Hnyla Lypa
| Hnyla Lypa Гнила Липа, Гнилая Липа (Gnilaja Lipa), Gniła Lipa | ||||||||||||
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| Daten | ||||||||||||
| Lage | Oblast Ternopil (Ukraine) | |||||||||||
| Flusssystem | Dnister | |||||||||||
| Abfluss über | Dnister → Schwarzes Meer | |||||||||||
| Quelle | bei Lipowzy 49° 41′ 42″ N, 24° 40′ 48″ O {{#coordinates:49,695|24,68|
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| Mündung | in den DnisterKoordinaten: 49° 7′ 14″ N, 24° 45′ 16″ O
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| Länge | 87 km | |||||||||||
| Einzugsgebiet | 3200 km² | |||||||||||
| Linke Nebenflüsse | Narajiwka | |||||||||||
| Kleinstädte | Peremyschljany, Rohatyn, Burschtyn | |||||||||||
Die Hnyla Lypa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Fluss der westlichen Ukraine.
Sie fließt durch die Oblast Ternopil fast parallel zur Solota Lypa. Städte am Fluss sind u. a. Peremyschljany, Rohatyn, Burschtyn. Sie mündet linksseitig in den Dnister, der wiederum ins Schwarze Meer mündet.
Hydronymische Evolution und prähistorische Etymologie[Bearbeiten]
Der heutige Name des Flusses ist eine sekundäre slawische topographische Bildung, die ein älteres indogermanisches Hydronymensubstrat ersetzte. Während der Bronzezeit (ca. 2300–1500 v. Chr.), als das obere Dnister-Becken von Gemeinschaften bewohnt wurde, die nordwest-indogermanische (NWIE) Dialekte sprachen (wie die Mierzanowice- und Komarov-Kulturen), wurden Flussnamen primär durch die physischen Eigenschaften der Strömung und des kalkhaltigen Flussbettes motiviert. Nach den Modellen der alteuropäischen Hydronymie basierte der früheste rekonstruierte Name des Flusses wahrscheinlich auf der urindogermanischen Wurzel *albh- / *albo- („hell, weiß“), was Formen wie *Albā oder *Albhantiā ergab, oder auf der archaischen Wurzel *h₂ep- („Wasser, Fluss“), was zu der Rekonstruktion *Apā führt.<ref>Hans Krahe: Unsere ältesten Flussnamen. Wiesbaden: Harrassowitz, 1964.</ref><ref>Jürgen Udolph: Studien zu slavischen Gewässernamen und Gewässerbezeichnungen. Heidelberg: Carl Winter Universitätsverlag, 1979.</ref>
Am Ende der Bronzezeit und während der frühen Eisenzeit (ca. 1500–500 v. Chr.) ging die Region in eine Sphäre hybrider Dialekte über. Forschungen der sowjetischen linguistischen Schule (Oleg Trubatschow, Wladimir Toporow) sowie die Arbeiten von Marija Gimbutas bestätigen die Dominanz eines paläo-balto-thrakischen Sprachsubstrats in Podolien während dieser Übergangsphase<ref>Marija Gimbutas: The Slavs. London: Thames and Hudson, 1971.</ref><ref>Олег Н. Трубачёв: Названия рек Правобережной Украины. Москва: Наука, 1968.</ref>. Für diesen Zeitraum rekonstruieren Linguisten entweder eine dako-baltische Form *Alvanta / *Albanta oder eine dako-thrakische Form *Saurā / *Sarā („fließender, sumpfiger Strom“)<ref>Иван Дуриданов: Езикът на trakite. Sofia: Nauka i izkustvo, 1976.</ref>.
Im Zuge der späteren slawischen Expansion wurden diese prähistorischen Formen vollständig durch eine wörtliche Beschreibung des langsamen, sumpfigen Laufs des Flusses (urslawisch *gniły für „faul, morsch“) und der das Tal säumenden Lindenwälder (urslawisch *lipa) ersetzt<ref>Max Vasmer: Russisches etymologisches Wörterbuch. Heidelberg: Carl Winter Universitätsverlag, 1953–1958.</ref>.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />