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Helfrantzkirch

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Helfrantzkirch
Datei:Blason de la ville d'Helfrantzkirch (68).svg
Helfrantzkirch (Frankreich)
Helfrantzkirch (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin (68)
Arrondissement Mulhouse
Kanton Brunstatt-Didenheim
Gemeindeverband Saint-Louis Agglomération
Koordinaten 47° 36′ N, 7° 25′ OKoordinaten: 47° 36′ N, 7° 25′ O
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Höhe 330–428 m
Fläche –
Einwohner 737 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 68510
INSEE-Code 68132
Website www.helfrantzkirch.fr
Datei:Hôtel de Ville Helfrantzkirch.jpg
Rathaus

Helfrantzkirch ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine französische Gemeinde mit 737 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Kanton Brunstatt-Didenheim und zum Gemeindeverband Saint-Louis Agglomération.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Helfrantzkirch liegt im Sundgau, zwischen Altkirch und Basel. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Les Hameaux und Trois Maisons.

Nachbargemeinden von Helfrantzkirch sind Magstatt-le-Haut und Stetten im Norden, Kappelen im Osten, Ranspach-le-Bas im Südosten, Ranspach-le-Haut im Süden, Berentzwiller im Südwesten, Jettingen im Westen sowie Zaessingue im Nordwesten.

Geologie[Bearbeiten]

Helfrantzkirch liegt im lössbedeckten Sundgauer Tertiärhügelland im Bereich der unter der Lössdecke lagernden Sundgauschotter. Diese sind die Hinterlassenschaft einer einst (im Pliozän und Altpleistozän) über den Ur-Doubs zum Mittelmeer entwässernden Ur-Aare.

Toponymie[Bearbeiten]

Ersterwähnung 1090 als Helfratheskirche. Später erscheint der Ort unter anderem 1255 als Helfratzkirche, 1724 als Helferskirch.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort gehörte bis zum Übergang des elsässischen Besitzes der Habsburger im Westfälischen Frieden 1648 an die französische Krone zu Vorderösterreich (zur Landvogtei von Oberlandser). Nach dem Deutsch-Österreichischen Krieg 1870/71 bis 1918 gehörte Helfrantzkirch zu dem von den Deutschen annektierten Reichsland Elsass-Lothringen. Im Zweiten Weltkrieg gelangten die Einwohner nach dem Waffenstillstand im Juni 1940 unter deutsche Verwaltung. Die Befreiung von der Naziherrschaft geschah bereits am 19. November 1944 bei einem französischen Panzervorstoß zum Rhein. Dies geschah im Zuge der Offensive der französischen 1. Armee unter General de Lattre de Tassigny gegen den von den Deutschen hartnäckig verteidigten Brückenkopf Elsass.

Helfrantzkirch spielte im Bauernkrieg 1525 eine besondere Rolle als Sammelpunkt der aufständischen Bauern. Johann Berner, der Pfarrer des Dorfes, war einer ihrer Anführer.

In der Nachbarschaft von Helfrantzkirch befinden sich mehrere Wüstungen: Ranzkirch an der Straße nach Jettingen (urkundlich nicht belegt, aber durch Grundmauerreste wahrscheinlich), Rüschweiler, urkundlich erstmals 757 und zum letzten Mal 1602 erwähnt, wohl im Dreißigjährigen Krieg abgegangen, Büren, von dem beim Pflügen Mauerreste entdeckt wurden, Froweiler, in einem Grundbuch von Helfrantzkirch 1602 letztmals erwähnt und im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden zerstört. Außerdem wird eine Lokalität Ad Caritatem genannt.

Bauwerke[Bearbeiten]

Anfang des 12. Jahrhunderts befand sich anstelle der heutigen Kirche St. Bartholomäus ein Vorgängerbau, der nach Baufälligkeit komplett ersetzt werden musste. Dies geschah von 1827 bis 1830 nach Plänen des Baumeisters Wagner aus Altkirch. Der neue Kirchturm stürzte ein, sodass die Kirche erst 1843 ihrer Bestimmung übergeben werden konnte. Es handelt sich um einen schlichten spätklassizistischen Bau der Louis-Philippe.Zeit mit Haupteingang durch den Westturm. Vom mittelalterlichen Vorgängerbau hat sich ein spätgotischer Sakramentsschrein erhalten. Die Orgel von 1858 stammt aus der Stiehrs-Mockers-Werkstatt. Altarbilder von Heinrich Kayser. Kreuzweg von Melchior von Deschwanden.

Außergewöhnlich aufwändig gestaltete, in der Reichslandzeit entstandene École-Mairie von 1896. Der dreiachsige Mittelrisalit durch Werk- und Backstein hervorgehoben unter einem von verzierten Konsolen gestützten vorkragenden Giebel mit reichem Laubsägedekor. Nachträglich eingefügte Inschrift Hôtel de Ville.

Gut erhaltene Fachwerkhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, alle in Stockwerkbauweise zum Teil mit auf den verlängerten Deckenbalken des Erdgeschosses liegenden Lauben. Das Fachwerk der Giebelseite meist auf Symmetrie bedacht. Gutes Beispiel: Haus Nr. 6 an der Rue de Jettingen, mit weiß gesäumtem Fachwerk, datiert 1802. - Wohnhaus der ehemaligen Poststation Dreihäusern (Trois Maisons) an der D 419 von 1786. - Alte Mühle von 1850.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2017
Einwohner 529 541 538 588 685 760 821 692

Literatur[Bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 2, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 1117–1120.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Helfrantzkirch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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