Zum Inhalt springen

Hanns Schimansky

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Hanns Schimansky bei Inga K.jpg
Hanns Schimansky (2023)

Hanns Schimansky (* 1949 in Bitterfeld) ist ein deutscher Zeichner, Druckgrafiker und ehemaliger Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten]

Hanns Schimansky wuchs in Stralsund und Rostock auf. Sein Vater war Elektroingenieur, seine Mutter Bibliothekarin und Buchhändlerin, beide Brüder Akademiker. Er studierte 1968–1972 Getreidewirtschaft an der Universität Rostock. 1972–1977 arbeitete er als Anbau-Agronom in der Getreidewirtschaft. Er hatte schon in der Schul- und Studienzeit intensiv gezeichnet und erhielt Anregungen durch Johannes Müller. Ab 1974 förderte ihn Gerhard Kettner, durch dessen Vermittlung er von 1977 bis 1980 Meisterschüler bei Karl Erich Müller an der Akademie der Künste der DDR war. Er hatte in der DDR und nach der deutschen Wiedervereinigung eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen u. a. 1990 in der Neuen Nationalgalerie Berlin; 1991 Musem Folkwang Essen; 1998 Sprengelmuseum Hannover; 2003 Staatliche Kunsthalle Karlsruhe; 2008 Gemeentemusem Den Haag und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. 1982/1983 und 1987/1988 an der IX. und X. Kunstausstellung der DDR in Dresden, 1989 Berlin, NGBK, Künstlerhaus Bethanien: Zwischenspiele; 1990 Grand Halle de la Vilette, Paris; School of the Museum of fine Arts, Boston; 1999 Kunst und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn; 2019, The Morgan Library and Museum, NewYork.

Von 1998 bis 2014 war Schimansky Professor für Zeichenung an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Er lebt krankheitsbedingt zurückgezogen in Berlin.

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Werk[Bearbeiten]

Hanns Schimansky zeichnete zunächst gegenständlich und beobachtete dabei alltägliche Situationen sowie Landschaften. Im Laufe der Jahre reduzierte er die Darstellung immer mehr und entwickelte aus der Abstraktion seine zeichnerische Sprache. Indem er begann, seine Zeichnungen während der Arbeit zu falten und am Ende der Arbeit teilweise wieder zu entfalten, entwickelte er zudem eine Dreidimensionalität der Zeichnung. Jan Brockmann, Kunsthistoriker und Gründungsdirektor des norwegischen Nationalmuseums für Gegenwartskunst in Oslo, hat Hanns Schimansky anlässlich der Verleihung des Hans-Theo-Richter-Preises der Sächsischen Akademie der Künste ein Porträt gewidmet, in dem er von ihren Zusammenarbeiten bei Ausstellungen berichtet und Schimanskys Kunst als „Balancekunst des Kindes“ charakterisiert, „mit einfachsten Mitteln, oft nur aufbauend auf dem Kontrast zwischen Schwarz und Weiß, Linie und Raum“.<ref>Jan Brockmann: Die goldenen Umwege des Zeichners. Hanns Schimansky. In: Sinn und Form 1/2016, S. 76–87.</ref>

Sitpendien und Auszeichnungen[Bearbeiten]

(Quelle: Kunsthochschule Weißensee<ref>Hanns Schimansky. In: Kunsthochschule Weißensee.</ref>)

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

(Quelle: Galerie Werner Klein<ref>Hanns Schimansky. In: Galerie Werner Klein, Köln.</ref>)

Publikationen[Bearbeiten]

  • Zeichnungen 1984–1994. Städtisches Museum Schloss Morsbroich, Leverkusen 1994.
  • nulla dies sine linea II. Sprengel Museum, Hannover 1998.
  • Soixante-quatorze dessins. Musée d’art et d’histoire, Neuchâtel, ISBN 2-88427-040-X.
  • Zeichnungen 1972–2001. Kunsthalle Rostock, 2000.
  • quellenfeld. Staatliche Kunsthalle, Karlsruhe 2003.
  • Drawings. Gemeentemuseum, Den Haag 2008.
  • Umprägung des Augenblicks, Zeichnungen und Faltungen 2010–2020, Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern 2021, ISBN 978-3-7319-1134-0.
  • Angela Krauß: Ich muß mein Herz üben. Gedichte. Zeichnungen von Hanns Schimansky. Insel-Bücherei Nr. 1315. ISBN 978-3-458-193159

Literatur[Bearbeiten]

  • Hanns Schimansky. Städtische Galerie, Albstadt 2001.
  • Schimansky, Hanns. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 827/828
  • Hanns Schimansky – Zeichnungen und Faltungen, Galerie Pankow, Berlin 2026, ISBN 978-3-00-086458-2

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Hanns Schimansky – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein