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Hibiskus

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Hibiskus
Datei:Hibiscus rosa-sinensis China Hibiscus ჩინური ვარდი.JPG

Chinesischer Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis)

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Malvengewächse (Malvaceae)
Unterfamilie: Malvoideae
Gattung: Hibiskus
Wissenschaftlicher Name
Hibiscus
L.

Hibiskus oder Eibisch (Hibiscus) ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Malvoideae innerhalb der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Die je nach Autor 200 bis 675 Arten gedeihen hauptsächlich in den subtropischen bis tropischen Gebieten der Erde.<ref name="POWO" />

Trivialnamen[Bearbeiten]

Der deutschsprachige Trivialname Eibisch (mittelhochdeutsch ībesch(e), althochdeutsch ībisca), als Bezeichnung für den in der Heilkunde verwendeten Eibisch,<ref>Vgl. etwa Bernhard Schnell: Der deutsche „Macer“: Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus ‘De viribus herbarum’ kritisch herausgegeben (= Texte und Textgeschichte. Würzburger Forschungen. Band 50). Niemeyer, Tübingen 2003, ISBN 3-484-36050-X, S. 384 (zu althaea) und 390 (zu îbesche).</ref> stammt aus dem Altgriechischen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ibískos), das ihn seinerseits vermutlich aus dem Keltischen entlehnt hat.<ref name="Genaust1976" /> Mit Eibisch werden im deutschsprachigen Raum außer der Gattung Hibiskus und einigen ihrer Arten auch die Gattungen Eibisch (Althaea) und Abelmoschus (Bisameibisch) sowie die Art Echter Eibisch (Althaea officinalis) bezeichnet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Hibiscus waimeae 140-8547.jpg
Illustration von Hibiscus waimeae
Datei:Hibiscusblüte.jpg
Die fünf Griffeläste mit Narben einer Sorte des Chinesischen Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis)
Datei:Hibiscus coccineus MHNT.BOT.2012.10.19.JPG
Kapselfrucht und Samen von Hibiscus coccineus

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Hibiscus-Arten wachsen als einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen, als Halbsträucher, Sträucher und Bäume. Die Pflanzen sind bewehrt oder unbewehrt.

Die meist wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die meist einfachen Blattspreiten sind bei manchen Arten gelappt. Es sind Nebenblätter vorhanden.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blüten stehen meist einzeln in den Blattachseln, selten in Blütenständen zusammen. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Es ist meist ein Außenkelch vorhanden, der fünf oder mehr Lappen aufweisen kann. Die fünf Kelchblätter sind meist glockenförmig verwachsen. Die fünf Kronblätter können die unterschiedlichsten Farben aufweisen. Bei der Unterfamilie Malvoideae sind die Staubfäden der vielen Staubblätter zu einer den Stempel umgebenden Röhre verwachsen, der sogenannten Columna. Die fünf Kronblätter überdecken sich in der Knospenlage gedreht („contort“); sie sind mit ihrer Basis ebenfalls mit der Columna verwachsen. Fünf Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Es sind fünf Griffeläste vorhanden mit kopfigen Narben.

Die fünffächerigen Kapselfrüchte öffnen sich fachspaltig = lokulizid.

Datei:Haceto.jpg
Hibiscus acetosella
Datei:Hibiscus aponeurus (25502688384).jpg
Blüte von Hibiscus aponeurus
Datei:Hibiscus boryanus (orange flower).JPG
Hibiscus boryanus
Datei:Hibiscus brachysiphonius flower.jpg
Blüte von Hibiscus brachysiphonius
Datei:Maohauhele.jpg
Hibiscus brackenridgei
Datei:Hibiscus burtonii flower ii.jpg
Blüte von Hibiscus burtonii
Datei:Hibiscus caesius.jpg
Blüte von Hibiscus caesius
Datei:Hibiscus cannabinus 001 by Lalithamba.jpg
Kenaf (Hibiscus cannabinus)
Datei:Hibiscusclayi.jpg
Hibiscus clayi
Datei:Hibiscus insularis.jpg
Hibiscus insularis
Datei:Hibiscus moscheutos - 1183.jpg
Sumpfeibisch (Hibiscus moscheutos)
Datei:Hibiscus schizopetalus (5).jpg
Hibiscus schizopetalus
Datei:Hibiscus trionum bgiu 02.jpg
Stundenblume (Hibiscus trionum)
Datei:Hibiscus waimeae subsp. waimeae (5188165134).jpg
Hibiscus waimeae

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Hibiscus wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus 2, S. 693 aufgestellt.<ref name="Tropicos" /><ref name="GRIN" /> Synonyme für Hibiscus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. nom. cons. sind je nach Umfang dieser Gattung bei den unterschiedlichen Autoren: Bombix Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Medik., Bombycella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lindl., Bombyx Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Moench, Brockmania Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.W.Fitzg., Canhamo Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Perini, Cotyloplecta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Alef., Erebennus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Alef., Fioria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mattei, Furcaria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kostel., Gourmania Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Chev., Ketmia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mill., Laguna Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Cav., Marconia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mattei, Muenchhusia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Heist. ex Fabr., Munchusia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Heist. ex Raf., Petitia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Neck., Sabdariffa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kostel., Solandra Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Murray, Symphyochlamys Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gürke, Talipariti Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Fryxell, Triguera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Cav., Trionaea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Medik., Trionum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Triplochiton Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Alef., Wilhelminia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hochr.<ref name="POWO" />

Der Umfang der Gattung Hibiscus wird kontrovers diskutiert.

