Heimkommen
| Produktionsland | Deutschland |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2015 |
| Länge | 1:46 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Alex Feil<ref name="Zimmer">Frank Zimmer: Jung von Matt gelingt Weihnachts-Sensation für Edeka. In: WUV. 29. November 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Dezember 2015; abgerufen am 22. Dezember 2015. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> |
| Produktion | Justin Mundhenke<ref name="Zips">Martin Zips: Der Opa, der alle zum Weinen bringt. In: Süddeutsche Zeitung. 2. Dezember 2015, ISSN 0174-4917 (online [abgerufen am 23. Dezember 2015]).</ref> |
| Musik | Florian Lakenmacher (Komposition); Neele Ternes (Gesang)<ref>Edeka-Opa: Hier plaudert Neele Ternes, die Frau, die den Song singt. In: klatsch-tratsch.de. 12. Dezember 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Dezember 2015; abgerufen am 22. Dezember 2015. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> |
| Kamera | Carlo Jelavic<ref name="Zimmer" /> |
| Besetzung | |
| Arthur Nightingale: Rentner<ref name="Zimmer" /> Werner<ref name="Zips" /> Stella Stocker: Tochter | |
Heimkommen (in Hashtag-Schreibweise #heimkommen) ist ein Werbespot des Einzelhandelsunternehmens Edeka. Der Ende November 2015 veröffentlichte Clip wurde als virales Video vielfach verbreitet und erhielt weltweite Aufmerksamkeit. Der Spot gilt als ästhetisch wie emotional besonders ansprechendes Beispiel eines Werbefilms. Die Handlung ruft starke Emotionen hervor, was für einen deutschen Werbefilm bislang ungewöhnlich war.
Handlung[Bearbeiten]
Der Kurzfilm erzählt von einem durchaus vermögenden<ref>Barbara Vorsamer: Umstrittener Edeka-Spot: Berührend, aber unrealistisch. In: Süddeutsche Zeitung. 1. Dezember 2015, ISSN 0174-4917 (online [abgerufen am 22. Dezember 2015]).</ref> Großvater, der nach der regelmäßigen Absage seiner Kinder und Enkel mehrere Jahre hintereinander das Weihnachtsfest alleine verbringt. Danach sieht man die Kinder mit der Todesnachricht des Großvaters. Als sie alle zur Trauerfeier eintreffen, zeigt sich ihnen der keineswegs tote Mann mit den Worten: „Wie hätte ich euch denn sonst alle zusammenbringen sollen?“ Anschließend sieht man die ganze Familie beim gemeinsamen Feiern.
Produktion[Bearbeiten]
Die verantwortliche Werbeagentur ist Jung von Matt. Alex Feil ist Regisseur des 1:46 Minuten langen Clips, der in Prag und Bangkok gedreht wurde.<ref name="Welt">Kerstin Münstermann: So wurde der Edeka-Spot auf Erfolg optimiert. In: Welt Online. 1. Dezember 2015, abgerufen am 17. Dezember 2015.</ref> Die Rolle des Großvaters spielt der britische Schauspieler Arthur Nightingale,<ref name="Zips" /> der synchronisiert wurde.<ref>Er rührt Zuschauer zu Tränen: Opa Arthur aus der Edeka-Werbung ist in Wahrheit ein Schauspieler mit Humor, Focus.de, 1. Dezember 2015.</ref> Da es Edeka in Großbritannien nicht gibt, kannte er Edeka vor dem Dreh des Werbespots nicht und hat auch noch nie dort eingekauft.<ref>Einsamer Senior geht fremd: „Edeka-Opa“ kauft bei Lidl ein, n-tv, 16. Dezember 2015.</ref> Die Schauspielerin Stella Stocker spielt seine Tochter. Die Idee sowie der erste Script-Entwurf des Spots stammen von dem Schriftsteller Simon Urban<ref>Simon Urban – Schöffling & Co. Verlag. Abgerufen am 5. Juni 2020.</ref><ref>EDEKA | Jung von Matt | Home For Christmas | WE LOVE AD. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Juni 2020; abgerufen am 5. Juni 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>, der davon berichtet, dass der Film in der Ur-Version noch „Das letzte Mahl“ geheißen habe.<ref>EDEKA Viral #heimkommen. In: simonurban.de. Abgerufen am 5. Juni 2020.