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Heike Hanagarth

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Heike Hanagarth (* 11. April 1959<ref name="welt 2013-07-22">Eine Frau soll die Technik-Probleme der Bahn lösen. In: Welt online. 22. Juli 2013; abgerufen am 23. Juli 2013.</ref> in Karlsruhe)<ref name="Konzern-Bio">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Dr. Heike Hanagarth – Vorstand Technik der DB AG und DB ML AG (Memento vom 7. Dezember 2013 im Internet Archive) Lebenslauf auf der Bahn-Konzernseite</ref> ist eine deutsche Ingenieurin. Sie war Mitglied des Vorstands der Deutschen Bahn AG und der DB Mobility Logistics AG.

Am 22. Juli 2013 wurde sie zum Mitglied des Vorstands der Deutschen Bahn AG und der DB Mobility Logistics AG berufen. Sie übernahm diese Aufgabe zum 1. Dezember 2013.<ref name="db-2013-09-18">Deutsche Bahn AG (Hrsg.): Ulrich Weber bleibt bis 2017 DB-Personalvorstand. Presseinformation vom 19. September 2013. Presseinformation vom 18. September 2013.</ref> Sie legte mit Wirkung Ende Juli 2015 ihr Vorstandsmandat nieder.<ref name="db-2015-07-15">Dr. Heike Hanagarth legt Vorstandsmandat nieder. Deutsche Bahn AG, Presseinformation vom 15. Juli 2015.</ref> Sie war zuvor Leiterin der Motorenfertigung im BMW-Werk München.<ref name="wams-2013-30-26" />

Berufsleben[Bearbeiten]

Nach ihrem Maschinenbau-Studium in Karlsruhe promovierte sie 1989 über das Thema Auswirkung von Oberflächenbehandlungen auf das Ermüdungsverhalten von TiAl6V4 [TiAlV] und 42 CrMo 4 bei erhöhter Temperatur.

Sie begann ihre Karriere 1988 bei Daimler-Benz, als Assistentin der Werksleitung im Mannheimer Nutzfahrzeugmotoren-Werk.<ref name="wams-2013-30-26" /> Sie arbeitete bis 1998 für Daimler-Benz.

1998 wurde sie bei MTU Friedrichshafen Leiterin der Motoren- und Aggregate-Montage. Aufgrund wachsender Stückzahlen wurde sie dort später mit der Neuorganisation des gesamten, 500 Mitarbeiter umfassenden Fertigungsprozesses beauftragt.<ref name="sk-2008-02-22" /> Um 2000 war sie dort Hauptabteilungsleiterin für Montage, Prüfstände und Lackierung.<ref name="sk-2000-12-02">Südkurier. 2. Dezember 2000.</ref> Ab 2005<ref name="sk-2008-02-22" /> war sie in der MTU-Konzernzentrale für den Auf- und Ausbau des weltweiten Qualitäts- und Risikomanagements für die Motoren- und Gelenkproduktion verantwortlich. Ab 2007 verantwortete sie im Rahmen der Neuorganisation des Unternehmens und des Börsengangs den weltweiten Auf- und Ausbau des Qualitäts- und Risikomanagements der Tognum-Gruppe. Anschließend, mit Wirkung zum 1. März 2008, wurde sie Geschäftsführerin des Tognums-Geschäftsbereich Rotorion.<ref name="sk-2008-02-22">Neue Geschäftsleitung bei Rotorion. In: Südkurier. 8. Februar 2008.</ref> 2009 war sie in dieser Funktion am Zusammenschluss von Rotorion und MTU beteiligt.<ref name="welt 2013-07-22" />

2011 übernahm sie die Leitung der BMW-Motorenfertigung in München.<ref name="welt 2013-07-22" /> Hanagarth war Hauptabteilungsleiterin auf der dritten Führungsebene des Unternehmens und verantwortete 2000 Mitarbeiter (Stand: Juli 2013).<ref name="handelsblatt-2013-139-47" />

Wechsel zur Deutschen Bahn[Bearbeiten]

Bahnchef Rüdiger Grube habe den neu geschaffenen Vorstandsposten für Technik unbedingt mit einer Frau besetzen wollen. Ferner habe auch der Bund als Eigentümer der Deutschen Bahn auf eine Frau gedrängt. Nach eigenen Angaben habe Grube selbst im Internet nach möglichen Kandidatinnen gesucht.<ref name="wams-2013-30-26" />

