Hochfest der Gottesmutter
Das Hochfest der Gottesmutter Maria (lat. Sollemnitas sanctæ Dei Genetricis Mariæ) ist ein Hochfest (und Marienfest) der Mutter Jesu. Ihr Name ist Maria. Sie hat Jesus Christus am achten Tag nach der Geburt in Übereinstimmung mit dem levitischen Gesetz beschneiden lassen. Die Gottesmutter, Μήτηρ Θεοῦ (Mētēr Theou), ist poetisch auch beschrieben als Πλατυτέρα τῶν οὐρανῶν (Platytéra tōn Ouranōn, „Größer als der Himmel“) weil sie Gott im Mutterleib bewahrte.
Gefeiert wird dieses Hochfest von
- der Katholischen Kirche,
- den Kirchen des Byzantinischen, Antiochenischen, und Ostsyrischen Ritus,<ref name="CR">Calendarium Romanum (Libreria Editrice Vaticana 1969), S. 84.</ref>
- der Koptisch-orthodoxen Kirche,
- der Anglikanischen Gemeinschaft,
- und dem Lutherischen Weltbund.
Die Festtage sind:
- 1. Januar (Lateinische Kirche)
- 16. Januar (Koptisch-orthodoxe Kirche)
- 26. Dezember (Byzantinischer, Antiochenischer, und Ostsyrischer Ritus)<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Greek Orthodox Archdiocese calendar.] In: Archive.org. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. Februar 2008 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Greek Orthodox Archdiocese calendar.] In: Archive.org. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. Februar 2008 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>“Mother of God Extends Our Christmas Celebration”, Ascension Press Website (englisch).</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Η Περιτομή του Ιησού Χριστού.] In: www.pemptousia.gr. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Christen erkennen Marias Sohn als Herr und Sohn Gottes.<ref>“The Four Marian Dogmas”, Catholic News Agency (englisch).</ref> Das Hochfest wird im Römischen Ritus der Katholischen Kirche am 1. Januar, der Oktav (achte Tag) von Weihnachten, gefeiert. Dieses Hochfest ist ein gebotener Feiertag in Regionen, in welchen die Bischöfe dies nicht zurückgenommen haben.
Bedeutung[Bearbeiten]
Das Fest feiert Maria als Mutter von Jesus Christus. Der deutsche Titel „Mutter Gottes“ ist eine wörtliche Übersetzung des lateinischen Titels Mater Dei, welcher wiederum eine Übersetzung des altgriechischen Titels Θεοτόκος (Theotokos, Gottesgebärerin) ist. Er wurde dogmatisch durch das Konzil von Ephesos (431) als eine Bestätigung der Göttlichkeit Jesu Christi angenommen.<ref name="Fenelon">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Start the New Year With the Holy Family and Mary.] In: National Catholic Register. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 30. Dezember 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Das Zweite Vatikanische Konzil erklärte: „Schon seit ältester Zeit wird die selige Jungfrau unter dem Titel der ‚Gottesgebärerin‘ verehrt, unter deren Schutz die Gläubigen in allen Gefahren und Nöten bittend Zuflucht nehmen (192).“<ref>Papst Paul VI.: Lumen gentium, 66.</ref> und zu früherer Zeit feierte die Kirche in Rom den Jahrestag (Natale) der Gottesmutter.<ref name="CR" /> Als dies von den Festen der Verkündigung und Mariae Himmelfahrt überstrahlt wurde, wurde der 1. Januar einfach als achter Tag von Weihnachten gefeiert, an dem laut dem Evangelisten Lukas der neugeborene Jesus Christus beschnitten wurde.<ref name="Adam" />
Im 13. und 14. Jahrhundert wurde der 1. Januar auch in Rom, wie zuvor bereits in Spanien und Gallien, als das Fest der Beschneidung des Herrn und die Oktav von Weihnachten gefeiert, wobei es noch auf Maria und die Geburt Christi fokussiert war.<ref name="Adam">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref name="CR" /> Papst Johannes XXIII. entfernte im allgemeinen römischen Kalender von 1960 die Erwähnung der Beschneidung des Herrn und nannte den 1. Januar einfach die „Oktav von Weihnachten“.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Catholics have three chances, not one, to celebrate New Year's.] In: Crux. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 30. Dezember 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Fest der Mutterschaft der Heiligen Jungfrau Maria[Bearbeiten]
Das Fest der Mutterschaft der Heiligen Jungfrau Maria wurde auf Fürsprache von König Joseph I. von Portugal zuerst den Diözesen von Portugal sowie Brasilien und Algerien am 22. Januar 1751 genehmigt. Ihm wurde der erste Sonntag im Mai zugewiesen. In den folgenden Jahren wurde das Fest auf Venedig, das Königreich Neapel und die Toskana ausgeweitet.
