Habernis
Habernis ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine kleine Halbinsel mit einem gleichnamigen Dorf am südlichen Eingang der Flensburger Förde, das zu Steinberg gehört.
Lage[Bearbeiten]
Der drei Kilometer lange Habernisser Küstenabschnitt beginnt bei Neukirchen und führt bis nach Norgaardholz. Die Halbinsel liegt zum einen am Eingang der Außenförde<ref>Vgl. Habernis, Anfahrtsbeschreibung, abgerufen am: 14. März 2015 sowie Gundula Hubrich-Messow: Sagen und Märchen aus Angeln, Husum 1987, Seite 74</ref> und zum anderen am Rande der Geltinger Bucht, wo sich die sogenannte Geltinger Birk befindet. Die Ostseesturmflut von 1872 verwandelte Habernis kurzzeitig zu einer Insel. Bei der Huk, einem Vorsprung an der Steilküste, existieren daher heutzutage zum Schutz Deiche.<ref>Flensburger Tageblatt: Habernis: Von der Huk in die Grüfft, vom: 12. August 2011; abgerufen am: 9. August 2018</ref><ref>Habernis, Anfahrtsbeschreibung, abgerufen am: 14. März 2015</ref>
Namensherkunft[Bearbeiten]
Die Benennung des Ortes Habernis begründet eine alte Sage mit Begebenheiten eines Grenzstreites vom Anfang des 16. Jahrhunderts. Bei Habernis stießen die Ländereien von Steinberg und Quern aneinander. Sowohl die Bewohner des Kirchspiels Steinberg als auch des Kirchspiels Quern ließen in der Waldgegend der Halbinsel ihr Vieh weiden, was zu häufigen Grenzstreitigkeiten führte. Eines Tages soll der Steinberger Hirte seinen Querner Berufskollegen Nis erschlagen haben, weshalb sich sodann die Bauern von Steinberg und Quern trafen, um den Streit zu beenden. Man vereinbarte, dass die Querner das Gebiet erhalten sollten und dabei fiel die Feststellung: „Das sollt ihr Haben für den Nis.“, woraus der Name „Habernis“ entstanden sei.<ref>Gundula Hubrich-Messow: Sagen und Märchen aus Angeln, Husum 1987, Seite 74</ref><ref>Flensburger Tageblatt: Habernis: Von der Huk in die Grüfft, vom: 12. August 2011; abgerufen am: 9. August 2018</ref>
Anfang des 16. Jahrhunderts existierte tatsächlich ein Streit um die Kirchspielzugehörigkeit von Habernis. Im Jahr 1511 verzichteten schließlich die Steinberger auf Habernis, so dass danach Habernis zum Kirchspiel Quern gehörte.<ref>Hans Nicolai Andreas Jensen: Angeln. Zunächst für die Angler historisch beschrieben, Flensburg 1844, S. 352</ref> Das Wort „Nis“ kommt in der Gegend von Angeln mehrfach in Ortsnamen vor. Es bedeutet Nase beziehungsweise Landzunge.<ref>Otto Clausen: Flurnamen Schleswig-Holsteins, Artikel: Nis</ref> Nis ist zudem nicht nur der Name eines Menschen, sondern auch der Name eines Geschöpfes namens Nis, wie bei der Namenssage von Holnis. Vermutlich bedeutet der Name Habernis so viel wie „Landnase“ auf der „Hafer“ wächst, also wörtlich „Hafernase“.<ref>Flensburger Tageblatt: Habernis: Von der Huk in die Grüfft, vom: 12. August 2011; abgerufen am: 9. August 2018</ref> Tatsächlich war Habernis ursprünglich nur eine Wildnis, in der sich erst nach und nach Menschen ansiedelten. Mitte des 19. Jahrhunderts bestanden in Habernis 7 größere und 4 kleinere Landstellen, die sich im Besitz Adliger befanden. Eine dieser Parzellen gehört den adligen Ohrfeldern und die restlichen den adligen Norgaardern.<ref>Hans Nicolai Andreas Jensen: Angeln. Zunächst für die Angler historisch beschrieben, Flensburg 1844, S. 352</ref> Des Weiteren gehörte Habernis zu dieser Zeit zum Steinbergholzer Schuldistrikt.<ref>Hans Nicolai Andreas Jensen: Angeln. Zunächst für die Angler historisch beschrieben, Flensburg 1844, S. 355</ref> Im 20. Jahrhundert wurden Quern Teil der Gemeinde Steinbergkirche. Habernis gehört heute zur Gemeinde Steinberg. Zusammen sind Steinberg und Steinbergkirche heute Gemeinden des Amtes Geltinger Bucht. Habernis verblieb aber jenseits dieser Zugehörigkeiten in der Kirchengemeinde Quern-Neukirchen, die neben der Kirchengemeinde Steinberg weiterbesteht.<ref>Vgl. zu den Kirchspielzugehörigkeiten: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Gemeinde Steinbergkirchen, Kirchengemeinden ( des Vorlage:IconExternal vom 4. September 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. sowie Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Das Kirchspiel Quern ( des Vorlage:IconExternal vom 19. März 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., jeweils abgerufen am: 9. August 2018</ref>
