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Hans Reichenbach (Mikrobiologe)

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Hans Reichenbach (* 10. Oktober 1936 in Karlsruhe; † 2. November 2018<ref>Traueranzeige. In: Braunschweiger Zeitung. 9. November 2018, abgerufen am 9. November 2018.</ref> in Wolfenbüttel) war ein deutscher Mikrobiologe und Naturstoff-Biologe.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Strukturformel für Epothilon A bzw. B

Reichenbach studierte Biologie, Chemie und Geographie in Karlsruhe, Kiel, München und Freiburg. 1961 erwarb er in Freiburg das Staatsexamen, 1965 promovierte er in Karlsruhe. Als Postdoktorand arbeitete er von 1966 bis 1968 bei M. Dworkin in Minneapolis, Minnesota und in Morgantown. Von 1968 bis 1975 war er Wissenschaftlicher Assistent bei Gerhart Drews an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, wo Reichenbach 1971 in Allgemeiner Mikrobiologie habilitierte.<ref name="HZI">@1@2Vorlage:Toter Link/www.helmholtz-hzi.deHZI-Forschungsbericht 2006/2007 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) (PDF, 8,3 MB), S. 59; abgerufen am 1. April 2014</ref>

Seit 1975 war Reichenbach bei der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung in Braunschweig beschäftigt (heute Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung). Dort war er bis 1984 Leiter der Abteilung für Mikrobiologie, ab 1994 der Abteilung für Biologie der Naturstoffe. Seit 1976 war er außerplanmäßiger Professor an der Universität Braunschweig. 2001 ging er in den Ruhestand.<ref name="HZI" />

Reichenbach beschrieb verschiedene Taxa, darunter die Flavobacteriaceae, Cytophaga aprica und Flexibacter elegans.

Gemeinsam mit Gerhard Höfle untersuchte er systematisch Sekundärmetabolite zahlreicher Bakterien, unter anderem von Myxobakterien. Dabei entdeckte er in dem Myxobakterium Sorangium cellulosum das erste Epothilon, eine Substanz aus einer Gruppe von 16-gliedrigen Macrolactonen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Neuer Wirkstoff gegen Krebs. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 7. April 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.helmholtz.de Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (helmholtz.de); abgerufen am 1. April 2014</ref> Die Substanzklasse hat eine zu Paclitaxel analoge Wirkung auf Tumorzellen, weshalb sie in der Krebsforschung und Krebstherapie eingesetzt wird.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Glückliche Odyssee der Forschung: Vom Myxobakterium zum Krebsmedikament. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.biotechnologie.de biotechnologie.de; abgerufen am 1. April 2014</ref>

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • The Flavobacterium-Cytophaga group, Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (Herausgeber), Weinheim, Verlag Chemie 1981
  • In Encyclopaedia Cinematographica: E 777: Archangium violaceum (Myxebacteriales) – Schwarmentwicklung und Bildung von Protocysten, Göttingen 1968, Institut für wissenschaftlichen Film

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

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Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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