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Heloniopsis

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Heloniopsis
Datei:Heloniopsis orientalis DSCN1880.JPG

Heloniopsis orientalis

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Lilienartige (Liliales)
Familie: Germergewächse (Melanthiaceae)
Tribus: Chionographideae
Gattung: Heloniopsis
Wissenschaftlicher Name
Heloniopsis
A.Gray

Die Pflanzengattung Heloniopsis gehört zur Familie der Germergewächse (Melanthiaceae). Die etwa sechs Arten sind in Asien verbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Heloniopsis orientalis var. breviscapa.png
Illustration von Heloniopsis orientalis var. breviscapa aus Curtis's Botanical Magazine, Volume 106, 1880
Datei:Heloniopsis acutifolia.jpg
Blütenstand von Heloniopsis umbellata mit auffällig langen Griffeln, die in einer kopfigen Narbe enden
Datei:Heloniopsis koreana 3.JPG
Habitus, Laubblätter und Blütenstand von Heloniopsis koreana
Datei:Heloniopsis orientalis in Yumihari Mountains.JPG
Blütenstand von oben mit Blüten im Detail von Heloniopsis orientalis

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Heloniopsis-Arten wachsen als immergrüne oder sommergrüne ausdauernde krautige Pflanzen. Diese Hemikryptophyten oder Geophyten<ref name="WCSP" /> bilden als Überdauerungsorgane unterirdische, kurze, verdickte Rhizome. Alle Pflanzenteile sind kahl.<ref name="FoC" />

Die Laubblätter sind in einer grundständigen Rosette angeordnet. Die einfachen Blattspreiten sind meist länglich bis verkehrt-lanzettlich oder verkehrt-eiförmig und können im unteren Bereich stielartig verschmälert sein,<ref name="FoC" /> bei Heloniopsis koreana sind sie meist spatelförmig<ref name="Fuse2004" />. Die Blattränder sind glatt oder winzig gewellt. Es liegt Parallelnervatur vor.<ref name="FoC" />

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Die mehr oder weniger langen, aufrechten, unverzweigten, hohlen Blütenstandsschäfte besitzen zwei bis acht schuppenförmige Blätter. Die einfachen, doldigen oder doldenähnlichen traubigen Blütenstände enthalten nur ein bis zehn meist hängende Blüten. Es sind meist keine Tragblätter vorhanden.<ref name="FoC" />

Die zwittrigen Blüten radiärsymmetrisch und dreizählig. Die sechs gleichgestaltigen, haltbaren Blütenhüllblätter sind frei oder bei Heloniopsis tubiflora nur an ihrer Basis verwachsen und stehen trichterförmig zusammen. Die meist ausgebreiteten, bei Heloniopsis tubiflora selten aufrechten Blütenhüllblätter sind spatelförmig oder linealisch-verkehrt-lanzettlich bis länglich. Die Farben der Blütenhüllblätter reichen je nach Art von weiß mit rosafarben über rosafarben bis bläulich-purpurfarben, purpurfarben mit weiß bis bräunlich-purpurfarben. An der Basis der Blütenhüllblätter befinden sich in oft tiefen Taschen Nektarien. Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden; sie überragen meist die Blütenhüllblätter. Die untereinander freien Staubfäden sind oft mit der Basis der Blütenhüllblätter, aber nie mit dem Fruchtknoten verwachsen. Die dorsifixen Staubbeutel sind lanzettlich. Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen. Jedes Fruchtknotenfach enthält 60 bis 180 Samenanlagen. Der sehr lange, dünne Griffel endet in einer kopfigen Narbe.<ref name="FoC" />

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die aufsteigenden Kapselfrüchte sind lokulizid und dreilappig. Die relativ kleinen, linealischen Samen sind an beiden Enden geschwänzt.<ref name="FoC" />

Chromosomenzahlen[Bearbeiten]

