Hans Feddersen
Vorlage:Hinweisbaustein Hans Feddersen (* 17. Oktober 1949 in Ahrensburg;<ref Name="Kinghorn">Susann Kinghorn: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Der „Doc“ und die Plus. ( vom 14. Juli 2014 im Internet Archive) In: Namib Times vom 24. Juli 2013.</ref> † 15. Juli 2013 in Windhoek<ref name="Hofmann">Eberhard Hofmann: Ein Lehrer, Redakteur und Aktivist hinterlässt Spuren. In: Allgemeine Zeitung vom 26. Juli 2013.</ref>) war ein deutschsprachiger namibischer Journalist und Chefredakteur der Allgemeinen Zeitung.
Leben[Bearbeiten]
Feddersen wurde in Deutschland geboren und wanderte mit seinen Eltern 1953 ins südwestafrikanische Karibib aus. Nach dem Schulbesuch studierte Feddersen an der Randse Afrikaanse Universiteit in Johannesburg Germanistik und Mathematik<ref Name="Kinghorn" />. 1974 nahm er eine Tätigkeit als Lehrer in Otjiwarongo auf. 1976 wechselte er an die deutsche Schule in Karibib, wo er auch am damaligen Heimerzieherinnenseminar lehrte.<ref Name="Hofmann"></ref>
Im Dezember 1980 verließ Feddersen den Schuldienst und trat in die Redaktion der Windhoeker Allgemeinen Zeitung ein. Bereits im April des folgenden Jahres berief ihn der damalige Verleger, Diether Lauenstein, zum Chefredakteur. Diese Funktion hatte er bis zur Übernahme der Zeitung durch Dirk Mudge im Jahr 1995 inne. Weil er es für unvereinbar hielt, eine deutschsprachige Zeitung in einem afrikaanssprachigen Verlag herauszugeben, kündigte Feddersen.<ref Name="AZ, 16.7.13">Ex-AZ-Chefredakteur Hans Feddersen verstorben. In: Allgemeine Zeitung vom 16. Juli 2013.</ref> Im Mai 1995 gründete er das kostenlose wöchentliche Anzeigenblatt „PLUS“, das hauptsächlich in Deutsch erschien, aber auch Beiträge in Englisch und Afrikaans beinhaltete; auch hier wirkte Feddersen als Chefredakteur. Das Blatt befand sich von Anfang an in finanziellen Schwierigkeiten und musste deswegen 2007 eingestellt werden.<ref Name="AZ, 16.7.13" /> Auch Feddersens Versuch, mit dem Plus-Magazin eine Nachfolgepublikation zu etablieren, scheiterte nach kurzer Zeit.<ref name="Kinghorn" />
Feddersen war als Journalist nicht unumstritten. Er galt als „politisch eher rechts orientiert.“<ref name="Kinghorn" /> Seine Zeitung „PLUS“ veröffentlichte 2005 eine Anzeige, in der „Freude und Genugtuung“ über den Tod Simon Wiesenthals zum Ausdruck gebracht wurden. Hierfür entschuldigte sich Feddersen später.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Newspaper to apologise for ad attacking Nazi hunter. ( vom 14. Juli 2014 im Internet Archive) In: The Namibian vom 29. September 2005.</ref> Für Aufsehen hatte bereits Ende der 1980er Jahre, als Feddersen dort als Chefredakteur Verantwortung trug, eine in der Allgemeinen Zeitung veröffentlichte ganzseitige Traueranzeige für Rudolf Heß gesorgt.<ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Anmerkung der Redaktion zu einem Leserbrief, ( vom 14. Juli 2014 im Internet Archive) Allgemeine Zeitung vom 30. September 2005.</ref>
Zuletzt war Feddersen als Berater für die Hanns-Seidel-Stiftung tätig und hielt Seminare zur politischen Bildung.<ref Name="AZ, 16.7.13" />
Von 1978 bis 1980 war Feddersen Sekretär der Interessengemeinschaft Deutschsprachiger Südwester. Auch war er eine Zeitlang Mitglied des Stadtrates von Karibib. Des Weiteren übte er zahlreiche ehrenamtliche Funktionen aus und engagierte sich als Büttenredner im Windhoeker Karneval.<ref Name="Hofmann" />
Feddersens Grab befindet sich in Omaruru.<ref>Hitradio Namibia: Nachrichten am Morgen, 26. Juli 2013 (abgerufen am 3. Juli 2014).</ref>
Privates[Bearbeiten]
Feddersen war seit 1977 mit Silvelyn Feddersen verheiratet und hatte vier Kinder.<ref Name="Kinghorn" />
Literatur[Bearbeiten]
- Eberhard Hofmann: Ein Lehrer, Redakteur und Aktivist hinterlässt Spuren. In: Allgemeine Zeitung vom 26. Juli 2013.
- Susann Kinghorn: Der „Doc“ und die Plus. In: Namib Times vom 24. Juli 2013.
- Carsten von Nahmen: Deutschsprachige Medien in Namibia: Vom Windhoeker Anzeiger zum Deutschen Hörfunkprogramm der Namibian Broadcasting Corporation, 1898-1998. Namibia Wissenschaftliche Gesellschaft, Windhoek, 2001, ISBN 99916-40-24-X
Weblinks[Bearbeiten]
- Hans Feddersen. In: Namibiana Buchdepot: Who is who (abgerufen am 3. Juli 2014).
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Feddersen, Hans |
| KURZBESCHREIBUNG | namibischer Journalist |
| GEBURTSDATUM | 17. Oktober 1949 |
| GEBURTSORT | Ahrensburg |
| STERBEDATUM | 15. Juli 2013 |
| STERBEORT | Windhoek |