</ref> Für den Spot schrieb Florian Lakenmacher von der Hamburger Produktionsfirma Supreme Music ein eigenes Lied mit dem Titel Dad, das die Oldenburger Sängerin Neele Ternes singt.<ref name="ternes" /> Laut Jens Pfau von der Agentur Jung und Matt, der den Spot entwickelte, war beim Kundenbriefing ein „emotionaler Weihnachtsgruß an Deutschland“ angefragt worden.<ref name="heuldoch">Angelika Slavik, David Steinitz: Heul doch! Wie Werbeagenturen mit Emotionen spielen. In: Süddeutsche Zeitung. 5. Dezember 2015, ISSN 0174-4917 (online [abgerufen am 22. Dezember 2015]).</ref> Man gehe davon aus, dass die emotionale anrührende Geschichte noch Jahre von sich reden machen werde.<ref name="heuldoch" /> Der Spot ist mit 1:46 Minuten vergleichsweise lang, was mit Forschungsergebnissen zum Auslösen von Gefühlen übereinstimmt: Humor, Angst, Schreck oder Ekel auszulösen, geht in viel kürzerer Zeit als Trauer zu erzeugen, die einer längeren Erzählung bedarf.<ref name="bewusst">Kathrin Hollmer: Bewusst auf die Tränendrüse. In: jetzt.de Süddeutsche Zeitung. 4. Dezember 2015, abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref>
In voller Länge ist der Werbespot nur auf YouTube zu sehen, im Fernsehen wird eine gekürzte Version gezeigt.<ref name="Welt" /> Das von der Sängerin Neele Ternes interpretierte Lied Dad wurde gleichzeitig zusätzlich bei SoundCloud veröffentlicht und über 150.000 Mal aufgerufen. Ab 11. Dezember wurde es auch als Single angeboten, stieg nach einer Woche auf Platz 43 der deutschen Charts ein und erreichte schließlich Rang 32.<ref name="charts" /> Die Erlöse der kostenpflichtigen Downloads spendet EDEKA laut eigenen Angaben an die karitativen Besuchsdienste für einsame Menschen.<ref>EDEKA: EDEKA Weihnachtsclip – #heimkommen auf YouTube, 28. November 2015, abgerufen am 4. März 2022.</ref>
Wahrnehmung[Bearbeiten]
Abrufzahlen[Bearbeiten]
Das Video wurde am 28. November, dem ersten Adventssamstag, veröffentlicht. Innerhalb der ersten 24 Stunden wurde es bei Facebook 5 Millionen Mal und bei YouTube 1,2 Millionen Mal angesehen. Nach einer Woche lag die Abrufzahl bei YouTube über 30 Millionen und Mitte Dezember bei etwa 42 Millionen. In den sozialen Medien wurde das Video überwiegend positiv aufgenommen und verbreitete sich etwa dreimal so schnell wie das Anfang 2014 geschaltete Internetmusikvideo mit dem für Edeka umgeschriebenen Lied Supergeil. Es erreichte auch höhere Abrufzahlen als das virale Video Kassensymphonie vom Dezember 2014, bei dem durch die Töne von Scannerkassen Jingle Bells gespielt wird.<ref>Susanne Herrmann: Edeka und die Weihnachts-Kassensymphonie. In: wuv.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. Dezember 2015; abgerufen am 29. Dezember 2015.</ref><ref>Die 5 besten Weihnachtsvideos 2015 I how2.expert. In: how2.expert. 9. Dezember 2015, abgerufen am 29. Dezember 2015.</ref>
Ein britisches Marketingmagazin stellte eine weltweite Rangliste vergleichbarer Weihnachtswerbespots 2015 auf, #heimkommen führte mit über 33 Millionen Klicks nach einer Woche Laufzeit deutlich vor Spots der Supermarktketten John Lewis und Sainsbury.<ref>Shona Ghosh: German supermarket Edeka’s Christmas ad beats John Lewis and Sainsbury's on YouTube. In: www.marketingmagazine.co.uk. 9. Dezember 2015, abgerufen am 21. Dezember 2015.</ref> Der Stuttgarter Zeitung zufolge sei Werbung, wenn sie den Zeitgeist treffe, kein wegzuklickendes Ärgernis – sondern werde gerne angesehen und weiterverbreitet.<ref name="Plavec" /> Bei den Shares, der Anzahl in sozialen Medien geteilten Inhalte, liegt das Video deutlich vor britischen und deutschen Weihnachtsclips.<ref>Susanne Herrmann: Jung von Matt ist Social-Video-Meister. In: W&V. 9. Dezember 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Dezember 2015; abgerufen am 22. Dezember 2015. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Umfeld[Bearbeiten]
