Zum Inhalt springen

Hermannswasser

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Hermannswasser
Datei:Rückers (Flieden) - Das Hermannswasser im Hermannswinkel.png
Das Hermannswasser im Hermannswinkel in Rückers

Das Hermannswasser im Hermannswinkel in Rückers

Daten
Lage Hessen, Deutschland
Flusssystem Weser
Abfluss über Fliede → Fulda → Weser → Nordsee
Quellhöhe ca. 478 m ü. NN
Kautzer Wasser (Fliede) Mündet in der Gemarkung Flieden in das Kautzer Wasser (Fliede)Koordinaten: 50° 24′ 35″ N, 9° 34′ 0″ O
 {{#coordinates:50,409591|9,566693|primary
dim= globe= name=Kautzer Wasser (Fliede) Hermannswasser region=DE-HE type=waterbody
  }}
50° 24′ 35″ N, 9° 34′ 0″ O {{#coordinates:50,409591|9,566693|
dim= globe= name=Kautzer Wasser (Fliede) Hermannswasser region=DE-HE type=waterbody
  }} 
Mündungshöhe ca. 302 m ü. NN
Höhenunterschied ca.  125 m
Sohlgefälle ca.  25 ‰
Länge 5 km
Einzugsgebiet 8 km²
Gemeinden Flieden

Das Hermannswasser (DGKZ 422) ist ein etwa 4,7 km langer Bach in der Gemarkung Rückers in der Gemeinde Flieden im Landkreis Fulda in Hessen. Der Bach hat ein Einzugsgebiet von 8,22 km².

Verlauf[Bearbeiten]

Der Bach entspringt auf dem sanft abgleitenden Nordhang des „Huttener Berges“ auf dem „Hessischen Landrücken“ ca. 1 km nördlich von Hutten im Naturpark Spessart an der Grenze zur Gemarkung Rückers im Naturpark Hessische Rhön. Er verläuft von Südosten nach Nordwesten durch die Gemarkung von Rückers.

Im „Naherholungs- und Quellgebiet“ wird er aus weiteren kleinen Quellen aus den Fluren „Hermannswinkel“, „Im Rücker Wald“/„Breitefeld“ und der „Steinkammer“ und den rechtsseitigen kleinen Zuflüssen, aus den Fluren „Baumgarten“ und „Ackershaag“ gespeist und verläuft nordwestlich bis zum Ort Rückers.

Am Ortseingang von Rückers passiert er die ehem. „Ruppelsmühle“<ref>„Ruppelsmühle, Landkreis Fulda“. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 10. Februar 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref>. In Höhe der „Mühlenstraße“ mündet, aus dem Norden, Richtung „Steinkammer“ kommend, das „Struther Wasser“ (ehem. Mühlbach der „Krämermühle“<ref>„Kramersmühle, Landkreis Fulda“. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 6. Februar 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref>) in das Hermannswasser.

In der Dorfmitte in Höhe der Schule vereinigt sich das „Hermannswasser“ mit der „Kesbach“, einem parallel verlaufenden Fluss, der im Westen von Rückers in einem Quellgebiet in der Flur „Im alten Buch“ am Fuß des „Fliegenhäubchens“ (Gemarkung Hutten) entspringt.

Im weiteren Verlauf passiert er die ehem. „Leidemühle“'<ref>„Leidenmühle, Landkreis Fulda“. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 17. Februar 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref> und die ehem. „Lappensteiner Mühle“<ref>„Lappensteiner Mühle, Landkreis Fulda“. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 17. Februar 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref> und mündet schließlich in der Gemarkung Flieden in das „Kautzer Wasser“. Bevor das „Hermannswasser“ in das „Kautzer Wasser“ mündet, speist es noch den Mühlgraben der „Adenmühle“<ref>„Adenmühle, Landkreis Fulda“. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 10. Februar 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref>, der dann anschließend auch in das „Kautzer Wasser“ mündet.

Nebenflüsse[Bearbeiten]

Die wichtigsten Nebenflüsse des Hermannswassers sind das Struther Wasser und die Kesbach:

Name
Lage
Länge
Mündung
Einzugsgebiet
Quellgebirge
DGKZ
Struther Wasser links 1,3 km 3,3 km Hessischer Landrücken 422
Kesbach rechts 2,0 km 3,4 km Hessischer Landrücken 422

Sonstiges[Bearbeiten]

Einzugsgebiet des Hermannswasser
Einzugsgebiet des Hermannswasser
Das Hermannswasser im Hermannswinkel in Rückers (Flieden)2
Das Hermannswasser im Hermannswinkel in Rückers (Flieden)2
Das Hermannswasser im Hermannswinkel in Rückers (Flieden)
Das Hermannswasser im Hermannswinkel in Rückers (Flieden)

Am „Hermannswasser“ verlaufen in einer parkähnlichen Landschaft die Rundwanderwege des „Naturparks Hessische Rhön“ entlang.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Biosphaerenreservat-Rhoen.de/Wanderwege: "Steinkammer-Rundweg Nr. 2" (Memento des Vorlage:IconExternal vom 5. August 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/biosphaerenreservat-rhoen.de</ref>

Der Fluss wird als relativ naturnah eingestuft.

Im Zuge des angeordneten Flurbereinigungsverfahrens Flieden-Hermannswasser<ref>ANGEORDNETES VERFAHREN Flieden-Hermannswasser (VF 1835)</ref> wurde im Oberlauf des „Hermannswassers“ ein ca. 200 m breiter Staudamm gebaut<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/hvbg.hessen.deAngeordnetes Flurbereinigungsverfahren Flieden-Hermannswasser (VF 1835) (Gewässerplan) (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref>.

Durch das Einzugsgebiet des Hermannswasser führt die von der DB Netz AG bevorzugte Trasse für die Neubaustrecke Gelnhausen-Kalbach, (Trassenvariante IV)<ref>RP Darmstadt "Landesplanungsrechtliches Verfahren - Aktuelles Raumordnungsverfahren"</ref>.

Befürchtet wird durch die Drainagewirkung des Tunnels (Ableitung des Bergwassers) eine Entwässerung des Berges und das Auftreten von Erdfällen.

Im Frühjahr 2021 kam es bei den Erkundungsbohrungen für die Trassenvariante IV in der Gemarkung Rückers, im Quellgebiet des Hermannswassers im Hermannswinkel, zu einem Bohrunfall, nachdem ein artesisch (gespannter) Grundwasserleiter angebohrt wurde<ref>Fuldaer Zeitung: "Bohrung der Deutschen Bahn geht schief - Wald mit Schlamm bedeckt"</ref>.

Die von der Variante IV stark betroffenen Kommunen Bad Soden-Salmünster, Schlüchtern, Steinau und Kalbach lehnen diese Variante ab<ref>Osthessen-News vom 22. Oktober 2020: „Geplanter Bahnausbau: Vier Kommunen sprechen sich gegen Variante IV aus!“</ref><ref>Viel Kritik seitens der betroffenen Kommunen - Bahnstrecke Hanau-Würzburg/Fulda: Jetzt äußern sich die Bürgermeister</ref>.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

<references />