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Heftelnabelinge

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Heftelnabelinge
Datei:2010-05-30 Rickenella fibula (Bulliard- Fries) Raithelhuber 87520.jpg

Heftelnabelinge (Rickenella)

Systematik
Unterabteilung: Agaricomycotina
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: unsichere Stellung (incertae sedis)
Ordnung: Borstenscheiblingsartige (Hymenochaetales)
Familie: Rickenellaceae
Gattung: Heftelnabelinge
Wissenschaftlicher Name
Rickenella
Raithelh.

Die Heftelnabelinge (Rickenella) sind eine Pilzgattung aus der Ordnung der Borstenscheiblingsartigen. Die Fruchtkörper haben einen nabelings- oder helmlingsartigen Habitus mit hygrophanen Hüten.

Die Typusart ist der Orangerote Heftelnabeling (Rickenella fibula). Die wissenschaftliche Gattungsbezeichnung ehrt den deutschen Mykologen Adalbert Ricken.<ref name="Raithelhuber1973" />

Merkmale[Bearbeiten]

Makroskopische Merkmale[Bearbeiten]

Die 2–20(–30) mm breiten Hüte sind gewölbt, glockenförmig, flach ausgebreitet, gebuckelt, niedergedrückt oder besitzen eine Papille. Sie ändern beim Abtrocknen bzw. Durchfeuchten ihre Farbe (hygrophan), durchscheinend gerieft und haben eine flaumige Oberfläche. Die entfernt stehenden Lamellen laufen entweder am Stiel herab oder sind dort mit einem herablaufenden Zahn breit oder ausgerandet angewachsen. Das Sporenpulver hat eine weiße Farbe. Auch die Stiele sind flaumig beschaffen. Die Fruchtkörper riechen und schmecken unspezifisch.

Mikroskopische Merkmale[Bearbeiten]

An den Sporenständern (Basidien) reifen 4 elliptische bis zylindrische Sporen heran. Sie sind glattwandig, durchsichtig (hyalin) und zeigen bei Kontakt mit Iodlösungen keine Farbreaktion. Sterile Elemente (Zystiden) kommen an den Lamellenflächen und -schneiden, der Stielrinde und der Huthaut vor. Das Hymenophor besteht aus aufgeblasenen Elementen, die ebenfalls keine Iodfarbreaktion aufweisen. Die Hutdeckschicht (Pileipellis) ist eine Cutis aus liegenden Pilzfäden (Hyphen). Die Hyphensepten tragen Schnallen.

Ökologie[Bearbeiten]

Heftelnabelinge leben parasitisch an Moosen.

Arten[Bearbeiten]

Für Europa sind 5 Taxa bekannt bzw. zu erwarten.<ref name="Kirk2008"/>

Heftelnabelinge in Europa
Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Autorenzitat
Orangeroter oder Orangefarbener Heftelnabeling Rickenella fibula Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Bulliard 1784 : Fries 1821) Raithelhuber 1973
Honigbrauner Heftelnabeling Rickenella mellea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Singer & Clémençon 1971) Lamoure 1979
Weißer Heftelnabeling Rickenella piquiniana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Blanco-Dios 2010
Blau- oder Violettstieliger Heftelnabeling Rickenella swartzii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Fries 1815) Kuyper 1984
Rickenella swartzii f. alnobetulae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Jamoni 1998 ('1997')

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Kirk2008"></ref>

<ref name="Raithelhuber1973"> Jörg Raithelhuber: Zur Abgrenzung der Gattungen Gerronema, Omphalina, Clitocybe und Haasiella. In: Metrodiana. Band 4, 1973, S. 61–73. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Heftelnabelinge (Rickenella) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien