Zum Inhalt springen

Hermann Beeg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Hermann Beeg (* 24. November 1861 in Fürth; † 30. Dezember 1932 in Reisach) war ein bayerischer Generalleutnant im Ersten Weltkrieg.

Leben[Bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten]

Hermanns Vater war der Lehrer und Generalkommissär Johann Caspar Beeg. Seine Mutter, die Schriftstellerin Mathilde Beeg war eine Tochter des Hans von und zu Aufseß.<ref name="ftn1">Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums, 1901 No. 3 (Jul.-Sept.), S. 39.</ref>

Militärkarriere[Bearbeiten]

Beegs absolvierte um 1880/81 das Realgymnasium und trat anschließend als Dreijährig-Freiwilliger in das 2. Fußartillerie-Regiment der Bayerischen Armee ein. Dort erfolgte am 18. März 1882 seine Ernennung zum Portepeefähnrich.<ref name="ftn2">Verordnungsblatt d. kgl. Bayer. Kriegsministerium, No. 11, 18. März 1882, S. 115.</ref> Vom 1. April 1882 bis 15. März 1883 belegte er den Offizierslehrgang an der Kriegsschule München und legte hier vom 8. bis 15. März seine Offiziersprüfung ab.<ref name="ftn2bbb">Emil von Schelhorn: Die Königlich Bayerische Kriegsschule in den ersten 25 Jahren ihres Bestehens. T. Ackermann Verlag, 1883, S. 249, S. 99, 105, 242.</ref> Am 22. Dezember 1883 erfolgte seine Beförderung zum Secondeleutnant sowie die Kommandierung zur Artillerie- und Ingenieurschule.<ref name="ftn3">Verordnungsblatt d. kgl. Bayer. Kriegsministerium, No. 51, 24. Dez 1883, S. 460.</ref>

Am 16. Mai 1885 kehrte Beeg zu seiner Stammeinheit zurück.<ref name="ftn4">Verordnungsblatt d. kgl. Bayer. Kriegsministerium, No. 21, 16. Mai 1885, S. 178.</ref> Von 1890 bis 1893 absolvierte Beeg die Kriegsakademie, die ihm die Qualifikation für den Generalstabsdienst zuerkannte.<ref>Othmar Hackl: Die Bayerische Kriegsakademie (1867–1914). C.H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1989, ISBN 3-406-10490-8, S. 404.</ref> Am 25. September 1893 wurde Beeg von der Kriegsakademie zur Artillerie- und Ingenieurschule kommandiert, um dort als Direktionsoffizier und Lehrer zu arbeiten.<ref name="ftn7">Verordnungsblatt d. kgl. Bayer. Kriegsministerium, No. 38, 25. Sept. 1893, S. 401.</ref>

Am 6. November 1894 wurde er zum Hauptmann befördert und zum Kompaniechef des 2. Fußartillerie-Regiments ernannt. Dies geschah allerdings unter vorläufiger Belassung im Kommando, seiner Stellung als Direktionsoffizier und Lehrer an der Artillerie- und Ingenieurschule im 1. Fußartillerie-Regiment.<ref name="ftn8">Verordnungsblatt d. kgl. Bayer. Kriegsministerium, No. 31, 7. Nov 1894, S. 175.</ref> Am 1. September 1896 wurde er zum Kompaniechef im 1. Fußartillerie-Regiment ernannt und zur Eisenbahn-Abteilung des Großen Generalstabs der Preußischen Armee kommandiert.<ref name="ftn9">Verordnungsblatt d. kgl. Bayer. Kriegsministerium, Beilage zu No. 24, 3. Sept. 1896, S. 179.</ref> Am 14. September 1897 wurde Beeg als Eisenbahn-Kommissar eingesetzt und zur Eisenbahn-Linienkommission in Ludwigshafen am Rhein bestellt, behielt aber weiterhin seine Stellung als Kompaniechef im 1. Fußartillerie-Regiment, und im Kommando der Eisenbahn-Abteilung des Großen Generalstabes.<ref name="ftn10">Verordnungsblatt d. kgl. Bayer. Kriegsministerium, Beilage zu No. 23, 17. Sept. 1897, S. 164.</ref> Am 23. September 1898 wurde er zur Eisenbahn-Abteilung des Großen Generalstabs abkommandiert.<ref name="ftn11">Verordnungsblatt d. kgl. Bayer. Kriegsministerium, Beilage zu No. 35, 27. Sept. 1898, S. 159.</ref> 1900 folgte seine Ernennung zum Eisenbahn-Linienkommissar in München; während dieser Zeit war er noch im Kommando über das 1. Fußartillerie-Regiment und Angehöriger des Großen Generalstabs in der Eisenbahn-Abteilung.<ref name="ftn12">Verordnungsblatt d. kgl. Bayer. Kriegsministerium, Beilage zu No. 30, 23. Juli 1900, S. 123.</ref> Am 19. Oktober 1900 wurde Beeg mit dem Roten Adlerorden IV. Klasse ausgezeichnet.<ref name="ftn13">Verordnungsblatt d. kgl. Bayer. Kriegsministerium, Beilage zu No. 40, 24. Okt 1900, S. 196.</ref>

Am 23. September 1902 erfolgte seine Ernennung zum Kompaniechef im 2. Fußartillerie-Regiment. Innerhalb des Regiments stieg Beeg 1904 zum Stabsoffizier auf, wurde 1905 zum Major befördert und als solcher schließlich Bataillonskommandeur. Von 1907 bis 1908 war Beeg dann Direktor der Oberfeuerwerker-Schule. Anschließend trat er in den Truppendienst zurück und wurde als Oberstleutnant zum Kommandeur des 2. Fußartillerie-Regiments ernannt. In dieser Stellung folgte 1912 seine Beförderung zum Oberst. Im selben Jahr gab er das Kommando ab, wurde zum Direktor des Artillerie- und Train-Depots ernannt.

Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde Beeg als Generalmajor dem Armeeoberkommando 6 zugeteilt. Vom 22. August 1914 bis 1917 war er Kommandeur des Fußartillerie-Brigade-Kommandos 2 sowie anschließend bis 5. Juli 1918 Kommandeur der 30. Bayerischen Reserve-Division und wurde zwischenzeitlich zum Generalleutnant befördert. Dann kommandierte er bis zu deren Auflösung am 14. August 1918 die 10. Infanterie-Division.<ref name="ftn23">Herbert Wurmb: Das K. B. Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 8. M. Schick, 1929, S. 194.</ref> Im letzten Kriegsjahr war er außerdem stellvertretender Feldzeugmeister. Nach Kriegsende und Demobilisierung wurde Beeg 1919 zur Disposition gestellt.

Familie[Bearbeiten]

Beeg heiratete am 18. März 1895 in München Gisela von Heckel (1867–1946), jüngste Tochter des bayerischen Generals der Infanterie Maximilian von Heckel.

Schriften[Bearbeiten]

  • Schlacht von Verdun. In: Waffenring der ehemaligen Deutschen Schweren Artillerie (Hrsg.): Das Ehrenbuch der Deutschen Schweren Artillerie. 1931, OCLC 17879375, S. 317–321.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />