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Harappa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Harappa
Staat: Pakistan[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Pakistan
Provinz: Punjab
Koordinaten: 30° 38′ N, 72° 53′ OKoordinaten: 30° 37′ 49″ N, 72° 52′ 54″ O
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Zeitzone: PST (UTC+5)
Datei:CiviltàValleIndoMappa.png
Industal mit den wichtigsten archäologischen Stätten
Datei:HarappaIndArbplatten.jpg
Harappa: Arbeitsplatten des „Industriegebiets“
Datei:Bullock cart with driver, National Museum, New Delhi.jpg
Modell eines Wagenlenkers mit Ochsengespann. Bronzeguss, um 2000 v. Chr., Nationalmuseum Neu-Delhi

Harappa ist ein Dorf in Pakistan. Nach diesem Ort wird eine neben dem Dorf liegende historische Stadt am Oberlauf des Indus benannt. Diese war neben Mohenjo-Daro dominierendes Zentrum der bronzezeitlichen Harappa- oder Indus-Kultur. Die Städte hatten um 2500 v. Chr. je etwa 40.000 Einwohner.

Nach 1800 v. Chr. geriet die Stadt in Vergessenheit, bis der Indologe Sir Alexander Cunningham 1872/1873 erste Ausgrabungen durchführte. Doch erst seit weiteren Arbeiten nach 1920 sind Alter und Bedeutung Harappas erkannt worden. Weitere Grabungen fanden von 1995 bis 2001 statt. Allerdings wurden die Ziegel der Stadt in der Mitte des 19. Jahrhunderts als Material zum Bau einer Eisenbahnstrecke benutzt. Dadurch wurde ein großer Teil dieser frühzeitlichen Stadt vollkommen zerstört.

Die Stadt[Bearbeiten]

Die Ruinen der Stadt liegen etwa 24 km westlich von Sahiwal. Der früher nahe Fluss Ravi ist nun etwa 8 km entfernt.

Aus den erhaltenen Resten ist ersichtlich, dass die Stadt aus zwei Teilen bestand. Im Osten lag die eigentliche Wohnstadt und im Westen die sogenannte Zitadelle, die von einer stark befestigten Mauer umgeben war. Nördlich davon konnten noch Speicheranlagen und Arbeiterquartiere untersucht werden. Die wenigen erhaltenen Reste der eigentlichen Stadtbebauung deuten auf einen schachbrettartigen Stadtplan hin. Luftgetrocknete und gebrannte Lehmziegel wurden als Baumaterial verwendet. Die Straßen hatten gemauerte, verputzte Abwasserkanäle. Südlich der Stadt konnte ein Friedhof ausgegraben werden. Es handelt sich um einen der wenigen bekannten Friedhöfe der Indus-Kultur.

Wirtschaft und Fernhandel[Bearbeiten]

In Sumer gefundene harappische Werkstücke und aus entfernten Gegenden stammende Werkstoffe deuten darauf hin, dass Harappa ein Handelszentrum war. Über den Indus bzw. den Hafen von Lothal auf der Halbinsel Gujarat, Oman und Bahrain existierte bis etwa 2000 v. Chr. eine intensive Handelsverbindung nach Sumer. Die Erzeugung von Kupfer, Bronze und Edelmetallen und deren Verarbeitung mit Techniken wie Gießen, Treiben, Schmieden und Ziselieren war in Harappa bekannt. Die Qualität der gefundenen Schmuckstücke weist auf eine hoch entwickelte Handwerkskunst hin.

Die ältesten der auf den Fundstücken mittels Siegel eingeprägten über 400 Symbole, die man als Korpus einer Schrift deuten kann, gehen etwa bis auf das Jahr 3500 v. Chr. zurück. Die Symbole haben Ähnlichkeiten zur späteren Indusschrift, konnten aber bislang nicht entziffert werden.<ref name="bbc">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: BBC News, 1998-05-04. Abgerufen am 2012-07-17 (english).Vorlage:Cite book/URL Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Verschiedene Hypothesen zu ihrer Herkunft vermuten eine Beziehung zu ägyptischen Hieroglyphen, zur Keilschrift der Sumerer oder zu alten dravidischen Schriftsystemen.<ref>Andrew Robinson: Ancient civilization: Cracking the Indus script. In: Nature News, Band 526, Oktober 2015, S. 499–501</ref> Das Fehlen einer Bronzezeit in Südindien im Gegensatz zu den bekannten Techniken der Bronzeverarbeitung in den Kulturen des Industals lässt jedoch Zweifel an der Stichhaltigkeit dieser letzten Hypothese aufkommen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Jansen: Die Indus-Zivilisation. Wiederentdeckung einer frühen Hochkultur. DuMont Verlag, Köln 1986, ISBN 3-7701-1435-3, S. 23–44.
  • Sing C. Chew: Ecological Relations and the Decline of Civilizations in the Bronze Age World-System: Mesopotamia & Harappa 2500 B.C.–1700 B.C. In: Walter L. Goldfrank, David Goodman, Andrew Szasz (Hrsg.): Ecology and the World-system. Greenwood, 1999, ISBN 0-313-30725-3, Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <&q=%22sewage+system%22#v=onepage eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden..
  • Mustafa A. Halim: Die Friedhöfe von Harappa. In: Alexandra Ardeleanu-Jansen (Hrsg.): Vergessene Städte am Indus. Frühe Kulturen in Pakistan vom 8.–2. Jahrtausend v. Chr. Zabern Verlag, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0957-0, S. 206–214 (Begleitbd. zur gleichnamigen Ausstellung in Aachen, 27. Juni 1987 – 6. Juli 1987).

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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