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Heinrich Apel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein Heinrich Apel (* 5. Mai 1935 in Schwaneberg, Provinz Sachsen; † 24. Mai 2020<ref>Traueranzeige, in: Mitteldeutsche Zeitung Halle/Saalkreis vom 4. Juli 2020.</ref>) war ein deutscher Künstler, vor allem Bildhauer und Metall-Restaurator.

Datei:Magdeburg Faunenbrunnen.jpg
Faunbrunnen in Magdeburg

Leben und Werk[Bearbeiten]

Apel machte das Abitur und absolvierte eine Lehre als Steinmetz. Von 1953 bis 1959 studierte er an der späteren Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein (HIF) bei Gustav Weidanz Bildhauerei. Seitdem lebte und arbeitete er freischaffend in Magdeburg.<ref>Der Bildhauer Heinrich Apel. In: magdeburg.de. Abgerufen am 25. Juni 2026.</ref> In der ersten Zeit übernahm er vor allem Restaurierungsaufgaben für das Institut für Denkmalpflege, besonders an den Domen Magdeburg, Halberstadt, Stendal, an der Stiftskirche Quedlinburg und beim Wiederaufbau des Magdeburger Reiters.

Er schuf bedeutende eigenständige Werke für den öffentlichen Raum und architekturbezogene Werke wie Bronzetüren, Brunnen, Architekturdetails und Statuen. Seine Arbeit umfasste auch Collagen, Textilien, Medaillen, Kleinplastiken und Bilder. Laut der Pressestelle der Landeshauptstadt Magdeburg hat kein anderer Künstler „das Antlitz Magdeburgs so bereichert und seine Spuren hinterlassen“.<ref>#MDBlog: Kunstpfad – Auf den Spuren von Heinrich Apel. In: magdeburg.de. Abgerufen am 25. Juni 2026.</ref>

Apel war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR (VBK). Er hatte eine große Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, in der Zeit der DDR u. a. 1967/1968 an der VI. Deutschen Kunstausstellung und von 1972 bis 1988 an der VII. bis X. Kunstausstellung der DDR in Dresden, 1976 in Bagdad an Grafik und Plastik aus der DDR und 1987/1988 in Bonn, München und Mannheim an Bildhauerkunst aus der Deutschen Demokratischen Republik. 1972 beteiligte Apel sich am Bildhauersymposion Vyšné Ružbachy. 1972/1973 hatte er an der HIF einen Lehrauftrag für Keramik.

Im Jahr 2000 übergab Apel der Stadt Haldensleben eine große Zahl von Werken zur dauerhaften Ausstellung auf Schloss Hundisburg.<ref>Sammlung Heinrich Apel - Schloss- und Gartenverwaltung Hundisburg. Abgerufen am 25. Juni 2026.</ref>

Ehrungen (unvollständig)[Bearbeiten]

Datei:Eingangspforte des Klosters Unser Lieben Frauen.jpg
Eingangspforte des Klosters Unser Lieben Frauen, Magdeburg
Datei:Denkmal Breite Straße Altenweddingen.JPG
Skulptur „Pferd mit Hund“, Altenweddingen

Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Apels (unvollständig)[Bearbeiten]

Werkbeispiele[Bearbeiten]

Siehe auch Bildindex der Kunst & Architektur<ref>Bildindex der Kunst & Architektur - Startseite Bildindex. In: bildindex.de. Abgerufen am 25. Juni 2026.</ref>

Weitere Plastische Werke[Bearbeiten]

  • Kniende (1963; Bronze, lebensgroß; Guss in Lauchhammer; Magdeburg, Lichthof der Empfangshalle des Interhotels „International“)<ref>Ruth Pape et al.: Bildende Kunst + Architektur. Baukatalog Teil 4, Potsdam, Magdeburg, Schwerin, Rostock, Neubrandenburg. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1972, Magdeburg, S. 72</ref>
    • Vogelmutter und Junge (1961; etwa 25 × 40 cm; Nordportal)<ref name=":0">Ruth Pape et al.: Bildende Kunst + Architektur. Baukatalog Teil 4, Potsdam, Magdeburg, Schwerin, Rostock, Neubrandenburg. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1972, Magdeburg, S. 84/85</ref>
    • Das Urteil des Paris (1963; etwa 33 × 26 cm; Außenseite der Paradiespforte)<ref name=":0" />
    • Eule

Druckgrafik[Bearbeiten]

  • Franz Mehring (1985; Holzschnitt, 55 × 39 cm; aus der Mappe „Bildnisse – Porträts von Persönlichkeiten der Arbeiterbewegung“; Auftrag des VBK; auf der X. Kunstausstellung der DDR)<ref>Klaus-Dieter Schumacher: Franz Mehring. 1985, abgerufen am 9. August 2026.</ref>

Ausstellung seit der deutschen Wiedervereinigung[Bearbeiten]

  • 1995: Magdeburg, Kloster Unser Lieben Frauen (Einzelausstellung „Querschnitte, Plastik, Textilien, Collagen“)

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Schierz: Heinrich Apel. Bildhauer und Restaurator. In: Bildende Kunst, Berlin, 1966, S. 587–589
  • Renate Hagedorn: Heinrich Apel. Verlags- und Druckhaus Magdeburg, 1991
  • Saur. Allgemeines Künstlerlexikon. Band 4, 1992, S. 494/495
  • Martin Heidemann und Wolfgang Steguweit (Hrsg.): Medaillenkunst in Halle im 20. Jahrhundert (= Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst: Die Kunstmedaille in Deutschland. Band 17). Gebr. Mann Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-7861-2462-0.
  • Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 27/28

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Heinrich Apel – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein