Hans Gabor
Hans Gabor (* 5. Juli 1919 in Budapest; † 6. September 1994 in Biarritz)<ref>Eintrag zu Hans Gabor im Austria-Forum (im Österreichischen Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik)</ref> war ein österreichischer Dirigent ungarischer Herkunft, der vor allem in Österreich wirkte und die Wiener Kammeroper gründete und leitete.
Biographie[Bearbeiten]
Gabor studierte an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest unter anderem bei Zoltán Kodály, Béla Bartók und János Ferencsik. 1946 übersiedelte er nach Wien, wo er die österreichische Staatsbürgerschaft erhielt, nachdem ihm durch den gescheiterten Ungarn-Aufstand vom Oktober 1956 der Zugang in seine Heimat verschlossen blieb.
1948 initiierte der Dirigent das Wiener Opern Studio, ein Gastspielensemble ohne eigenes Haus. Mit diesem unternahm er bis 1950 Tourneen in Österreich und im europäischen Ausland. Dabei wirkten unter anderem folgende Sänger mit: Walter Berry, Fritz Uhl und Eberhard Waechter.
1953 gründete er die Kammeroper, zunächst ein Ensemble ohne ständige Spielstätte, doch konnte über den Sommer das Schönbrunner Schlosstheater für Aufführungen herangezogen werden.
Seit 1961 konnte Gabor dann einen als Theater adaptierten Konzert- und Ballsaal des Hotel Post am Fleischmarkt nutzen.
1982 rief er den Belvedere-Gesangswettbewerb ins Leben, 1995 wurde dieser in Hans-Gabor-Belvedere-Gesangswettbewerb umbenannt.<ref>Hans Gabor Belvedere Singing Competition. Abgerufen am 4. Juni 2016.</ref>
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- 1970: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst<ref name="auszeichnungen"/>
- 1972: Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien<ref name="auszeichnungen"/>
- 1978: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse<ref name="auszeichnungen"/>
- 1990: Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich<ref name="auszeichnungen"/>
- 1992: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien<ref name="auszeichnungen">Hans Gabor, Auszeichnungen im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Wiener Kammeroper 1953–1993. Wien 1993, 63 S.
- Elisabeth Th. Hilscher-Fritz: Hans Gabor. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 2, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2003, ISBN 3-7001-3044-9.
Weblinks[Bearbeiten]
- Hans Gabor im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gabor, Hans |
| KURZBESCHREIBUNG | ungarisch-österreichischer Dirigent |
| GEBURTSDATUM | 5. Juli 1919 |
| GEBURTSORT | Budapest |
| STERBEDATUM | 4. September 1994 |
| STERBEORT | Biarritz |
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Dirigent
- Musiker (Wien)
- Professor (Berufstitelträger)
- Träger des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse
- Träger des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (1952)
- Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Wien
- Person (Budapest)
- Österreicher
- Ungar
- Geboren 1919
- Gestorben 1994
- Mann