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Hansa 400

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Hansa
Bild nicht vorhanden
400 / 500
Produktionszeitraum 1933–1934
Klasse Kleinwagen
Karosserieversionen Limousine, Cabriolimousine
Motoren Ottomotoren:
0,4–0,5 Liter
(9–10 kW)<ref name=Oswald151/>
Länge 3750<ref name=Oswald151/> mm
Breite 1360<ref name=Oswald151/> mm
Höhe 1500<ref name=Oswald151/> mm
Radstand 2400<ref name=Oswald151/> mm
Leergewicht 620<ref name=Oswald151/> kg

Vorgängermodell Goliath Pionier

Der Hansa 400 war ein Kleinwagen der Hansa-Lloyd- und Goliath-Werke Borgward & Tecklenborg in Bremen-Hastedt. Nach etwas mehr als einem Jahr wurde er durch das etwas stärker motorisierte Modell Hansa 500 ersetzt.

Geschichte[Bearbeiten]

Als Nachfolger und zur Ergänzung des dreirädrigen Goliath Pionier stellte Hansa-Lloyd 1933 den vierrädrigen Kleinwagen Hansa 400 vor.<ref name=Oswald150151/><ref name=Schmidt61/> In der aufstrebenden Gesellschaft des III. Reiches, in der es vielen Leuten nach der Weltwirtschaftskrise wirtschaftlich wieder besser ging, war der schwach motorisierte, laute Kleinwagen jedoch kaum gefragt.<ref name=Schmidt61/><ref name=Oswald150/>

Noch im Erscheinungsjahr<ref name=Schmidt224/>, nach anderen Angaben erst im Folgejahr,<ref name=Oswald151/> kam der Nachfolger Hansa 500 mit geringfügig stärkerem Motor heraus. Auch er ließ die Konstruktion nicht zu einem Verkaufserfolg werden.<ref name=Oswald150/> Die Zeitschrift Auto und Kraftrad bezeichnete den Wagen als „herausgemoserten Dreirad-Goliath“.<ref name=Schmidt61/>

Motor, Getriebe und Fahrwerk[Bearbeiten]

Der Zweizylinder-Zweitaktmotor des Hansa 400 kam von den ILO-Motorenwerken,<ref name=Schmidt61/> war im Heck eingebaut und leistete 12 PS (8,8 kW) bei 3600/min und einer Verdichtung von 5,6 : 1. Mit einer Zylinderbohrung von 61 mm und einem Kolbenhub von 68 mm betrug der Hubraum 396 cm³. Das Gemisch wurde von einem Einfach-Flachstromvergaser der Marke Solex aufbereitet.<ref name=Oswald151/>

Der Hansa 500 hatte einen aufgebohrten Motor vom selben Hersteller mit einem Hubraum von 494 cm³ (Bohrung × Hub = 68 mm × 68 mm) und leistete 14 PS (10,3 kW) bei ebenfalls 3600/min. Hub, Verdichtung und Vergaser entsprechen denen des kleineren Modells.<ref name=Oswald151/>

Die Höchstgeschwindigkeit des Hansa 400 lag bei 65 km/h, der Hansa 500 war bis zu 70 km/h schnell.<ref name=Oswald151/>

Alle Wagen hatten ein nicht synchronisiertes Dreiganggetriebe mit Mittelschalthebel (Knüppelschaltung). Angetrieben wurden die Hinterräder.<ref name=Oswald151/>

Die Karosserie war auf einem vorn und hinten gegabelten Zentralrahmen montiert. Die Vorderräder waren an zwei Querblattfedern aufgehängt, ebenso wie die hintere Pendelschwingachse. Alle vier Räder wurden mechanisch gebremst; die Handbremse wirkte ebenfalls auf alle vier Räder.<ref name=Oswald151/>

Der Verbrauch von Zweitaktgemisch des Hansa 400 lag bei 8 Liter/100 km, der des Hansa 500 bei 8,5 Liter/100 km.<ref name=Oswald151/> Das war für solch kleine Wagen sehr viel,<ref name=Oswald150/> der 1934 erscheinende Hansa 1100 verbrauchte nur 1 Liter mehr (und nur reines Benzin), war aber deutlich größer und leistungsfähiger.<ref name=Oswald153/>

Karosserien[Bearbeiten]

Beide Typen waren als zweitürige Limousinen erhältlich; die Türen waren hinten angeschlagen. Den Hansa 500 gab es zusätzlich als zweitürige Cabriolimousine.<ref name=Oswald151/> Die Karosserien bestanden aus einem Eschenholzgerüst, das mit Kunstleder bespannt war<ref name=Schmidt61/><ref name=Oswald150/> (Weymann-Karosserie). Die Stromlinienkarosserien hatten eine nach hinten geneigte Fahrzeugfront zwischen den einzeln stehenden Scheinwerfern. Die Kotflügel waren schwungvoll nach hinten gezogen; die vorderen endeten an den A-Säulen, die hinteren in einem Schrägheck.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Oswald151">Werner Oswald: Deutsche Autos 1920–1945. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1996. 10. Auflage. ISBN 3-87943-519-7. S. 151.</ref> <ref name="Oswald150151">Werner Oswald: Deutsche Autos 1920–1945. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1996. 10. Auflage. ISBN 3-87943-519-7. S. 150–151.</ref> <ref name="Schmidt61">Georg Schmidt: Borgward – Carl F. W. Borgward und seine Autos. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1982. 3. Auflage. ISBN 3-87943-679-7. S. 61.</ref> <ref name="Oswald150">Werner Oswald: Deutsche Autos 1920–1945. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1996. 10. Auflage. ISBN 3-87943-519-7. S. 150.</ref> <ref name="Schmidt224">Georg Schmidt: Borgward – Carl F. W. Borgward und seine Autos. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1982. 3. Auflage. ISBN 3-87943-679-7. S. 224.</ref> <ref name="Oswald153">Werner Oswald: Deutsche Autos 1920–1945. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1996. 10. Auflage. ISBN 3-87943-519-7. S. 153.</ref> </references>

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Hansa-Lloyd-Modelle 1920–1930: Treff-Aß | Trumpf-Aß

Hansa-Modelle 1921–1938: 400 | 500 | 1100 | 1700 | 2000 | 3500 | Imperator | Konsul | Luxus | Matador | Senator | Typ A 6 | Typ A 8 | Typ P

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