Hakan Fidan
Hakan Fidan (* 17. Juli 1968<ref>Üçlü zirve sonrası İsveç'e NATO mesajı: Güvenilir bir müttefik olacağını bilmeliyiz. 6. Juli 2023, abgerufen am 6. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> in Ankara) ist ein türkischer Politiker (AKP) und seit Juni 2023 der türkische Minister für auswärtige Angelegenheiten. Fidan gilt als Transatlantiker innerhalb der Regierungspartei AKP.<ref>Susanne Güsten: Neuer Außenminister der Türkei: Wer ist Erdoğans Vertrauter Hakan Fidan? In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 6. Juni 2023]).</ref><ref>Jürgen Gottschlich: Erdoğan überraschte mit seiner Ministerauswahl. In: Der Standard. 4. Juni 2023, abgerufen am 6. Juni 2023.</ref>
Karriere[Bearbeiten]
Fidan ist väterlicherseits kurdischer Abstammung.<ref>Gerd Höhler: Türkei: Erdogans neuer Außenminister Hakan Fidan – Der Mann, der alles weiß. 7. Juni 2023, abgerufen am 16. Juli 2024.</ref><ref>Türkischer Außenminister: Der Mann im Halbschatten. 9. Juni 2023, abgerufen am 14. Juli 2024.</ref><ref>Neuer Außenminister: Der Mann, der Erdogans Geheimnisse hütet - WELT. 8. Juni 2023, abgerufen am 15. Juli 2024.</ref><ref>Dilan Tas, für ORF.at: 100 Jahre Türkei: Kurden, Flüchtlinge und Lausanne. 22. Juli 2023, abgerufen am 15. Juli 2024.</ref> Fünfzehn Jahre, von 1986 bis 2001, diente er als Soldat in der türkischen Armee, zuletzt als Unteroffizier. Kurzfristig war er bei der Schnellen Eingreiftruppe der NATO in Deutschland stationiert.<ref name="welt157408561">Stefan Aust, Dirk Laabs: Erdogans seltsamer Freund. In: Die Welt. 31. Juli 2016, abgerufen am 7. Juni 2023.</ref> Er absolvierte zwei Studiengänge, Management an der Universität Maryland und einen Masterabschluss in Politikwissenschaften an der Bilkent-Universität mit Promotion. Er war von 2003 bis 2007 Leiter des Türkischen Präsidiums für Internationale Kooperation und Koordination, der staatlichen Entwicklungshilfeorganisation. Im November 2007 wurde er zum stellvertretenden Unterstaatssekretär im Ministerpräsidium Erdoğans ernannt.<ref>Hakan Fidan kimdir? Özgeçmişinde neler var? İşte engenç MİT Başkanı'nın özgeçmişi. In: Vatan. 11. Februar 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 7. Juni 2023.</ref> Von Mai 2010 an war er Leiter des türkischen Inlandsgeheimdienstes Millî İstihbarat Teşkilâtı.<ref name="welt157408561" /> Fidan strukturierte die Behörde sofort um, machte sie noch mächtiger, indem er dem MİT auch den militärischen Geheimdienst einverleibte. Am 7. Februar 2015 trat er von dieser Position zurück, um für die AKP bei den Wahlen zum türkischen Parlament zu kandidieren.<ref>Orhan Coskun: Turkish spymaster Fidan quits to contest parliamentary election:... In: U.S. (reuters.com [abgerufen am 23. August 2018]).</ref> Am 9. März 2015 widerrief er seine Kandidatur und sein Beitrittsgesuch AKP und erhielt seinen früheren Posten zurück.<ref>Hakan Fidan adaylığını geri çekti. Abgerufen am 12. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Am 2. Juni 2023 wurde er zum Außenminister der Türkei ernannt. Parallel dazu trat er in die AKP ein.<ref>AK PARTİ | 67. Hukumet. Abgerufen am 12. August 2026.</ref>
Kontroversen[Bearbeiten]
- Kurz nach seiner Ernennung zum Leiter des MİT warf ihm der israelische Geheimdienst Mossad vor, sensible Erkenntnisse des amerikanischen Bündnispartners CIA an den Iran verraten zu haben.<ref name="welt157408561" />
- 2009 wurde Fidan Sondergesandter von Ministerpräsident Erdoğan bei den geheimen Friedensverhandlungen mit der bewaffneten Terrororganisation PKK in Oslo und nahm an einem Gespräch mit Abdullah Öcalan teil.<ref>Profile: Turkey’s ‘secret-keeper’ Hakan Fidan. Low-profile Turkish intelligence chief seen as driving force behind the state’s clandestine peace talks with the PKK. In: Al Jazeera. 22. März 2013, abgerufen am 6. Oktober 2023.</ref><ref>Investigation of Turkish Intelligence head won’t proceed, says prosecutor. In: Hurriyet. 22. März 2013, abgerufen am 6. Oktober 2023.</ref>
- Im Juli 2026 bezeichnete er in einem Interview mit CNN Türk Israel als „gemeinsames Problem der Menschheit“. „Diese Menschen sind zu einer Last geworden, die die Menschheit nicht länger tragen kann“.<ref>Nato-Gastgeber Türkei nennt Israelis „Last für die Menschheit“ – Bundesregierung schweigt</ref> Ende Juni hatte die israelische Regierung auf Vorschlag von Außenminister Gideon Sa’ar den unter Verantwortung des Osmanischen Reichs im Ersten Weltkrieg begangenen Völkermord an den Armeniern einstimmig offiziell als solchen anerkannt.<ref>Israels Regierung erkennt Völkermord an Armeniern an</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Seymour M. Hersh: „The Red Line and the Rat Line“, London Review of Books, 6. April 2014
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Bekir Sami Kunduh | Ahmet Muhtar Mollaoğlu | Yusuf Kemal Tengirşenk | İsmet İnönü | Şükrü Kaya | Tevfik Rüştü Aras | Şükrü Saracoğlu | Numan Menemencioğlu | Hasan Saka | Necmettin Sadak | Mehmet Fuat Köprülü | Adnan Menderes | Fatin Rüştü Zorlu | Mehmet Fuat Köprülü | Ethem Menderes | Selim Rauf Sarper | Feridun Cemal Erkin | Hasan Esat Işık | İhsan Sabri Çağlayangil | Osman Olcay | Haluk Bayülken | Turan Güneş | Melih Rauf Esenbel | İhsan Sabri Çağlayangil | Ahmet Gündüz Ökçün | İhsan Sabri Çağlayangil | Ahmet Gündüz Ökçün | Hayrettin Erkmen | İlter Türkmen | Vahit Melih Halefoğlu | Mesut Yılmaz | Ali Bozer | Ahmet Kurtcebe Alptemoçin | Safa Giray | Hikmet Çetin | Mümtaz Soysal | Murat Karayalçın | Erdal İnönü | Coşkun Kırca | Deniz Baykal | Emre Gönensay | Tansu Çiller | İsmail Cem | Şükrü Sina Gürel | Yaşar Yakış | Abdullah Gül | Ali Babacan | Ahmet Davutoğlu | Mevlüt Çavuşoğlu | Feridun Sinirlioğlu | Mevlüt Çavuşoğlu | Hakan Fidan
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fidan, Hakan |
| KURZBESCHREIBUNG | türkischer Diplomat und Leiter des türkischen Inlandsgeheimdienstes MİT |
| GEBURTSDATUM | 17. Juli 1968 |
| GEBURTSORT | Ankara |