Heber Jentzsch
Vorlage:Hinweisbaustein Heber Carl Jentzsch (* 30. November 1935 in Salt Lake City, Utah; † 25. Oktober 2025<ref>Tony Ortega: Heber Jentzsch, 89, Scientology's longtime 'president,' dies in nursing home. In: The Underground Bunker. 9. Januar 2026, abgerufen am 19. April 2026.</ref>) war von 1982 bis etwa 2004 „Präsident“ der Scientology-Kirche. Als Träger dieses Titels hatte er allerdings nie die tatsächliche Führung von Scientology inne, die nach dem Tod des Gründers L. Ron Hubbard 1986 an David Miscavige überging.
Werdegang[Bearbeiten]
Heber Jentzsch wuchs in einer Familie von Mormonen auf. Sein Vater hatte mit acht Frauen 52 Kinder.<ref name="karen">Karen de la Carriere: Heber Jentzsch. Teil 1 vom 10. September 2012, Teil 2 vom 16. September 2012</ref> Heber ist benannt nach Heber C. Kimball (1801–1868), Apostel der Kirche Christi.<ref name="saltlake1992">"Utah-Born Scientology President Says the Religion Saved His Life", The Salt Lake Tribune, 9. Dezember 1992 (englisch)</ref> Von den Mormonen wurde er 1955 ausgeschlossen.<ref name="saltlake1992" /> Er studierte an der University of Utah und erlangte dort 1959 einen Abschluss in Kommunikationswissenschaften.<ref name="saltlake1992" /> 1967 trat er in die Scientology-Kirche ein,<ref name="saltlake1992" /> wurde in den 1970er Jahren deren Pressesprecher und 1982 deren Präsident.<ref name="Wayback2003">Heber C. Jentzsch, Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Darstellung auf www.scientology.org im Jahre 2003 (englisch) ( vom 22. Juni 2003 im Internet Archive)</ref> Ab etwa 2004 trat er in dieser Funktion nicht mehr öffentlich auf.
Nach Aussagen des Scientology-Aussteigers Mike Rinder wurde Jentzsch in der Folgezeit vom Scientology-Anführer David Miscavige geschlagen und gedemütigt. Er war in der Scientology Int. Base in einem Straflager für Führungskräfte eingesperrt und lebte dort ab etwa 2006 unter erbärmlichen Umständen.<ref name="mobo">Mona Botros: Der Fall Alexander Jentzsch - Leben und Sterben bei Scientology Spiegel Online 5. September 2012</ref> Seine ehemalige Ehefrau Karen de la Carriere, mit der er von 1978 bis 1988 verheiratet war und die 2010 aus der Scientology-Kirche austrat, bestätigte diese Aussagen.<ref name="karen" /><ref>Eine Aussteigerin berichtet: So überlebt man Scientology. In: bild.de. 14. September 2014, abgerufen am 1. Juni 2026.</ref> Ein Scientology-Anwalt hingegen widersprach Rinders Darstellung: Jentzsch lebe und arbeite in Einrichtungen der Kirche, lediglich aufgrund seines Alters trete er seltener öffentlich auf als in der Vergangenheit.<ref name="mobo" /> Berichten zufolge wurde er in seinen letzten Lebensjahren vom Straflager in ein Pflegeheim verlegt, wo er auch starb.<ref name=":0">Heber Jentzsch Obituary (1935-2026). In: memoritree.com. Abgerufen am 22. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Hebers einziger Sohn Alexander Jentzsch starb 2012 im Alter von 27 Jahren unter ungeklärten Umständen.<ref name="karen" /><ref name="mobo" />
Publikationen[Bearbeiten]
- Heber Jentzsch: "Liberty, Equality, Intolerance", Los Angeles Times 21. April 2000 (englisch).
- Heber Jentzsch: "German Scientologists" (letter to the Editor), New York Times 25. Februar 1998 (englisch).
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jentzsch, Heber |
| ALTERNATIVNAMEN | Jentzsch, Heber Carl (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Präsident der Scientology-Kirche |
| GEBURTSDATUM | 30. November 1935 |
| GEBURTSORT | Salt Lake City, Utah |
| STERBEDATUM | 25. Oktober 2025 |