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Hans Wunderer

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Datei:Pfaffenhofen-kirche-sakristei-wunderer.jpg
Inschrift an der Sakristei der Kirche in Pfaffenhofen, die Wunderer als Baumeister ausweist

Hans Wunderer (geboren vermutlich vor 1463 in Pfaffenhofen<ref name="Gradmann78">Eugen Gradmann: Gradmann Kunst Wanderungen in Wuerttemberg und Hohenzollern. Wilhelm Meyer-Ilschen, Stuttgart 1914, S. 78 (Textarchiv – Internet Archive).</ref> – nach 1526) war in der Zeit um 1500 ein Baumeister aus Pfaffenhofen.

Wirken[Bearbeiten]

Hans Wunderer war am 1463 begonnenen und nach 1495 abgeschlossenen Bau der Petruskirche in Gerlingen beteiligt,[2] wo sich sein Meisterschild am westlichen Schlussstein des Chors findet. Ebenso außen am 1505 ergänzten Chor der evangelischen Pfarrkirche in Zaberfeld.[1]

Sein Gesellenzeichen findet man an der 1515 erbauten Sakristei der Lambertuskirche in Pfaffenhofen, an der Sakristei der Laurentiuskirche in Hemmingen, am Chor und der Sakristei der Kirche in Magstadt sowie an der St. Margaretenkirche in Iptingen (Enzkreis) aber auch an der Michaelskirche in Ötisheim.

Auch in Mühlhausen an der Enz (OT Mühlacker) findet man an der Albani Kirche sein Zeichen, an der er 1526 mit dem Umbau der spätgotischen Kirche betraut war.

Für das Jahr 1521 wird er unter den sonstigen Baumeistern des Zisterzienserklosters im Oberamt Maulbronn als „Hans Wunderer von Pfaffenhofen“ aufgeführt.[4] Sein Zeichen findet man mehrfach am Infirmeriegang (Ephorat) und an der Pfisterei.

Er könnte außerdem auch am Bau der Sakristei der Georgskirche in Hausen an der Zaber beteiligt gewesen sein, da die dortigen Dienste stilistisch denen seiner anderen Bauten entsprechen.[3]

Bauernkrieg[Bearbeiten]

Um 1525 erscheint im Bauernkrieg ein Hans Wunderer als Bauernführer,<ref>Karl Geib [Carl Goeppinger]: Malerischhistorische Schilderung der Neckargegenden von Mannheim bis Heilbronn. H. J. Kessler, Frankfurt a. M. 1847, S. 94 (Textarchiv – Internet Archive).</ref> der im Laufe des Bauernkriegs zu Tode gekommen ist. Ob es sich dabei um den Baumeister oder seinen möglicherweise gleichnamigen Sohn handelte, ist unbekannt.<ref name="Gradmann78" /> In manchen Quellen wird eher ausgeschlossen, dass er mit diesem identisch war. Doch gibt es auch Schilderungen, in denen ein „Hans Wunderer von Pfaffenhofen“<ref>Wilhelm Zimmermann: Allgemeine Geschichte des großen Bauernkrieges: nach handschriftlichen und gedruckten Quellen. F. H. Köhler, 1841, S. 316–317 (books.google.de).</ref> erwähnt wird, der zum Hauptmann eines Haufens ernannt wurde und dem die Plünderungen des Schlosses Stocksberg und anschließend des Klosters zu Maulbronn zur Last gelegt wurden.<ref>Conrad von Jachenau: Der deutsche Bauernkrieg für den Mittelstand. Geschildert in 33 Erzählungen. Setzer, 1847, S. 176–177 (books.google.de).</ref> Auch in einer anderen Beschreibung wird dieser Anführer als ein „kunstfertiger Meister“ erwähnt.<ref>Gustav Bossert: Wolf Kürschner, der Täufer von Bretten. In: Badische Historische Kommission (Hrsg.): Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 64-1910. 1910, S. 431–452, hier S. 431 (Textarchiv – Internet Archive).</ref> Gustav Bossert schrieb an anderer Stelle davon, dass der „tüchtige Baumeister Hans Wunderer von Pfaffenhofen und der unruhige Wirt Jakob Rohrbach von Bökkingen“ an die Spitze dieser Bewegung traten.<ref>Gustav Bossert: Die Reformation in Kürnbach bei Eppingen. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins. G. Braun, Karlsruhe 1850, S. 83–107, hier S. 88 (Textarchiv – Internet Archive).</ref> Eduard Paulus war überzeugt: „Meister Hans Wunderer von Pfaffenhofen ist ohne Zweifel der leidenschaftliche Bauernanführer, der am 3. Mai 1525 die alte Herzogsburg Teck verbrennen ließ“Vorlage:": Ungültiger Wert: ref=

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Akten im Landesarchiv Baden-Württemberg – Pfaffenhofen mit Rodbachhof

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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