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Harsz

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Harsz
Vorlage:Platzhalterbild
Harsz (Polen)
Harsz (Polen)
Harsz
Basisdaten
Staat: Polen Polen

Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Węgorzewo
Gmina: Pozezdrze
Geographische Lage: 54° 9′ N, 21° 47′ OKoordinaten: 54° 8′ 39″ N, 21° 47′ 18″ O
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Höhe: 123 m n.p.m.
Einwohner: 580 (2006)
Postleitzahl: 11-610<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Polnisches Postleitzahlenverzeichnis 2022, S. 355 (Memento vom 26. Oktober 2022 im Internet Archive) (polnisch) (PDF; 7,4 MB)</ref>
Telefonvorwahl: (+48) 87
Kfz-Kennzeichen: NWE
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Pozezdrze/DK 63 ↔ Sztynort – Kamionek Wielki
Nowy Harsz → Harsz
Eisenbahn: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig

Harsz ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Landgemeinde Pozezdrze (Possessern, 1938 bis 1945 Großgarten) im Powiat Węgorzewski (Kreis Angerburg).

Geographische Lage[Bearbeiten]

Harsz liegt im Nordosten der Woiwodschaft Ermland-Masuren am Südostufer des Jezioro Harsz (Haarschen See). Die Kreisstadt Węgorzewo (Angerburg) liegt neun Kilometer nordwestlich.

Datei:Harsz.jpg
Am Haarschen See

Geschichte[Bearbeiten]

Harsen<ref>Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Haarschen</ref> wurde am 27. Mai 1550 gegründet<ref name="angerburg">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Haarschen (Memento vom 14. März 2009 im Internet Archive)</ref>, als der Erbschulze Matz Gutten aus dem Johannisburgischen Schwiddern ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) durch Kaufverschreibung acht Hufen als Schulzengut erlangt. Im Jahre 1557 saßen dort außer dem Erbschulzen bereits 36 Bauern, 1600 schon 48 und dazu noch 10 Gärtner. Der Ortsname schrieb sich nach 1774 Haaszen, nach 1785 Haarßen, nach 1871 Haarzen, danach bis 1936 Haarszen und schließlich Haarschen.

Am 6. Mai 1874 wurde Haarszen Amtsdorf und damit namensgebend für einen Amtsbezirk<ref name="Jehke">Rolf Jehke, Amtsbezirk Haarszen/Haarschen</ref>, der – zwischen 1936 und 1945 „Amtsbezirk Haarschen“ genannt – bis 1945 bestand und zum Kreis Angerburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

Im Jahre 1910 waren in Haarszen mit den Wohnplätzen Neu Haarszen (Neu Haarschen, polnisch Nowy Harsz), Sklodowen (Kloden, polnisch Skłodowo) und Ziegelei Haarszen (Ziegelei Haarschen) 651 Einwohner registriert<ref>Landkreis Angerburg im Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. Dezember 2024; abgerufen am 14. Dezember 2025.</ref>. Ihre Zahl stieg bis 1925 auf 675, belief sich 1933 – nach dem am 30. September 1928 erfolgten Zusammenschluss Haarszens mit Roggen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) und Numeiten (Okowizna) – auf 840 und 1939 noch auf 811<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>.

Am 15. September 1936 wurde die Namensschreibweise von Haarszen in „Haarschen“ umgewandelt.

Mit dem gesamten südlichen Ostpreußen kam das Dorf 1945 in Kriegsfolge zu Polen und erhielt die polnische Ortsbezeichnung „Harsz“. Heute ist der Ort Sitz eines Schulzenamtes (polnisch sołectwo) und eine Ortschaft im Verbund der Landgemeinde Pozezdrze (Possessern, 1938 bis 1945 Großgarten) im Powiat Węgorzewski (Kreis Angerburg), vor 1998 zur Woiwodschaft Suwałki, seither zur Woiwodschaft Ermland-Masuren gehörig.

Amtsbezirk Haarszen/Haarschen (1874–1945)[Bearbeiten]

Gehörten bei der Errichtung des Amtsbezirks Haarszen noch drei Dörfer dazu, war es am Ende nur noch das Amtsdorf selbst<ref name="Jehke"/>:

Name Änderungsname Polnischer Name Bemerkungen
Haarszen (ab 1936:)
Haarschen
Harsz
Numeiten Okowizna 1928 nach Haarszen eingemeindet
Roggen Róg 1928 nach Haarszen eingemeindet

Sołectwo Harsz[Bearbeiten]

Das zur Zeit bestehende Schulzenamt (sołectwo) innerhalb der Landgemeinde Pozezdrze besteht aus sieben Orten<ref>Haarszen. GenWiki, abgerufen am 16. August 2026.</ref>:

Polnischer Name Deutscher Name
Dziaduszyn Charlottenhof
Harsz Haarszen
1936–1945: Haarschen
Kalskie Łąki Kehlerwiese
Kirsajty Kirsaiten
Nowy Harsz Neu Haarszen
1936–1945: Neu Haarschen
Okowizna Numeiten
Róg Roggen

Religionen[Bearbeiten]

Die mehrheitlich evangelische Bevölkerung von Haarszen / Haarschen war bis 1945 in die Kirche Possessern<ref>Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens. Band 3: Dokumente. Göttingen 1968, S. 477</ref> in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt, während die Katholiken zu Kirche St. Bruno in Lötzen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) im damaligen Bistum Ermland gehörten.

Heute ist der überwiegende Teil der Einwohner von Harsz katholisch und der Pfarrei in Pozezdrze im jetzigen Bistum Ełk (Lyck) der Römisch-katholischen Kirche in Polen zugeordnet, während die wenigen evangelischen Kirchenglieder jetzt in die Pfarrei in Giżycko (mit Predigtstelle in Pozezdrze) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen eingegliedert sind.

Verkehr[Bearbeiten]

Harsz liegt an einer Nebenstraße, die die polnische Landesstraße DK 63 (frühere deutsche Reichsstraße 131) mit Sztynort (Groß Steinort) und Kamionek Wielki (Ziegelei Steinort) verbindet. Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Harsz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Amtssitz: Pozezdrze. Ortsteile: Gębałka (Gembalken) | Harsz (Haarszen/Haarschen) | Jakunówko (Jakunowken/Jakunen) | Kolonia Pozezdrze | Krzywińskie (Krzywinsken/Sonnheim) | Kuty (Kutten) | Pieczarki (Pietzarken/Bergensee) | Piłaki Wielkie (Groß Pillacken/Steinwalde) | Pozezdrze (Possessern/Großgarten) | Przerwanki (Przerwanken/Wiesental) | Przytuły (Przytullen/Kleinkutten) | Radziszewo (Karlsfelde) | Stręgielek (Klein Strengeln) | Wyłudy (Willudden/Andreastal). Sonstige Ortschaften: Okowizna (Numeiten) | Dziaduszyn (Charlottenhof) | Nowy Harsz (Neu Haarszen/Neu Haarschen) | Sapieniec (Karlsberg) | Wilkus (Wilkusmühle). Andere Orte: Jakunowska Góra (Jakunowkenberg/Jakunenberg) | Jasieńczyk (Klein Eschenort) | Kalskie Łąki (Kehlerwiese) | Kirsajty (Kirsaiten) | Róg (Roggen). Vorlage:Klappleiste/Ende