Entsprechend emotionale Werbespots für Weihnachten sind bei englischsprachigen Handelsketten durchaus üblich<ref>Dana Regev: The Christmas commercials that turned into a smash hit. In: DW.COM. 8. November 2015, abgerufen am 21. Dezember 2015.</ref>, aber bei deutschen Firmen bislang so nicht verwendet worden.<ref>Janelle Dumalaon: German supermarket’s Christmas ad goes viral. In: DW.COM. 30. November 2015, abgerufen am 21. Dezember 2015.</ref> Das Narrativ des einsamen alten Mannes und seiner Familienbeziehung ist 2015 mehrfach thematisiert worden, unter anderem bei dem für Parodien bekannten Streaming-Portal Pornhub.<ref>Jan Georg Plavec: Parodie auf Edeka-Spot: Opa erschießen – oder Pornogutschein – Stuttgarter Nachrichten. In: Stuttgarter Nachrichten. 15. Dezember 2015, abgerufen am 22. Dezember 2015.</ref> Ebenso hat die britische Aldigruppe 2015 den Weihnachtswerbespot der Warenhausgruppe John Lewis mit einem älteren Mann auf dem Mond zur Eigenwerbung für günstige(re) Teleskope umgemünzt.<ref name="Plavec">Jan Georg Plavec: Virale Werbung von Edeka und Co.: Und die Leute machen auch noch mit – Stuttgarter Zeitung. In: Stuttgarter Zeitung. 19. Dezember 2015, abgerufen am 22. Dezember 2015.</ref>
Nachahmer[Bearbeiten]
Die Edeka-Werbung wurde mehrfach aufgegriffen und weiterverarbeitet. Die Deutsche Bahn veröffentlichte im Internet eine Fotomontage und setzte den Großvater in einen ICE-Speisewagen mit der Beschriftung: „Lieber Opa, warte nicht, bis sie zu Dir kommen.“<ref>DB Bahn – Chronik-Fotos | Facebook. In: facebook.com. 2. Dezember 2015, abgerufen am 17. Dezember 2015.</ref><ref>Ulrike App: #Heimkommen: So kümmert sich die Bahn um den Edeka-Opa. In: WUV. 3. Dezember 2015, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 21. Dezember 2015. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Eine italienische Agentur hat Anfang Dezember 2015 den Spot komplett neu gedreht und im italienischen Umfeld angesiedelt; der Großvater möchte in dem Fall seine Parmesanvorräte nicht schlecht werden lassen.<ref>Il nonno si finge morto per Natale? Spunta la parodia italiana dello spot. In: LaStampa.it. 7. Dezember 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Dezember 2015; abgerufen am 22. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref><ref>La minaccia del nonno: "Se non venite butto la parmigiana". In: L'Huffington Post. 7. Dezember 2015, abgerufen am 22. Dezember 2015.</ref>
Für die Fernsehshow Circus HalliGalli wurde eine Parodie auf den Spot gedreht, in der der von Udo Walz verkörperte Großvater Udo, als er sich als lebendig erweist, erst von Olli, Joko und Klaas wüst beschimpft und schließlich von Oma Violetta erschossen wird.<ref>Circus HalliGalli Weihnachtsclip – #heimkommen auf YouTube, 14. Dezember 2015.</ref><ref>Michael Hanfeld: Anti-Edeka-Werbespot „Du perverser alter Mann“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 15. Dezember 2015, ISSN 0174-4909 (online [abgerufen am 21. Dezember 2015]).</ref>
Rezeption[Bearbeiten]