Habernis heute[Bearbeiten]
Habernis ist heute Teil des Landschaftsschutzgebietes Flensburger Förde.<ref>Flensburger Tageblatt: Habernis: Von der Huk in die Grüfft, vom: 12. August 2011; abgerufen am: 9. August 2018</ref> Das Habernisser Moor durchfließt die Habernisser Au. Im Randbereich von Habernis entspringt die artesische Quelle Wolsroi (Lage
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}}), ein Geotop des Kreises Schleswig-Flensburg.<ref>Habernisser Moor, vom: 9. August 2018</ref> 600 Liter Wasser entspringen der Quelle pro Minute. Der Wanderweg Fördesteig, der vom Leuchtturm Falshöft bis nach Flensburg reicht, führt durch das besagte Moorgebiet.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Fördesteig ( des Vorlage:IconExternal vom 18. März 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., S. 26 f.</ref> Die Habernisser Küste besteht nicht nur aus einem ein bis zehn Meter hohen Kliff<ref>Flensburger Tageblatt: Habernis: Von der Huk in die Grüfft, vom: 12. August 2011; abgerufen am: 9. August 2018</ref> sondern auch aus einem Naturstrand, der etwas steiniger als andere Strände ist.<ref>Habernis – ein Kleinod an der Flensburger Förde, abgerufen am: 9. August 2018</ref> 2011 wurde von der Gemeinde zudem ein Strandabschnitt als „Habernisser Hundestrand“ ausgewiesen.<ref>Flensburger Tageblatt: Strand frei für Hunde und Pferde, vom: 27. September 2011; abgerufen am: 9. August 2018</ref>
Das Dorf Habernis besteht aus nur wenigen verstreuten Häusern.<ref>Flensburger Tageblatt: Habernis: Von der Huk in die Grüfft, vom: 12. August 2011; abgerufen am: 9. August 2018</ref> Die Gegend von Habernis hat sich auf Touristen eingestellt. Der Ostseeküsten-Radweg führt entlang der Küstenabschnitts von Habernis.<ref>Flensburger Tageblatt: Ostseeküsten-Radweg: Bei Habernis soll ein Grillplatz entstehen, vom: 22. Juni 2012; abgerufen am: 9. August 2018</ref> Bei Habernis existiert der Campingplatz Habernis mit 85 Stellplätzen.<ref>Campingplatz Habernis, abgerufen am: 9. August 2018</ref><ref>Flensburger Tageblatt: Habernis: Von der Huk in die Grüfft, vom: 12. August 2011; abgerufen am: 9. August 2018</ref> Außerdem gibt es mehrere Ferienwohnungen bei Habernis. Beim Campingplatz befindet sich der Imbiss-Kiosk.<ref>Flensburger Tageblatt: Ostseeküsten-Radweg: Bei Habernis soll ein Grillplatz entstehen, vom: 22. Juni 2012; abgerufen am: 9. August 2018</ref> 2013 wurde auch ein Strandcafé bei Habernis eingerichtet.<ref>Flensburger Tageblatt: Steinberg: Strandrose in Habernis erwartet die ersten Gäste, vom: 7. Juni 2013 sowie Neues Gastronomienangebot: Strandrose in Habernis erwartet erste Gäste, vom: 8. Juni 2013; jeweils abgerufen am: 9. August 2018</ref> Auch eine Grillmöglichkeit wurde offenbar bei Habernis eingerichtet.<ref>Flensburger Tageblatt: Ostseeküsten-Radweg: Bei Habernis soll ein Grillplatz entstehen, vom: 22. Juni 2012; abgerufen am: 9. August 2018</ref> Einmal im Jahr findet im Übrigen ein Oldtimer-Treffen rund um die Schleuse von Habernis statt.<ref>Flensburger Tageblatt: Landwirtschaft anno dazumal, vom: 17. Juni 2011; abgerufen am: 9. August 2018</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Weblinks[Bearbeiten]
Koordinaten: 54° 47′ 42″ N, 9° 47′ 11,2″ O
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