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Henric de Suer

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Henric de Suer (auch Henrik de Suyr; * um 1470; † nach 1529 in Coesfeld) war ein deutscher Baumeister. Er ist vor allem bekannt für den Bau der Schlösser Nordkirchen und Herten.

Leben[Bearbeiten]

Über Herkunft, Ausbildung und frühe Tätigkeit Henric de Suers ist nur wenig bekannt. Er ist ab dem späten 15. Jahrhundert in Coesfeld nachweisbar, wo er als Baumeister tätig war. Die Quellenlage lässt vermuten, dass er in der regionalen Bauorganisation des Hochstifts Münster eingebunden war und dort mehrere größere Bauvorhaben leitete oder verantwortete.<ref>Kurt Fischer: Henric de Suer, Kirchenbaumeister aus Coesfeld. In: Westfalen. Band 34, 1956, S. 141–144.</ref>

Der letzte gesicherte Nachweis seiner Tätigkeit datiert aus dem Jahr 1529.

Werk (Auswahl)[Bearbeiten]

Henric de Suer werden mehrere Bauwerke im westlichen Münsterland zugeschrieben oder mit seiner Tätigkeit in Verbindung gebracht.

Sakralbauten[Bearbeiten]

  • Arbeiten an der Pfarrkirche St. Pankratius in Gescher (Um- und Erweiterungsbauten, um 1490–1510)<ref>Hendrik Martin Lange: Gescher im Zeitalter der Reformation (PDF). Stadt Gescher. Abgerufen am 2. Juli 2026.</ref>
  • Beteiligung an Bauphasen der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Billerbeck, insbesondere im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert<ref>Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) (Hrsg.): Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zum Regionalplan Münsterland. Regierungsbezirk Münster. Kreis Borken, Kreis Coesfeld, Kreis Steinfurt, Kreis Warendorf, Stadt Münster. 2013. Seite 22 (Online-Version).</ref>

Profanbauten[Bearbeiten]

  • Errichtung bzw. Neubau der Wasserburganlage in Nordkirchen ab 1528 im Auftrag von Gerhard von Morrien. Diese Anlage gilt als Vorgängerbau des späteren barocken Schlosses Nordkirchen und war eine befestigte Wasserburg mit umfangreichen Wall- und Grabenanlagen.<ref>Ein Rundgang durch die Geschichte des Schlosses. Gemeinde Nordkirchen. Abgerufen am 2. Juli 2026.</ref>

Bedeutung[Bearbeiten]

Henric de Suer gehört zu den wenigen namentlich bekannten Baumeistern des westfälischen Spätmittelalters. Seine Tätigkeit fällt in eine Übergangsphase zwischen der mittelalterlichen Bauhüttentradition und der frühneuzeitlichen Organisation von Werkmeistern und Bauleitern in territorialen Herrschaftsgebieten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Kurt Fischer: Henric de Suer, Kirchenbaumeister aus Coesfeld. In: Westfalen. Band 34, 1956, S. 141–144.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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