In der Presse war das Echo zwiespältig, einerseits wurde die emotionale Ansprache hervorgehoben und auch der Werbeerfolg gewürdigt,<ref name="shz" /><ref name="sz.de" /> andererseits wurde der vorgetäuschte Tod kritisch betrachtet.<ref name="hildebrandt" /> So bezeichnete die Tageszeitung Die Welt den Werbespot als „super-geschmacklos“.<ref>Antje Hildebrandt: Super-Geschmacklos: Mit #heimkommen hat Edeka den Bogen überspannt, Die Welt, 30. November 2015.</ref> Die ARD berichtete über durchaus zwiespältige Reaktionen im Netz.<ref>WDR: Video „Netzreporter: #heimkommen zum Opa“ – Morgenmagazin. In: Netzreporter: #heimkommen zum Opa. 3. Dezember 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Dezember 2015; abgerufen am 21. Dezember 2015.</ref> Der Film fand auch im Ausland Beachtung, so in Österreich<ref>#heimkommen: Einsamer alter Mann ist Hit im Web. Der Standard, 30. November 2015, abgerufen am 21. Dezember 2015.</ref> oder in den USA.<ref>Jessica Estepa: German supermarket chain EDEKA releases tearjerker of a Christmas ad. In: usatoday.com. USA TODAY, 2. Dezember 2015, abgerufen am 22. Dezember 2015.</ref><ref>Grandfather goes to extreme lengths to bring family home for Christmas in ad for German Edeka. In: abc7news.com. ABC7 San Francisco, 2. Dezember 2015, abgerufen am 22. Dezember 2015.</ref> In Australien fiel ein deutlich dunklerer und angsteinflößender Ton auf, insbesondere im Vergleich zu den heimischen Weihnachtsspots, die in einem Fall als zu white-bread (spießig), in anderem Falle wegen eines recht campy dargestellten Rentier Rudolph kritisiert worden waren.<ref>Frank Chung und Dana McCauley: It’s enough to put you off the silly season. In: NewsComAu. 3. Dezember 2015, abgerufen am 21. Dezember 2015.</ref> Die irische Boulevardzeitung Sun stellte Parallelen zu den John-Lewis-Spots fest.<ref>Hayley Richardson: That's not very festive! Germans make John Lewis-style Christmas ad... where dad fakes his own death. In: The Sun. 1. Dezember 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Dezember 2015; abgerufen am 17. Dezember 2021.</ref> Le Point in Frankreich betonte die große Reichweite und emotionale Botschaft des Spots,<ref>Frédéric Therin: La pub de Noël qui fait pleurer toute l'Allemagne. In: Le Point. 14. Dezember 2015, abgerufen am 21. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> ähnlich der französischsprachige Fernsehsender TNTV auf Tahiti.<ref>Une pub allemande fait sensation à l’approche de Noël. In: TNTV – Actualité, news, replay et direct live de Polynésie. 12. Dezember 2015, abgerufen am 21. Dezember 2015.</ref>
Die Süddeutsche Zeitung sprach von einer strategisch sehr modernen Werbung, die auch rein ästhetisch ein Meisterstück des Werbefilms darstelle.<ref name="heuldoch" /> Die Inszenierung erzähle in den 57 Einstellungen eine Geschichte, die auch fürs Kino taugen würde.<ref name="heuldoch" /> Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V, lobt die „integrierte Kommunikation wie aus dem Lehrbuch“, weil die „Botschaft auf allen Kanälen – von Facebook über Soundcloud bis Kino und TV“ verbreitet werde.<ref>Daniela Strasser: Was man aus der Edeka-Kampagne lernen kann. wuv.de, 30. November 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Dezember 2015; abgerufen am 21. Dezember 2015. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Die emotionale Tiefe ist nicht unbedingt auch verkaufsfördernd, die vielen emotional belasteten Momente des Films würden, so eine Studie der Ratingagentur Advertising, unter Umständen sogar als Antiwerbung wirken.<ref>Ingo Rentz: Kein Absatz durch #heimkommen?: Neuromarketing-Studie attestiert Edeka-Spot verkaufshemmende Wirkung. In: HORIZONT. 16. Dezember 2015, abgerufen am 21. Dezember 2015.</ref><ref name="bewusst" /> Andere sehen den Spot als emotionale Benchmark der Werbebranche für 2015 und mutige Entscheidung.<ref>Catrin Bialek: „#Heimkommen“-Spot: Bedeuten hohe Klickzahlen auch mehr Umsatz? handelsblatt.com, 30. November 2015, abgerufen am 21. Dezember 2015.</ref> Die Medienwissenschaftlerin Meike Uhrig sieht den Clip als Teil einer Tendenz, schnelle Produktwerbung zugunsten aufwändiger produzierter und mittelfristig angelegter Image-Kampagnen aufzugeben.