Die Chromosomenzahlen bei den untersuchten Arten betragen 2n = 34.<ref name="Kokubugata2004" />

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Heloniopsis wurde 1858 durch Asa Gray in Memoirs of the American Academy of Arts and Science, new series 6, S. 416<ref name="biodiversitylibrary" /> aufgestellt. Typusart ist Heloniopsis pauciflora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Gray. Heloniopsis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Gray nom. cons. wurde nach den Regeln der ICBN (Vienna ICBN Art. 14.4 & App. III) konserviert gegenüber Hexonix Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf. nom. rej. und Kozola Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf. nom. rej. die bereits 1836 in Constantine S. Rafinesque-Schmaltz: Flora Telluriana 2, S. 13 und 25 veröffentlicht wurden.<ref name="GRIN" /> Ein weiteres Synonym ist Sugerokia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Miq.<ref name="tropicos" /> Der Gattungsname Heloniopsis bedeutet der Gattung Helonias ähnlich (= -opsis).

Die Gattung Heloniopsis in der Tribus Heloniadeae innerhalb der Familie Melanthiaceae. Die Tribus Heloniadeae hatte früher auch den Rang einer Familie Heloniadaceae oder wurde in die Familie der Liliaceae eingeordnet.<ref name="GRIN" /> Die Tribus Heloniadeae enthält drei Gattungen, die alle Elemente der Arkto-Tertiären Geoflora sind. Helonias kommt im östlichen Nordamerika und Ypsilandra (Vietnam über westliches China bis Himalaya) sowie Heloniopsis (Sachalin, Korea, Taiwan und Japan) kommen im östlichen Asien vor (N. Tanaka 1997).<ref name="GRIN" /><ref name="FoC" />

Die Gattung Heloniopsis kommt in Sachalin (eine Art), Taiwan (eine Art), Korea (drei Arten) und Japan (drei Arten) vor.<ref name="FoC" />

Es gibt etwa sechs Heloniopsis-Arten:<ref name="WCSP" /><ref name="FoC" />

Nutzung[Bearbeiten]

Heloniopsis orientalis wird als Zierpflanze verwendet.<ref name="Botanica2003" />

Quellen[Bearbeiten]

  • Chen Xinqi (陈心启) & Minoru N. Tamura: Heloniopsis, S. 87 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi & Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 24 – Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 (Abschnitte Beschreibung und Verbreitung)
  • Noriyuki Tanaka: Phylogenetic and taxonomic studies on Helonias, Ypsilandra and Heloniopsis: 1. Comparison of character states, In: Journal of Japanese Botany, Volume 72, Issue 4, 1997, S. 221–228, 2. Evolution and geographical distribution, In: Journal of Japanese Botany, Volume 72, Issue 5, 1997, S. 286–292 und 3. Taxonomic revision, In: Journal of Japanese Botany, Volume 73, Issue 2, 1998, S. 102–115.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="FoC"> Chen Xinqi (陈心启) & Minoru N. Tamura: Heloniopsis, S. 87 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi & Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 24 - Flagellariaceae through Marantaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2000. ISBN 0-915279-83-5 </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="tropicos"> Heloniopsis bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="biodiversitylibrary"> Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> <ref name="Botanica2003"> Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5, S. 438. </ref> <ref name="Fuse2004"> Shizuka Fuse, N. S. Lee & Minoru N. Tamura: Biosystematic studies on the genus Heloniopsis (Melanthiaceae) II. Two new species from Korea based on morphological and molecular evidence, In: Taxon, Volume 53, Issue 4, 2004, S. 949–958. </ref> <ref name="Kokubugata2004"> G. Kokubugata, C.-I. Peng & M. Yokota: Comparison of karyotypes among three Heloniopsis species (Liliaceae) from Ryukyu Archipelago and Taiwan, In: Annals of the Tsukuba Botanical Garden, Volume 23, 2004, S. 13–16. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Helonias – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien