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Habichtskräuter

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Habichtskräuter
Datei:Hieracium villosum.jpg

Untergattung Hieracium: Zottiges Habichtskraut (Hieracium villosum)

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Cichorioideae
Gattung: Habichtskräuter
Wissenschaftlicher Name
Hieracium
L.

Die Habichtskräuter (Hieracium) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Gattung umfasst sehr viele Arten (siehe unten) mit zahlreichen Unterarten, die teilweise sehr schwer zu bestimmen sind. Durch unterschiedliche Fortpflanzungs- und Kreuzungsmöglichkeiten ist auch die Einordnung schwierig.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Illustration Hieracium umbellatum0.jpg
Untergattung Hieracium: Illustration vom Doldigen Habichtskraut (Hieracium umbellatum)
Datei:Hieracium amplexicaule0.jpg
Untergattung Hieracium: Stängelumfassendes Habichtskraut (Hieracium amplexicaule)
Datei:Hieracium bupleuroides 2.jpg
Untergattung Hieracium: Hasenohr-Habichtskraut (Hieracium bupleuroides)
Datei:Hieracium humile (Kleinwuchs-Habichtskraut) IMG 26554.jpg
Untergattung Hieracium: Niedriges Habichtskraut (Hieracium humile)
Datei:Hieracium aurantiacum Saarland 07.jpg
Untergattung Pilosella: Orangerotes Habichtskraut (Hieracium aurantiacum)
Datei:Habichtkraut Liuthalas 020709-1.JPG
Untergattung Pilosella: Geöhrtes Habichtskraut (Hieracium lactucella)
Datei:Hieracium peleterianum18.jpg
Untergattung Pilosella: Peletiers Habichtskraut (Hieracium peleterianum)
Datei:Hieracium pilosella 290807a.jpg
Untergattung Pilosella: Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)

Manche Habichtskräuter (Hieracium) sehen dem Pippau (Crepis) ähnlich.

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Habichtskraut-Arten sind meist ausdauernde krautige Pflanzen, die je nach Art Wuchshöhen von selten 5 bis meist 20 bis 150 Zentimetern erreichen. Sie bilden meist Pfahlwurzeln, manchmal bilden sie Ausläufer (Stolonen). Die einfachen oder verzweigten Stängel sind meist aufrecht. Die gestielten oder ungestielten Laubblätter stehen oft in grundständigen Rosetten zusammen und sind an den Stängeln verteilt. Die Blattspreiten sind einfach bis fiederteilig. Die Blattränder können glatt oder gezähnt sein.

Pflanzen der Untergattung Pilosella haben häufig Ausläufer, die Blätter sind ganzrandig oder schwach gezähnelt und die Blattspreite verschmälert sich am Grund allmählich in den Blattstiel. Hingegen sind Pflanzen von Hieracium s. str. stets ohne Ausläufer, die Blätter sind oft gezähnt und haben einen keiligen, gestutzten, herzförmigen oder abgerundeten Spreitengrund.<ref name="Rothmaler2021">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783662610107 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blütezeit reicht von Mai bis August. Die körbchenförmigen Blütenstände stehen manchmal einzeln oder meist in verzweigten Gesamtblütenständen. Die Blütenkörbchen weisen einen Durchmesser von 3 bis 9 (selten bis mehr als 12) Millimetern auf. Die 5 bis 21 (selten bis mehr als 40) Hüllblätter stehen in mindestens zwei Reihen. Der Blütenstandsboden ist flach. Die Blütenkörbchen enthalten nur sechs bis über 150 Zungenblüten. Die Farbe der fünfzipfeligen Zungenblüten ist meist gelb, manchmal weiß oder gelblichweiß, selten orangefarben.

