Henri Albert Niessel
Henri Albert Niessel (* 24. Oktober 1866 in Paris; † 26. Dezember 1955) war ein französischer General und von 1926 bis 1931 Mitglied des Obersten Kriegsrates.
Leben[Bearbeiten]
Niessel diente im Ersten Weltkrieg als Divisionskommandeur und Kommandierender General eines Armeekorps an der Westfront und war anschließend Chef der Militärmission in Russland (1917–1918).<ref>Das Zeitalter des Imperialismus und des Ersten Weltkrieges, 1977, S. 105.</ref> Von 1919 bis 1920 war er Leiter der Interalliierten Baltikum-Kommission.<ref>Walter Duranty: Letts Protest Against Allied Order. To Halt Pursuit of Beaten Germans. In: The New York Times vom 26. November 1919, S. 1.</ref><ref>Hans von Rimscha, Hellmuth Weiss, Baltische Historische Kommission: Von den baltischen Provinzen zu den baltischen Staaten «Beiträge zur Entstehungsgeschichte der Republiken Estland und Lettland 1918–1920», J. G. Herder-Institut, 1977, S. 38.</ref> Ab 1920 bis 1921 wiederum leitete Niessel als Chef die Französische Militärmission in Polen.<ref>Ralph Schattkowsky: Locarno und Osteuropa, Hitzeroth, 1994, S. 79f.</ref> Zurück in Frankreich war er Kommandeur des 9. Armeekorps in Tours von 1921 bis 1924 und wurde 1924 bis 1926 Generalinspekteur der Armée de l’air.
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- Großoffizier der Ehrenlegion<ref>Qui êtes-vous?, Band 3, S. 570f.</ref>
- französisches Kriegskreuz (1914–1918) mit drei Palmzweigen
- belgisches Kriegskreuz
- polnisches Kriegskreuz
- tschechisches Kriegskreuz
- marokkanisches Kriegskreuz
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur von und über Henri Albert Niessel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Henri Albert Niessel in der Online-Version der Edition Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Niessel, Henri Albert |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Offizier, zuletzt Armeegeneral; Mitglied des französischen Obersten Kriegsrates (1926–1931) |
| GEBURTSDATUM | 24. Oktober 1866 |
| GEBURTSORT | Paris |
| STERBEDATUM | 26. Dezember 1955 |