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Hanfried Helmchen

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Hanfried Helmchen (* 12. Juni 1933 in Berlin<ref>Justin Westhoff: Emeritierung eines führenden Psychiaters. idw - Informationsdienst Wissenschaft, 20. März 2000 (online).</ref>) ist ein deutscher Mediziner und Hochschullehrer. Er war von 1971 bis 1999 ordentlicher Professor für Psychiatrie an der Freien Universität Berlin (FU Berlin); seit 1999 ist er Emeritus.

Leben[Bearbeiten]

Hanfried Helmchen, Sohn von Eva Helmchen, geborener Breest, und des bis 1933 als Mitarbeiter des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Hirnforschung in Berlin-Buch tätigen Arztes Helmut Helmchen († 1951),<ref>Erdmann Fähndrich: Interview Prof. Dr. med. Hanfried Helmchen. In: Zeitschrift für Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie. Jahrgang 62, Nr. 4, Oktober 2014, S. 291–296, hier: S. 291.</ref> studierte von 1950 bis 1955 Medizin in Berlin und Heidelberg und wurde 1956 mit einer Dissertation am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg zum Dr. med. promoviert. Im Jahr 1965 kam er als Oberarzt an die Psychiatrische Klinik der Freien Universität Berlin, wo er sich 1967 habilitierte. Ab 1971 war er als ordentlicher Professor für Psychiatrie und Direktor der Psychiatrischen Klinik der FU Berlin tätig. Helmchen publizierte in internationalen Fachzeitschriften, seine Arbeitsgebiete umfassten Epilepsie, Depressionen, Therapieforschung, psychische Störungen im Alter und Demenzerkrankungen; Helmchen beteiligte sich an der Berliner Altersstudie. Er war u. a. von 1973 bis 1975 Vorsitzender der Deutschen Sektion der Internationalen Liga gegen Epilepsie (seit 2004: Deutsche Gesellschaft für Epileptologie). 1979/1980 war er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Nervenheilkunde.

Helmchen wurde 1993 zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt.<ref>Mitgliedseintrag von Hanfried Helmchen (mit Bild und CV) bei der Deutschen Akademie der Naturforscher LeopoldinaVorlage:Abrufdatum</ref> Er war Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften sowie Berater der Weltgesundheitsorganisation. Er leitete von 1983 bis 1994 die Ethikkommission des Virchowklinikums und das Ethikkomitee der World Federation of Societies of Biological Psychiatry und ist Mitglied der Akademie für Ethik in der Medizin.

Forschung und Lehre[Bearbeiten]

Hanfried Helmchen erforschte unter anderem die Depression und beschäftigte sich mit der Methodik psychiatrischer Therapieforschung und Fragen der ärztlichen Ethik. In Zusammenarbeit mit Hans Lauter, Siegried Kanowski und Eva-Maria Neumann publizierte er 2006 das Standardwerk Ethik in der Altersmedizin.

„Das Buch zeigt Lösungswege für konkrete ethische Fragestellungen auf, etwa zum Umgang mit Demenzkranken, Sterbehilfe, Patientenverfügung und Forschung an alten Menschen.“

– Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rezension in: Deutsches Ärzteblatt

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • mit Norman Sartorius (Hrsg.): Ethics in Psychiatry: European Contributions. Springer Netherlands, Dordrecht 2010, ISBN 978-90-481-8720-1.
  • mit Fritz Henn, Hans Lauter und Norman Sartorius: Psychiatrie spezieller Lebenssituationen (= Psychiatrie der Gegenwart. Band 3). Springer, Berlin 2000, ISBN 3-540-65804-1.
  • mit Michael Linden und U. Rüger: Psychotherapie in der Psychiatrie. Springer, Berlin 1982.
  • mit O. J. Rafaelsen: Depression, Melancholie, Manie. 1982.
  • mit Bruno Müller-Oerlinghausen: Psychiatrische Therapieforschung. 1978.
  • mit E. Renfordt: Fernsehen in der Psychiatrie. 1978.
  • mit L. Diehl: Antiepileptische Langzeitmedikation. 1975.
  • mit H. Hippius: Entwicklungstendenzen biologischer Psychiatrie. 1975.
  • Bedingungskonstellationen paranoid-halluzinatorischer Syndrome. 1968.

Literatur[Bearbeiten]

  • Helmchen, Hanfried. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 490.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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