High-Volume-Sampler
Ein High-Volume-Sampler (HVS)<ref>Jaroslav Šimeček, Eero Siltanen: Beitrag zur Bestimmung der Gesamt- und Feinstaubkonzentration. In: Staub – Reinhalt. Luft, 1969, 29, Nr. 11, S. 460–464.</ref> ist ein Messgerät zur Erfassung von Schwebstaub bzw. anderen Schadstoffen.<ref name="TO-4A">Compendium Method TO-4A: Determination of Pesticides and Polychlorinated Biphenyls in Ambient Air Using High Volume Polyurethane Foam (PUF) Sampling Followed by Gas Chromatographic/Multi-Detector Detection (GC/MD). (PDF) OLEM US EPA, Januar 1999, abgerufen am 17. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Es wird bei Messungen von Partikeln in der Außenluft verwendet. Kennzeichnend für das Messprinzip ist der besonders hohe Luftdurchsatz, der bei über 100 m³/h liegen kann.
Aufbau und Verfahren[Bearbeiten]
Ein High-Volume-Sampler besteht im Wesentlichen aus einem Volumenstrommessgerät und einem Gebläse für Volumenströme zwischen 1,5 m³/min und 1,9 m³/min. Bei der Probenahme von Partikeln werden diese auf einem Filter abgeschieden und der Filter im Anschluss ausgewogen. Die Strömungsführung ist so, dass vor der Partikelabscheidung ein Diffusor als aerodynamischer Gleichrichter wirkt. Um einer Erhöhung des Druckverlusts durch die Abscheidung von Tropfen entgegenzuwirken, ist der Filter beheizbar.<ref name="Baumbach">Günter Baumbach: Luftreinhaltung. 2. Auflage. Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg / New York 1992, ISBN 3-540-55078-X, S. 216–217.</ref> Die Probenahmezeit pro Filter beträgt im Allgemeinen ungefähr 24 Stunden. Semivolatile Schadstoffe können mittels Polyurethanschaum erfasst werden.<ref name="TO-4A" />
Der aerodynamische Durchmesser der Partikel, die durch den High-Volume-Sampler erfasst werden, bewegt sich zwischen 0,3 µm<ref name="Baumbach" /> und 30 µm.<ref>VDI 2463 Blatt 2 (Entwurf):1977-07 Messen von Partikeln; Messen der Massenkonzentration von Partikeln in der Außenluft; High Volume Sampler – HV 100. VDI-Verlag, Düsseldorf. S. 2.</ref> Der Vorteil des High-Volume-Samplers liegt darin, dass nach der Probenahmezeit ausreichend Staub für eine chemische Analyse zur Verfügung steht.<ref name="VDI-Lexikon">Franz Joseph Dreyhaupt (Hrsg.): VDI-Lexikon Umwelttechnik. VDI-Verlag, Düsseldorf 1994, ISBN 3-18-400891-6, S. 614.</ref> Bei einer vierundzwanzigstündigen Probenahmedauer und einer angenommenen Massenkonzentration von 30 µg/m³ beträgt die abgeschiedene Partikelmasse ungefähr 65 mg.<ref name="VDI2463.2">VDI 2463 Blatt 2 (Entwurf):1977-07 Messen von Partikeln; Messen der Massenkonzentration von Partikeln in der Außenluft; High Volume Sampler – HV 100. VDI-Verlag, Düsseldorf, S. 4.</ref> Bezogen auf ein während einer 24-stündigen Probenahmedauer angesaugtes Volumen von 2000 m³ beträgt die relative Nachweisgrenze 4 µg/m³.<ref name="VDI2463.2" />
Nachteilig beim Betrieb eines High-Volume-Samplers ist dessen hohe Geräuschentwicklung.<ref name="VDI-Lexikon" />
Literatur[Bearbeiten]
- VDI 2463 Blatt 2 (Entwurf):1977-07 Messen von Partikeln; Messen der Massenkonzentration von Partikeln in der Außenluft; High Volume Sampler – HV 100. VDI-Verlag, Düsseldorf (Zusammenfassung und Inhaltsverzeichnis).
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />