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Herennius Senecio

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Herennius Senecio war ein klassischer römischer Jurist, der im 1. Jahrhundert lebte.

Herennius Senecio stammte aus der Hispania Baetica, einer römischen Provinz im heutigen Südspanien, wo er die Quästur bekleidete.<ref>Plinius der Jüngere, Epistulae 7,33,5.</ref> Die Quästur, das niedrigste Amt der senatorischen Ämterlaufbahn, war das höchste, das er erreichte.<ref>Cassius Dio 67,13,2.</ref>

Um das Jahr 91 verteidigte er den Prätor Lucius Valerius Licinianus, der in einem Verfahren wegen Unkeuschheit (Crimen incesti) gegen die Vestalin Cornelia beteiligt und angeklagt worden war. Herennius Senecio überbrachte dem Gerichtsherrn, Kaiser Domitian, in Abwesenheit seines Mandanten dessen Geständnis.<ref>Plinius der Jüngere, Epistulae 4,11,12.</ref>

Zusammen mit dem jüngeren Plinius vertrat er um das Jahr 93 die Anklage in einem Repetundenverfahren gegen den Statthalter Baebius Massa, der sich in der Provinz Baetica widerrechtlich bereichert hatte.<ref>Plinius der Jüngere, Epistulae 7,33,4.</ref>

Herennius Senecio fiel in Ungnade, nachdem er eine würdevolle Biographie über den im Jahr 75 auf Anordnung des Kaisers Vespasian hingerichteten Stoiker Gaius Helvidius Priscus verfasst hatte.<ref>Plinius der Jüngere, Epistulae 7,19,5; Tacitus, Agricola 2,1.</ref> Durch Domitian, der sich als Sohn Vespasians wegen der Schrift vermutlich persönlich angegriffen sah, ereilte Herennius Senecio gegen Ende des Jahres 93 das gleiche Schicksal. Er wurde angeklagt und getötet.<ref>Plinius der Jüngere, Epistulae 3,11,3 und 7,19,5 f.; Tacitus, Agricola 45,1.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Richard Goulet: Senecio (Herennius). In: Richard Goulet (Hrsg.): Dictionnaire des philosophes antiques. Band 6, CNRS Éditions, Paris 2016, ISBN 978-2-271-08989-2, S. 202–203

Anmerkungen[Bearbeiten]

<references />