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Hippocrepis

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Hippocrepis
Datei:Hippocrepis comosa.jpg

Gewöhnlicher Hufeisenklee (Hippocrepis comosa)

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Loteae
Untertribus: Coronillinae
Gattung: Hippocrepis
Wissenschaftlicher Name
Hippocrepis
L.

Hippocrepis ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).<ref name="Euro+Med" /> Manche Arten werden Hufeisenklee genannt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Illustration Hippocrepis comosa0.jpg
Illustration des Gewöhnlichen Hufeisenklees (Hippocrepis comosa)
Datei:Hippocrepis emerus.jpg
Habitus und Blüten der Strauchkronwicke (Hippocrepis emerus)
Datei:Hippocrepis emerus fruits.jpg
Laubblätter und Früchte der Strauchkronwicke (Hippocrepis emerus)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Hippocrepis-Arten sind einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen<ref name="Ball1968" /> oder Sträucher,<ref name="FoPakistan1977" /> die sehr unterschiedliche Wuchshöhen erreichen.

Die unpaarig gefiederten Laubblätter besitzen drei bis viele ganzrandige Fiederblättchen.<ref name="FoPakistan1977" /> Es sind keine Nebenfiederblättchen vorhanden.<ref name="FoPakistan1977" /> Die relativ kleinen und freien Nebenblätter sind linealisch oder lanzettlich.<ref name="Ball1968" />

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blüten stehen selten einzeln oder zu zweit in den Blattachseln,<ref name="FoPakistan1977" /> meist zu mehreren in seitenständigen, doldigen Blütenständen,<ref name="Ball1968" /> die kleine Tragblätter, aber keine Deckblätter enthalten.<ref name="FoPakistan1977" />

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind röhrig-glockenförmig verwachsen.<ref name="Ball1968" /> Die fünf Kelchzähne sind fast gleich<ref name="Ball1968" /> und die zwei oberen Kelchzähne sind mehr oder weniger verwachsen.<ref name="FoPakistan1977" /> Die fünf gelben Kronblätter<ref name="Ball1968" /> sind in der typischen Form von Schmetterlingsblüten angeordnet. Die Fahne ist fast kreisförmig.<ref name="FoPakistan1977" /> Das Schiffchen ist nach innen gebogen und endet spitz.<ref name="Ball1968" /><ref name="FoPakistan1977" /> Von den zehn Staubblättern sind neun verwachsen. Die Staubbeutel sind alle gleich.<ref name="FoPakistan1977" />

Die seitlich abgeflachte, flache Hülsenfrüchte sind oft in halbmond- bis hufeisenförmige Segmente gegliedert. Die Segmente können auch flach und rechteckig sein mit einer fast kreisförmigen Bucht, die einen gebogenen Auswuchs an der Basis aufweist, der den Samen einhüllt.<ref name="Ball1968" /> Die Samen sind bogenförmig.<ref name="FoPakistan1977" />

Datei:Horseshoe plant on Malta.jpg
Vielhülsiger Hufeisenklee (Hippocrepis multisiliquosa)
Datei:4265-Hippocrepis unisiliquosa-5.06.JPG
Einhülsiger Hufeisenklee (Hippocrepis unisiliquosa)

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Hippocrepis wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 744 aufgestellt.<ref name="Linné1753" /><ref name="Euro+Med" /><ref name="Tropicos" /> Typusart ist Hippocrepis unisiliquosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.<ref name="Tropicos" /> Der Gattungsname Hippocrepis setzt sich zusammen aus den altgriechischen Wörtern hippo für „Pferd“ sowie crepis für „Schuh“, bedeutet also „Hufeisen“ und bezieht sich auf die der Fruchtsegmente der meisten Arten. Ein Synonym von Hippocrepis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. ist Emerus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mill.

Die Arten der Gattung Hippocrepis sind in weiten Teilen Europas, im Mittelmeerraum, in Nordafrika, auf den Kanarischen Inseln, auf den Kapverdischen Inseln, auf der Arabischen Halbinsel und in Pakistan verbreitet.<ref name="FoPakistan1977" /> 21 Arten kommen in Spanien vor, sechs Arten sowie eine Varietät gibt es in Marokko, in Algerien gibt es fünf Arten, nur eine Art gibt es im Kaukasusraum und vier Taxa, die zu drei Arten gehören, kommen in der Türkei vor.<ref name="Yetişen2019" />

Per Lassen hat 1989 den Untertribus Coronillinae bearbeitet und dabei die Gattungen Coronilla, Hippocrepis und Securigera neu geordnet und gegeneinander abgegrenzt. Dabei wurde zum Beispiel die Strauchkronwicke (Coronilla emerus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.) in die Gattung Hippocrepis als Hippocrepis emerus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Lassen gestellt.<ref name="Lassen1989" /> Die Gattung Hippocrepis gehört zur Untertribus Coronillinae aus der Tribus Loteae in der Unterfamilie Faboideae innerhalb der Familie Fabaceae.<ref name="GRIN" />

Nach der Überarbeitung von Lassen 1989 gibt es in der Gattung Hippocrepis 32 Arten:

Ausdauernde Arten:

Einjährige Arten:

Literatur[Bearbeiten]

  • Syed Irtifaq Ali: Hippocrepis bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum In: Syed Irtifaq Ali (Hrsg.): Flora of West Pakistan 100: Papilionaceae. Stewart Herbarium, Rawalpindi 1977.
  • Kadriye Yetişen, Canan Özdemir: Morphological and Anatomical Studies of Hippocrepis L. Genus in Turkey. In: Planta Daninha, Volume 37, Issue 2, Januar 2019, S. 8. doi:10.1590/s0100-83582019370100063

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Tropicos"> Hippocrepis bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Lassen1989"> Per Lassen: A new delimitation of the genera Coronilla, Hippocrepis and Securigera (Fabaceae). In: Willdenowia. Band 19, Nr. 1, 1989, S. 49–62, Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value). </ref> <ref name="ILDIS"> Datenblatt bei International Legume Database Information Service = ILDIS – LegumeWeb – World Database of Legumes, Version 10.38 vom 20. Juli 2010. </ref> <ref name="Linné1753"> Linné 1753 eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="Schönfelder2008"> Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die neue Kosmos-Mittelmeerflora. Franckh-Kosmos-Verlag Stuttgart 2008. ISBN 978-3-440-10742-3. S. 216. </ref> <ref name="Euro+Med"> ILDIS World Database of Legumes, 2010: Datenblatt Hippocrepis In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Ball1968"> LXXXI. Leguminosae.: P. W. Ball: Hippocrepis L. S. 184. In: Thomas Gaskell Tutin, Vernon Hilton Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Volume 2: Rosaceae to Umbelliferae. Cambridge University Press, Cambridge 1968, ISBN 0-521-06662-X. eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="FoPakistan1977"> Syed Irtifaq Ali: Hippocrepis bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum In: Syed Irtifaq Ali (Hrsg.): Flora of West Pakistan 100: Papilionaceae. Stewart Herbarium, Rawalpindi 1977. </ref> <ref name="Yetişen2019"> Kadriye Yetişen, Canan Özdemir: Morphological and Anatomical Studies of Hippocrepis L. Genus in Turkey. In: Planta Daninha, Volume 37, Issue 2, Januar 2019, S. 1–8. doi:10.1590/s0100-83582019370100063 </ref> <ref name="POWO"> Hippocrepis. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Hippocrepis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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