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Hartmut Barth-Engelbart

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Hartmut Barth-Engelbart, Pseudonyme unter anderem Carl Hanau, HaBE (* 11. April 1947 in Michelstadt), ist ein deutscher Autor.

Leben[Bearbeiten]

Barth-Engelbart wurde 1947 als achtes von neun Kindern in einer protestantischen Familie in Michelstadt geboren.<ref name="Dröse">Ruth Dröse: Psychogramme einer Provinzstadt mit vielen Wespennestern. Hartmut Barth-Engelbart schreibt an einem Hanau-Roman und liest „Werkstücke“ daraus in der Schweinehalle vor. In: Frankfurter Rundschau. Nr. 209, 9. September 1998, S. 3 (Lokalrundschau).</ref> Nach Beendigung der Schulausbildung war er ab 1966 Reserveoffizieranwärter, schließlich Ausbilder bei der Bundeswehr.<ref>Taunus-Zeitung. 29. September 2003, S. 22 / Lokales.</ref> Bei der Frankfurter Rundschau begann er 1968 eine Schriftsetzerlehre, die jedoch nur einen Tag währte, weil er am Folgetag an einer Anti-Vietnamkrieg-Demo in Frankfurt am Main teilnahm und im Zuge von politischen Auseinandersetzungen von einem Vordach stürzte und sich an beiden Füßen die Sprunggelenke brach.<ref name="Dröse" /><ref>Barth-Engelbarts Eigendarstellung des Ereignisses im privaten Vorspann zu einem Nachruf des Vorstands der Neuen Gesellschaft für Psychologie auf Almuth Bruder-Bezzel: siehe Nachruf auf Dr. Almuth Bruder-Bezzel. In: barth-engelbart.de, Hartmut Barth-Engelbart, 29. November 2025, abgerufen am 21. August 2026.</ref>

Barth-Engelbart begann 1969 das Studium der Psychologie und Pädagogik, wechselte nach vier Semestern zur Grundschulpädagogik und absolvierte 1978 sein zweites Staatsexamen.<ref name="Dröse" /> Von 1971 bis 1974 war er Lehrbeauftragter an einer Grundschule in Frankfurt-Rödelheim und Mitglied der Streikleitung der Lehrbeauftragten. 1972 wurde er Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft junger Lehrer und Erzieher“ in der GEW (AjLE) und des GEW-Landesvorstands.<ref name="GEW">Berufsverbote und die GEW. In: HEZ. Zeitschrift der GEW Hessen. Heft 5, Mai 2012, S. 27.</ref>

1974 wurde Barth-Engelbart Mitglied des Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW)<ref name="Dröse" />, für den er 1978 bei der Landtagswahl in Hessen erfolglos kandidierte.<ref>Wahlbewerber Landtagswahl Hessen 1978.</ref> Einem Parteiausschluss wegen mangelnder „Linientreue“ kam er 1979 mit seinem Austritt zuvor.<ref name="Dröse" />

Von 1974 bis 1978 war Barth-Engelbart stellvertretender Vorsitzender des Personalrats des Studienseminars und von 1974 bis 1976 am Aufbau der GEW-Gruppe und GEW-Obmann in Bruchköbel-Süd. Aufgrund eines Unvereinbarkeitsbeschlusses gegen den KBW wurde er 1978 aus der GEW ausgeschlossen.<ref name="GEW" />

Da er 1978 nicht in den Schuldienst übernommen wurde, arbeitete er bis 1991 in unterschiedlichsten Jobs.<ref name="Dröse" /> 1980 wurde er Mitglied der ÖTV, der Streikleitung und des ÖTV-Landesvorstands und arbeitete ab 1991 wieder im Schuldienst.<ref name="GEW" /> 1993 wurde er verbeamtet und arbeitete dann als Grundschullehrer.<ref name="Dröse" /> Laut Eigenangaben war er bis 2006 Grundschullehrer und Kinderchorleiter.

Zusammen mit dem Komponisten und Saxophonisten des Ensemble Modern, Wolfgang Stryi, veranstaltete Barth-Engelbart zwischen 1991 und 2004 verschiedene Lesungen.<ref>Menschenrechte und Rüstungsexporte. / Ausstellung über die derzeitige Situation im Nato-Land Tuerkei. In: Frankfurter Rundschau. 23. September 1995; Literatur. In: Frankfurter Rundschau. 12. Mai 1999; Hanau. „Lamboy-Kids“ machen neue Musik in Frankfurt. In: Frankfurter Rundschau. 15. März 2000; Der manipulierte Mensch im Cyber-Space. In: Frankfurter Rundschau. 29. September 2001.</ref>

Schriften[Bearbeiten]

  • Lakonisches Lächeln. Erzählung. Yedermann, Riemerling 2001, ISBN 3-935269-14-5 (99 S.).
  • 17 × Lyrik & Prosa. Anthologie […] des Literaturforum Hanau-Main-Kinzig-Kreis. Backhaus, Hanau 2001, ISBN 3-927040-00-2 (darin: 26 Gedichte & Poeme; Als Peter Kammer einmal ganz unerwartet warten musste; „Grenzgänger“, Collageroman zwischen Polen und Deutschland).
  • Widerstandslesungen in Hanau. In: El Awadalla, Traude Korosa (Hrsg.): … bis sie gehen. Vier Jahre Widerstandslesungen. Ein Lesebuch. Sisyphus, [Klagenfurt] 2004, ISBN 3-901960-19-8. S. 151 f.
  • Unter Schlag Zeilen: befreite Worte – gebrochene Reime zur Lage. Zambon-Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-88975-107-5 (313 S.).
  • Zora. Zambon-Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-88975-128-8 (48 S.).
  • Frühling in Prag (zweiter Frühling, dritter Einmarsch). In Politische Lyrik – Schlafende Hunde VIII. Hrsg. von Thomas Bachmann. Verlag am Park, Berlin [2023], ISBN 978-3-89793-364-4, S. 89–94.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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