Am 22. Juli 2013 beschloss der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG auf einer Sondersitzung, Hanagarth für zunächst drei Jahre als Nachfolgerin von Volker Kefer als Vorständin für das Ressort Technik zu berufen.<ref name="welt 2013-07-22" /><ref name="db-2013-07-22">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Heike Hanagarth neuer Technikvorstand der DB. (Memento vom 24. August 2013 im Internet Archive) Deutsche Bahn AG, Presseinformation, 22. Juli 2013; abgerufen am 23. Juli 2013.</ref> Der Personalausschuss des Aufsichtsrats hatte sich am 19. Juli 2013 für Hanagarth entschieden. Zur Wahl stand neben Hanagarth auch ein männlicher Kandidat.<ref name="handelsblatt-2013-139-47">Markus Fasse, Dieter Fockenbrock: Karriere in Siebenmeilenstiefeln. In: Handelsblatt. Nr. 139, 23. Juli 2013, S. 47.</ref>

Am 24. Juli 2013 wurde sie auf der Halbjahres-Pressekonferenz vorgestellt.<ref name="wams-2013-30-26" /> Ihr Arbeitsvertrag mit BMW ließe den Dienstbeginn erst zum April 2014 zu. Die Deutsche Bahn und BMW verhandelten anschließend über einen vorzeitigen Wechsel.<ref name="handelsblatt-2013-141-18">Dieter Fockenbrock: Die Weiterfahrt verzögert sich. In: Handelsblatt. 25. Juli 2013, S. 18.</ref>

Sie wurde schließlich auf der Aufsichtsratssitzung am 18. September 2013 formal ab 1. Dezember 2013 bis 30. November 2016 bestellt.<ref name="db-2013-09-18" /> Sie war damit der erste für Technik zuständige weibliche Vorstand eines deutschen Großunternehmens.<ref name="handelsblatt-2013-139-47" /> Vier Jahre nach dem Ausscheiden von Margret Suckale war damit wieder eine Frau im Vorstand des Unternehmens.

Das Ressort Technik war verantwortlich für Einkauf, Qualität, Umwelt und Innovationen im DB-Konzern. Zu ihren Aufgaben zählten unter anderem, anhaltende Probleme mit Lieferverzögerungen für Fahrzeuge in den Griff zu bekommen.<ref name="wams-2013-30-26" />

Interne Kritiker bemängelten, Hanagarth habe es an Sichtbarkeit gefehlt und fragten nach dem Sinn des Ressorts.<ref name="handelsblatt-2015-135-14">Christoph Schlautmann: Im Eilzug an die Macht. In: Handelsblatt. Nr. 135, 17. Juli 2015, S. 14 f.</ref> Sie sei mit dem Technikressort und den Konzernstrukturen nicht zurechtgekommen.<ref name="mma-2017-04-28">Michael Machatschke: Der Weichensteller. In: Manager Magazin. Nr. 5, 28. April 2017, ISSN 0047-5726, S. 16.</ref>

Am 15. Juli 2015 kündigte die Deutsche Bahn an, dass Hanagarth im Zuge einer Neuausrichtung des DB-Konzerns mit Wirkung Ende Juli 2015 ihr Vorstandsmandat niederlegen werde.<ref name="db-2015-07-15" />

Weiterer Werdegang[Bearbeiten]

Hanagarth ist Senatorin der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren für den Forschungsbereich „Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr“. Im Februar 2015 wurde sie in das Expertengremium des Hightech-Forums zur Umsetzung und Weiterentwicklung der Hightech-Strategie der Bundesregierung berufen.<ref name="Helmholtz">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.helmholtz.de (Memento vom 12. Februar 2016 im Internet Archive)</ref> Zum 1. Juli 2016 wurde sie in den Aufsichtsrat der Lanxess AG berufen.<ref>Wechsel im Aufsichtsrat der LANXESS AG</ref> Seit 1. Oktober 2025 gehört sie dem Aufsichtsrat des Karlsruher Institut für Technologie an. Im März 2026<ref>Heike Hanagarth übernimmt Vorsitz im KIT-Aufsichtsrat. In: kit.edu. 13. März 2026, abgerufen am 14. März 2026.</ref> wurde sie zu deren Vorsitzenden gewählt, als Nachfolge von Michael Kaschke.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Sie ist verheiratet<ref name="sk-2008-02-22" /> und Mutter eines Sohnes.<ref name="welt 2013-07-22" />
  • Sie ist Mitglied des Kuratoriums des Bach-Archivs Leipzig<ref name="welt 2013-07-22" />
  • Zu ihren Hobbys zählen Musik und Malerei.<ref name="wams-2013-30-26">Nikolaus Doll, Daniel Zwick: Die Lokführerin. In: Welt am Sonntag. Nr. 30, 28. Juli 2013, S. 26 (welt.de).</ref>

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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