Die Achänen sind meist rotbraun oder schwarz mit meist zehn Rippen. Der Pappus besteht aus 20 bis 80 weißen Borstenhaaren, die mehr oder weniger gleich oder ungleich sind; sie können in ein, zwei oder mehr Reihen stehen. Bei Hieracium s. str. sind die Früchte (2,5–)3–5 mm lang. Ihre Rippen verschmelzen oben in einen ringförmigen, ungezähnten Wulst, während bei den 1–2,5 mm langen Früchten der Untergattung Pilosella jede Rippe oben in einem kurzen, zahnartigen Vorsprung endet.<ref name="Rothmaler2021" />

Verbreitung[Bearbeiten]

Hieracium-Arten finden sich in Europa, Nordasien wie auch in Amerika.

Systematik[Bearbeiten]

Der Gattungsname Hieracium wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum<ref name="SpPl" /> erstveröffentlicht. Als Lectotypus wurde 1913 Hieracium murorum festgelegt. Synonyme für Hieracium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. sind Stenotheca Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Monnier sowie Pilosella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hill.

Namensgebung[Bearbeiten]

Das griechische Wort hierax bezeichnet einen Habicht oder Falken und bezieht sich vermutlich auf die Enden der Zungenblüten, die Habichtschwingen ähneln. Auch sollen die Kräuter auf hohen Felsen wachsen, die nur für Habichte erreichbar sind. Der Sage nach sollen Habichte mit dem Milchsaft ihre Augen schärfen.

Arten (Auswahl)[Bearbeiten]

Je nach zugrunde gelegtem Artbegriff werden etwa 850 bis 1000 Arten unterschieden.<ref name="Bildatlas" /> In Deutschland kommen davon etwa 180 Arten vor.<ref name="Standardliste" />

Die Gattung der Habichtskräuter (Hieracium) wird üblicherweise in zwei Untergattungen aufgeteilt, die aber auch oft als getrennte Gattungen, Hieracium s. str. und Pilosella, behandelt werden:<ref name="Rothmaler2-20" />

Echte Habichtskräuter (Hieracium subgen. Hieracium) (Auswahl)[Bearbeiten]

Mausohr-Habichtskräuter (Hieracium subgen. Pilosella) (Auswahl)[Bearbeiten]

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Einige neu beschriebene Arten wurden noch nicht in eine der Untergattungen zugeordnet. Zu ihnen zählen:

Nicht zu Hieracium s. str. und Pilosella gehören:

Quellen[Bearbeiten]

  • John L. Strother: Hieracium. In: (efloras.org, Abschnitt Beschreibung)
  • Siegfried Bräutigam & Werner Greuter: Hieracium. und Pilosella. In: – (Hieracium), S. 559–674 (Pilosella)
  • Siegfried Bräutigam, Werner Greuter: Hieracium. In: Werner Greuter, Eckhard von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2007–2009 (ww2.bgbm.org).
  • Siegfried Bräutigam, Werner Greuter: Pilosella. In: Werner Greuter & Eckhard von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2007–2009 (ww2.bgbm.org).
  • David Aeschimann, Konrad Lauber, Daniel Martin Moser, Jean-Paul Theurillat: Flora alpina. Ein Atlas sämtlicher 4500 Gefäßpflanzen der Alpen. Band 1–3. Haupt Verlag, Bern, Stuttgart, Wien 2004, ISBN 3-258-06600-0.
  • Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen. Mosaik, München 1996, ISBN 3-576-10558-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="SpPl"> Carl von Linné: Species Plantarum. Band 2, 1753, S. 799, Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.biodiversitylibrary.org%2Fpage%2F358820%23241~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D. </ref> <ref name="Bildatlas"> </ref> <ref name="Standardliste"> Rolf Wisskirchen, Henning Haeupler: Standardliste der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands mit Chromosomenatlas. Eugen Ulmer, Stuttgart 1998, ISBN 3-8001-3360-1. </ref> <ref name="Rothmaler2-20"> </ref> <ref name="Euro+Med">Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). – In: W. Greuter & E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Hieracium In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Habichtskräuter (Hieracium) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Habichtskraut – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen