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Hermann Volkhardt

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Hermann Volkhardt (* 19. April 1851 in Amorbach; † 24. Dezember 1909 in München) war ein deutscher Zuckerbäcker und Hotelier.

Biografie[Bearbeiten]

Hermann Volkhardt ist der Sohn von Gottlob Volkhardt, der Buchdrucker und Zeitungsverleger war. Hermann sollte ursprünglich ebenfalls eine Lehre als Drucker machen, um die Familientradition fortzusetzen. Hermann Volkhardt entwickelte jedoch eine Vorliebe für Süßwaren, die entscheidend für seine Berufswahl war.

Mit 14 Jahren begann er eine Ausbildung als Zuckerbäcker im Amorbacher Café Stang, die er im Alter von 16 Jahren abbrach und als Ausbildung zum Zuckerbäcker und Konditor in Hamburg fortsetzte. Danach bildete er sich in Wien weiter. Zeitweise war er auch Lehrling in der Nürnberger Lebkuchenfabrik Haeberlein-Metzger.<ref>Curt Riess: Sie haben es noch einmal geschafft. Schicksale im Nachkriegsdeutschland. G. B. Fischer, 1955, S. 236.</ref>

Später wechselte Volkhardt nach München. Dort wurde er Geschäftsführer einer Konditorei nahe der Theatinerkirche. Danach eröffnete er ein Café nahe dem Stachus. 1875 übernahm er das Café Royal.<ref>Curt Riess: Sie haben es noch einmal geschafft. Schicksale im Nachkriegsdeutschland. G. B. Fischer, 1955, S. 236 f.</ref> Einige Jahre darauf wechselte in das Hoteliersfach und übernahm das Hotel Fürstenhof in München. Dies ließ es mit elektrischer Beleuchtung ausstatten.<ref name="Main-Netz"> Vom Zuckerbäcker zum Millionär. 24. Dezember 2009, abgerufen am 24. März 2024. </ref> Nach dem frühen Tod seiner Frau Anna (1855–1893) veräußerte Volkhardt sein Hotel und lebte für rund ein Jahr als Privatier.<ref>Curt Riess: Sie haben es noch einmal geschafft. Schicksale im Nachkriegsdeutschland. G. B. Fischer, 1955, S. 237.</ref> Volkhardt erwarb 1897 für 2,85 Millionen Goldmark den Bayerischen Hof in der Münchner Altstadt. Er ließ das Gebäude zu einem Grand Hotel umgestalten und leitete seine Entwicklung zum größten Hotel Europas ein. Die Fassade wurde durch Georg Meister ganz neu im Stil der Gründerjahre gestaltet, ein großer Ballsaal wurde eingerichtet und ein Wintergarten angebaut.<ref>muenchen.de - Bayerischer Hof. 9. November 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 24. März 2024.</ref> Hermann Volkhardt war auch Eigentümer des Regina-Palast-Hotels am Maximiliansplatz 5 und des Café Prinzeß in München sowie des Hotels Axelmannstein in Bad Reichenhall.

Volkhardt war ein Anhänger der Lehre Sebastian Kneipps und des Turnens und liebte darum Bewegung an der frischen Luft und Barfußlaufen.<ref name="Main-Netz" />
1909 starb Hermann Volkhardt im Alter von 58 Jahren an einem Schlaganfall in München.

Grabstätte[Bearbeiten]

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Grab von Hermann Volkhardt auf dem Alten Südlichen Friedhof in München

Die Grabstätte von Hermann Volkhardt befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Gräberfeld 16 – Reihe 3 – Platz 46, Standort

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  }}). In dem Grab liegt auch Hermann Volkhardts Frau Anna<ref>Grabinschrift und Infos zum Grab von Hermann Volkhardt. In: alter-suedlicher-friedhof-muenchen.de.</ref>.<ref>Stadtgeschichte München: Grab von Hermann Volkhardt, abgerufen am 20. Mai 2024</ref>

Familie[Bearbeiten]

Volkhardt hatte drei Söhne, die er zu je einem Drittel an der hauseigenen Weingroßhandlung Gebrüder Volkhardt des Bayerischen Hofes beteiligte. Nach seinem Ableben führten sein gleichnamiger Sohn Dr. Hermann Volkhardt, sein Enkel Falk Volkhardt und dessen Tochter Innegrit Volkhardt die Geschäfte des Bayerischen Hofes weiter. Sein Sohn Ernst leitete das Regina-Palast-Hotel weiter und Wilhelm übernahm die Weingroßhandlung.

Literatur[Bearbeiten]

  • Erich Scheibmayr: Letzte Heimat – Persönlichkeiten in Münchner Friedhöfen 1784-1984. Scheibmayr, München 1989, ISBN 978-3-9802211-0-8.
  • Innegrit Volkhardt (Hrsg.): Begegnungen – 175 Jahre Bayerischer Hof. Condé Nast Verlag, München 2014, ISBN 978-3-9816889-0-0.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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