Die evangelische Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler bezeichnete den Film als eine „Predigt im Kleinen“, die zu „Menschlichkeit und Warmherzigkeit an Weihnachten“ aufrufe.<ref>Peter Praschl: Deutsche brauchen für Gefühle den Vorschlaghammer. In: Welt Online. 6. Dezember 2015 (welt.de [abgerufen am 21. Dezember 2015]).</ref> Vor dem Hintergrund, dass Mitarbeiter seiner Organisation oftmals die einzigen sind, zu denen vereinsamte ältere Menschen noch Kontakt hätten, begrüßte es der Präsident des oberösterreichischen Roten Kreuzes, Walter Aichinger, wenn ein Werbespot wie #Heimkommen dafür wirbt, anderen Menschen Zeit zu schenken.<ref>Rotes Kreuz Oberösterreich: #heimkommen – Ein Werbespot mit vielen Diskussionen. roteskreuz.at, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Dezember 2015; abgerufen am 22. Dezember 2015. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Der Erfolg von Heimkommen schlug sich nach Angaben der Ratingagentur Advertising nicht in einem höheren Umsatz nieder, da der Werbespot bei Konsumenten einen verkaufshemmenden Effekt auslöst, da das Unternehmen Edeka mit Einsamkeit, Trauer und Tod in Verbindung gebracht worden sei.<ref>Eva Voß: Kein höherer Umsatz: Warum der Edeka-Werbespot #heimkommen so erfolgreich ist. NOZ, 30. Dezember 2015, abgerufen am 31. Dezember 2015.</ref>
Auszeichnungen[Bearbeiten]
Quellen[Bearbeiten]
<references responsive> <ref name="ternes"> „Dad“ von Neele Ternes – Song der Edeka-Werbung als Download. In: salsa-und-tango.de. 12. Dezember 2015, abgerufen am 20. Dezember 2015. </ref> <ref name="shz"> Weihnachten #heimkommen: Edeka-Werbung: Nicht nur dieser Opa wird Sie zu Tränen rühren. In: shz.de. 30. November 2015, abgerufen am 20. Dezember 2015. </ref> <ref name="sz.de"> Barbara Vorsamer: Umstrittener Edeka-Spot: Extrem unrealistisch, dennoch ein Lehrstück. In: sueddeutsche.de. 1. Dezember 2015, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de). </ref> <ref name="hildebrandt"> Antje Hildebrandt: Mit #heimkommen hat Edeka den Bogen überspannt. In: Welt Online. 30. November 2015, abgerufen am 20. Dezember 2015. </ref> <ref name="charts"> Offizielle Deutsche Charts – Offizielle Deutsche Charts. In: offiziellecharts.de. Abgerufen am 20. Dezember 2015. </ref> </references>
Weblinks[Bearbeiten]
- Vorlage:IMDb/1
- #heimkommen auf YouTube, 28. November 2015
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2025-06
- Wikipedia:Kein lokales Bild, aber Bild auf Wikidata
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2023-05
- Wikipedia:Weblink offline
- Webvideo
- Werbung in Deutschland
- Deutscher Film
- Filmtitel 2015
- Werbefilm
- Edeka
- Netzkultur