Hölderlin-Ring
Der Hölderlin-Ring ist ein Kulturpreis, der in den Jahren 2010 bis 2016 sechsmal von dem Verein Hölderlin-Nürtingen e. V. an Personen vergeben wurde, die sich um Friedrich Hölderlin und sein Werk besonders verdient gemacht hatten. Die Auszeichnung wurde nicht finanziell vergütet. Die Preisträger erhielten den aus Silber gefertigten Hölderlin-Ring.
Der Initiator und Stifter der Auszeichnung war der Goldschmied Jürgen Gairing aus Nürtingen, der den Ring auch selbst gestaltete und anfertigte.<ref>Hölderlin-Ring 2016: Navid Kermani hoelderlin-nuertingen.de</ref> Jürgen Gairing, der auch Stadtrat war, starb im Jahr 2017.<ref>Ein Nürtinger mit Herzblut: Zum Tode von Jürgen Gairing Nürtinger Zeitung, 7. Juni 2017.</ref> Seither wurde der Hölderlin-Ring nicht mehr vergeben. Auf der Internetseite des Vereins Hölderlin-Nürtingen ist bisher nicht die Rede davon, dass die Vergabe des Hölderlin-Rings beendet worden sei (Stand Juli 2023).<ref>Webseite zum Hölderlin-Ring auf hoelderlin-nuertingen.de, abgerufen am 13. Juli 2023.</ref>
Preisträger[Bearbeiten]
Quelle:<ref>Webseite zum Hölderlin-Ring auf hoelderlin-nuertingen.de und die dort verlinkten Seiten zu den Preisträgern.</ref>
- 2010: Barbara Leib-Weiner
- 2011: Angela Wagner-Gnan
- 2012: Bernhard Hurm, Schauspieler und Intendant des Theaters Lindenhof in Melchingen
- 2013: Peter Härtling für seinen 1976 erschienenen Roman Hölderlin
- 2014: Christa Kożik und Herrmann Zschoche für den Film Hälfte des Lebens (1985), der zehn Lebensjahre Hölderlins darstellt. Kozik schrieb das Drehbuch, Zschoche führte Regie.
- 2016: Navid Kermani für seine Frankfurter Poetik-Vorlesung mit dem Titel Über den Zufall. Jean Paul, Hölderlin und der Roman, den ich schreibe (2010) und für seinen Roman Dein Name (2011)
Rezeption[Bearbeiten]
Der Hölderlin-Ring wurde nicht nur in der lokalen Presse beachtet. Beispielsweise berichteten im Jahr 2014 die Potsdamer Neuesten Nachrichten<ref>Hölderlin-Ring für Christa Kozik und Herrmann Zschoche. Potsdamer Neueste Nachrichten, 18. Januar 2014.</ref> und das Filmmuseum Potsdam<ref>Herrmann Zschoche und Christa Kozik erhalten Hölderlin-Ring. Filmmuseum Potsdam, zitiert auf filmportal.de, 20. Januar 2014.</ref> im Vorfeld über die Preisvergabe an die beiden Filmschaffenden, die Stuttgarter Zeitung<ref>Im „Überraschungsei“ steckt ein Ring stuttgarter-zeitung.de, 24. Januar 2014.</ref> und die überregionale Tageszeitung nd<ref>Preis für Kożik und Zschoche: Hölderlin-Ring verliehen nd-aktuell.de, 28. Januar 2014.</ref> berichteten nach der Veranstaltung. Der Hölderlin-Ring 2014 ist in der Filmdatenbank der DEFA-Stiftung vermerkt.<ref>Hälfte des Lebens Angaben zum Film in der Filmdatenbank der DEFA-Stiftung.</ref> Ende 2020 wurde der Hölderlin-Ring in einem Artikel der Märkischen Allgemeinen über Christa Kozik erwähnt.<ref>„Ich bin ein Widerspruch“: Die Potsdamer Autorin Christa Kožik wird 80 Märkische Allgemeine, 31. Dezember 2020.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Friedrich Hölderlin zu Ehren: Hölderlin-Ring hoelderlin-nuertingen.de
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />