Heinz Burzynski
Heinrich Felix „Heinz“ Burzynski (* 17. Juni 1910 in Berlin; † 26. April 1945<ref> Sterbeurkunde StA Berlin-Buch Nr. 2215 vom 8. November 1945</ref> in Berlin-Buch) war ein deutscher Jazz- und Unterhaltungsmusiker (Trompete) und Bandleader, der unter anderem im Berlin der Kriegszeit aktiv war.
Leben[Bearbeiten]
Burzynski spielte Ende der 1930er-Jahre in Berliner Swingbands<ref>Horst H. Lange: Jazz in Deutschland: die deutsche Jazz-Chronik bis 1960. 1996, S. 114.</ref>, etwa bei Günter Herzog. Anfang der 1940er-Jahre war er musikalischer Leiter des Kabaretts der Komiker (KadeKo), einer Revue populärer Unterhaltung im Theater am Schiffbauerdamm.<ref>Klaus Völker: Kabarett der Komiker: Berlin 1924 bis 1950. 2010, S. 221.</ref>
Mit seinem Orchester trat er in den frühen 1940er-Jahren im Delphi Filmpalast auf und nahm eine Reihe von deutschsprachigen Schlagern im Swingarrangement auf wie Alles wird gut,<ref>Tempo 5129</ref> Hand in Hand, Nun soll kein Tag mehr ohne Liebe sein,<ref>Enthalten auf der Kompilation Swinging Delphi – Ein Tanzpalast und seine Bands 1936–1942. Originalaufnahmen 1936–1942. (Pumpkin Pie Records)</ref> Ich muß erst sprechen mit Papa,<ref>Electrola 7323</ref> Vielleicht ein andermal<ref>Tempo E 4007 Matritzennummer: 1837</ref> und Ein Glück, dass man sich so verlieben kann. Während des Krieges arbeitete er für die Truppenbetreuung. 1942/43 spielten in Burzynskis Orchester Macky Kasper,<ref>Friedel Keim: Das große Buch der Trompete: Instrument, Geschichte, Trompeterlexikon, Band 1. Schott, 2005</ref> Jean Orban, Helmuth Klopsch (Trompete), Willibald Winkler (Posaune), Benny de Weille (Klarinette, Altsaxophon), Omar Lamparter (Altsax), Lothar Häussler (Tenorsax, Klarinette), Primo Angeli (Piano), Eddie Rothé (Gitarre), Otto Tittmann (Bass) und Herbert Kysielka (Schlagzeug). Tom Lord listet ihn im Bereich des Jazz 1942 mit zwei Aufnahmesessions.<ref name="lord">Tom Lord: The Jazz Discography (online, abgerufen am 25. März 2016)</ref> Mit seiner Band nahm er im November 1943 die letzte Electrola-78er der Kriegszeit auf (Ich möcht’ so gern ein Kind von dir, aus der Operette Der goldene Käfig<ref>Sie wurde am 23. September 1943 noch im Berliner Admiralspalast uraufgeführt</ref>), die in kleiner Auflage erschien.<ref>Electrola 7323, vgl. auch Ich möcht‘ so gern ein Kind von dir bei Schellack-Rundfunk</ref> Die Kapelle Heinz Burzynski stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.
Lexikalische Einträge[Bearbeiten]
- Jürgen Wölfer: Jazz in Deutschland. Das Lexikon. Alle Musiker und Plattenfirmen von 1920 bis heute. Hannibal, Höfen 2008, ISBN 978-3-85445-274-4.
Weblinks[Bearbeiten]
- Heinz Burzynski & sein Orchester bei AllMusic (englisch)Vorlage:Abrufdatum
- Heinz Burzynski und sein Orchester bei Discogs
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references/>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Burzynski, Heinz |
| ALTERNATIVNAMEN | Burzynski, Heinrich Felix |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Jazz- und Unterhaltungsmusiker (Trompete) und Bandleader |
| GEBURTSDATUM | 17. Juni 1910 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 26. April 1945 |
| STERBEORT | Berlin-Buch |