhof | Herlingsburg | Burg Schildberg (abgegangen)
Oerlinghausen: Gut Menkhausen | Sachsenlager
Schieder-Schwalenberg: Alt-Schieder | Herlingsburg | Rodenstatt | Schloss Schieder | Burg Schwalenberg | Schloss Wöbbel
Schlangen: Burgruine Kohlstädt | Jagdschloss Oesterholz
Koordinaten: 52° 2′ 31,6″ N, 9° 5′ 58,2″ O
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