Hermann Seydel
Hermann Seydel (* 1869 in Breslau; † 30. November 1942<ref>Westfälische Neueste Nachrichten, 7. Dezember 1942, S. 3 (zeitpunkt.nrw)</ref>) war ein deutscher Jurist. 1923–1933 war er Präsident der Reichsbahndirektion Hannover.<ref>Bundesbahndirektion Hannover (Hrsg.): 1843–1983. 140 Jahre Eisenbahndirektion Hannover. Hannover o. J. (1983), S. 108 (mit Bild)</ref>
Leben[Bearbeiten]
Hermann Seydel wurde 1869 als Sohn eines Fabrikbesitzers in Breslau geboren.<ref name="Hannoversche Köpfe">o. V.: Präsident der Reichsbahndirektion Dr. Seydel. In: Hannoversche Köpfe aus Verwaltung, Wirtschaft, Kunst und Literatur, Bd. 2, Verlag H. Osterwald, Hannover 1928, ohne Seitennummerierung</ref>
Sein Abitur legte Seydel zu Ostern 1889 im Maria-Magdalenen-Gymnasium und studierte anschließend, ebenfalls in Breslau, Rechtswissenschaften an der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität.<ref>Festschrift zur 250jährigen Jubelfeier des Gymnasiums St. Maria Maggdalena zu Breslau am 30. April 1893. Herausgegeben von dem Lehrerkollegium der Anstalt. Breslau. Druck der Breslauer Genossenschafts-Buchdruckerei, e. G. m. b. H. 1893, S. 101 (Digitalisat)</ref>
Nachdem er zum Dr. jur. promoviert worden war, wurde Hermann Seydel im Jahr 1898 zunächst als Gerichtsassessor in Hirschberg im Riesengebirge beschäftigt, aber schon im Folgejahr 1899 in den Dienst der Preußisch-Hessischen Staatseisenbahn übernommen, wo er in der Verwaltung tätig wurde.<ref name="Hannoversche Köpfe"/>
Später wirkte Seydel als Regierungsassessor sowie als Regierungsrat in seiner Heimatstadt bei der Eisenbahndirektion Breslau, dann bei der Eisenbahndirektion Kassel und schließlich bei der Eisenbahndirektion Münster.<ref name="Hannoversche Köpfe"/>
Noch in der Zeit des Deutschen Kaiserreichs wurde Hermann Seydel im Jahr 1912 nach Berlin berufen als Vortragender Rat in das dortige Ministerium der öffentlichen Arbeiten.<ref name="Hannoversche Köpfe"/> Hier war er zudem Mitglied im Königlich Preußischen Eisenbahn Zentralamt.<ref>Röll, Freiherr von: Enzyklopädie des Eisenbahnwesens, Band 6. Berlin, Wien 1914, S. III3–VIII8; Transkription auf zeno.org</ref>
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Hermann Seydel im Jahr 1920 zum Ministerialdirigenten „[...] der Personal-Abteilung der Gruppe Preußen-Hessen“ ernannt. Er übernahm 1923 in Hannover die Position als Präsident der Reichsbahndirektion Hannover.<ref name="Hannoversche Köpfe"/>
Literatur[Bearbeiten]
- o.V.: Präsident der Reichsbahndirektion Dr. Seydel. In: Hannoversche Köpfe aus Verwaltung, Wirtschaft, Kunst und Literatur, Bd. 2, Verlag H. Osterwald, Hannover 1928. (August Heitmüller zeichnete die Köpfe. Wilhelm Metzig entwarf die Gesamtausstattung des Werkes.), ohne Seitennummerierung
- Robert Volz: Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft. Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild. Band 2: L–Z. Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1931, DNB 453960294, S. 1773.
Siehe auch[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Seydel, Hermann |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Jurist, Vortragender Rat und Präsident der Reichsbahndirektion Hannover |
| GEBURTSDATUM | 1869 |
| GEBURTSORT | Breslau |
| STERBEDATUM | 30. November 1942 |
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- Ministerialdirigent (Preußen)
- Jurist
- Person (Breslau)
- Person (Kassel)
- Person (Münster)
- Person (Berlin)
- Person (Hannover)
- Person (Deutsche Reichsbahn 1920–1945)
- Beamter (Weimarer Republik)
- Mitte (Hannover)
- Person (Preußische Staatseisenbahnen)
- Deutscher
- Geboren 1869
- Gestorben 1942
- Mann