Es gibt je nach Autor 200 bis 675 Hibiscus-Arten (Auswahl):<ref name="GRIN" /><ref name="POWO" />

Je nach Autor nicht mehr zur Gattung Hibiscus wird gerechnet:

Datei:Hibiscus moscheutos Old Yella 2zz.jpg
Sumpfeibisch (Hibiscus moscheutos) ‘Old Yella’
Datei:Bụp giấm.jpg
Roselle (Hibiscus sabdariffa)

Verwendung[Bearbeiten]

Sorten einiger Arten und Hybriden werden als Zierpflanzen für Parks, Gärten und Zimmer verwendet.

Auch als Tee werden die Hibiskusblüten eingesetzt. Verwendet werden die zur Fruchtzeit geernteten, getrockneten Kelche und Außenkelche von Hibiscus sabdariffa.<ref name="HibiskusDe" /> Die darin enthaltenen Säuren wie z. B. Zitronensäure, Apfelsäure, Weinsäure und Hibiskussäure (Allohydroxyzitronensäurelacton) ergeben den säuerlichen Geschmack. Die enthaltenen Anthocyane wie z. B. Delphinidin und Cyanidin färben den Teeaufguss dunkelrot. In erster Linie werden sie daher als Korrigens für Geschmack und Aussehen eingesetzt. Ein beliebtes Getränk ist Hibiskusblütentee nicht nur in Ägypten und im Sudan als Karkadeh (كركديه), sondern auch in Mexiko (Agua de Jamaica). Der tiefrote Tee wird heiß oder kalt getrunken. In der vegetarischen Küche Südasiens (beispielsweise in Sri Lanka) findet die Hibiskusblüte auch Verwendung in Currygerichten.<ref>dasgewuerzlexikon.de, abgerufen am 15. Mai 2016.</ref>

Pharmazeutische und toxikologische Aspekte[Bearbeiten]

Es ist publiziert worden, dass Tee aus Hibiscus sabdariffa eine blutdrucksenkende Wirkung hat.<ref name="Faraji1999">M. Haji Faraji, A. H. Haji Tarkhani: The effect of sour tea (Hibiscus sabdariffa) on essential hypertension. In: Journal of Ethnopharmacology. Volume 65, Issue 3, 1999, S. 231–236. (online)</ref><ref name="DaCosta-Rocha2014">Inês Da Costa-Rocha, Bernd Bonnlaender, Hartwig Sievers, Ivo Pischel, Michael Heinrich: Hibiscus sabdariffa L. in the treatment of hypertension and hyperlipidemia: A comprehensive review of animal and human studies. In: Food Chemistry. Volume 165 2014, S. 424–443. (online)</ref> Auch in Fernost sagt man ihm eine blutdrucksenkende Wirkung nach, und in der afrikanischen Volksmedizin wird Hibiskus ebenfalls als Tee eingesetzt.<ref name="Wichtl">Max Wichtl: Teedrogen und Phytopharmaka.</ref> Indikationen wie Erkältungen, Kreislaufbeschwerden, Ekzeme, mildes Laxans sowie Appetitanregung sind nicht belegt, aber in der Volksmedizin weit verbreitet. Hibiskus verfügt über eine hohe Konzentration an Vitamin C.<ref>Max Wichtl: Teedrogen und Phytopharmaka.</ref>

Schwangeren wird geraten, Tee aus Hibiscus sabdariffa zu meiden, da in Tierversuchen an Ratten (nicht aber am Menschen) Blasen- und Uteruskontraktionen beobachtet wurden, was theoretisch zum Verlust des ungeborenen Kindes führen könnte.<ref name="Ernst2002">E. Ernst: Herbal medicinal products during pregnancy: are they safe? In: British Journal of Obstetrics and Gynaecology. Volume 109, 2002, S. 227–235.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Hibiscus bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
  • Ya Tang, Michael G. Gilbert, Laurence J. Dorr: Malvaceae: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 12: Hippocastanaceae through Theaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2007, ISBN 978-1-930723-64-1, S. 264. (efloras.org, Hibiscus.)
  • David Allardice Webb: Hibiscus L. In: Thomas Gaskell Tutin u. a.: Flora Europaea. Band 2. Cambridge University Press, 1968, S. 255–256.
  • Max Wichtl: Teedrogen und Phytopharmaka: ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage. 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8047-2369-6.
  • Bernard E. Pfeil, M. D. Crisp: What to do with Hibiscus? A proposed nomenclatural resolution for a large and well known genus of Malvaceae and comments on paraphyly. In: Australian Systematic Botany. Volume 18, Nr. 1, 2005, S. 49–60. doi:10.1071/SB04024
  • Margaret M. Koopman, David A. Baum: Phylogeny and Biogeography of Tribe Hibisceae (Malvaceae) on Madagascar. In: Systematic Botany. Volume 33, Nr. 2, 2008, S. 364–374. Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Hibiskus (Hibiscus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Hibiskus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Hibiscus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="POWO"> Datenblatt Hibiscus bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science. </ref> <ref name="Genaust1976"> H. Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. Birkhäuser Verlag, Basel 1976, ISBN 978-3-0348-7651-3, S. 194, (Leseprobe) </ref> <ref name="Zander2008"> Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. 2. Band: Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7. </ref> <ref name="HibiskusDe"> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Informationen (Memento des Vorlage:IconExternal vom 15. Juni 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hibiskus.de über medizinische Anwendung auf dem Portal eines Herstellers von Getränken mit Zutaten aus biologischem Anbau. </ref> <ref name="FoC"> Ya Tang, Michael G. Gilbert, Laurence J. Dorr: Hibiscus Linnaeus. – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 12: Malvaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010, ISBN 978-1-930723-91-7. </ref> </references>

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