Im Breviarium Romanum wurde der Festtag am zweiten Sonntag im Oktober gefeiert. In Mesagne in Apulien wurde es am 20. Februar in Gedenken an das Erdbeben vom 20. Februar 1743 begangen. Dieses lokale Fest wurde nicht in den allgemeinen Kalender aufgenommen, aber die Kalender einiger Diözesen enthielten es.<ref name="Holweck">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Feast of the Maternity of the Blessed Virgin Mary.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> 1914 wurde das Fest in Portugal zum 11. Oktober festgelegt. 1931 wurde es von Papst Pius XI. anlässlich des 1500. Jahrestags des Konzils von Ephesus auf die ganze katholische Kirche ausgeweitet.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Feast of the Maternity of the Blessed Virgin Mary.] In: Regina Magazine. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 30. Dezember 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Feast of the Maternity of the Blessed Virgin Mary.] In: SSPX.org. Society of Saint Pius X, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 30. Dezember 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Mit der Liturgiereform der katholischen Kirche 1970 wurde es auf den 1. Januar verlegt.
Madonna del Parto
In Rom wird das Fest der Mutterschaft der Heiligen Jungfrau Maria in der Basilika von St. Augustin mit einer Oktav anlässlich der Statue Madonna del Parto von Jacopo Sansovino gefeiert. Seit Jahrhunderten haben die Menschen Roms und seiner Umgebung die Fürsprache der Gottesmutter für sichere Geburten und gesunde Kinder erbeten. Die erwähnte Statue wird aus diesem Anlass oft mit Dankgaben umgeben.<ref>Jacobs, Fredrika H.: Votive Panels and Popular Piety in Early Modern Italy, Cambridge University Press, 2013, S. 23, ISBN 978-1-107-02304-8 (englisch).</ref>
Marialis Cultus[Bearbeiten]
Im apostolischen Schreiben Marialis cultus, erklärte Papst Paul VI.: „Nachdem dieses entsprechend einer antiken Anregung der Liturgie der Stadt Rom auf dem 1. Januar festgesetzt wurde, ist es dazu angetan, den Anteil feierlich herauszustellen, den Maria bei diesem Heilsgeheimnis innehatte sowie die einzigartige Würde zu betonen, die sich hieraus für die ‚heilige Gottesgebärerin ergab […] durch die wir den Urheber des Lebens empfangen durften‘ (17). Gleichermaßen bietet sich eine wiederum günstige Gelegenheit, den neugeborenen Friedensfürsten anzubeten, die Frohbotschaft der Engel zu vernehmen (vgl. Vorlage:Bibel/Link) und von Gott durch die Vermittlung der Königin des Friedens das hohe Geschenk des Friedens zu erflehen“.<ref>Papst Paul VI.: Marialis Cultus, §5, 2. Februar 1974, Vatikanstadt (englisch).</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Adolf Adam: Das Kirchenjahr mitfeiern (= Herderbücherei Bd. 8839). Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 1979, Neuausgabe 1995, ISBN 978-3-45108839-1, S. 117–119.
- Klemens Richter: Feste und Brauchtum im Kirchenjahr. Lebendiger Glaube in Zeichen und Symbolen (= Herderbücherei Bd. 1763). Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 1982, Neuausgabe 1992, ISBN 3-451-08763-4, S. 38–39.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Weihnachtsfestkreis:
Advent:
Adventssonntage
Weihnachtszeit: Heiliger Abend Weihnachten Weihnachtsoktav (mit Stephanustag, Unschuldige Kinder, Heilige Familie und Beschneidung des Herrn bzw. Hochfest der Gottesmutter) Erscheinung des Herrn Taufe des Herrn
ev: Epiphaniaszeit und Vorpassionszeit / rk: Zeit im Jahreskreis:
Sonntage
(nach Epiphanias –
vor der Passionszeit /
im Jahreskreis)
Darstellung des Herrn
Verkündigung des Herrn
Osterfestkreis:
Fastenzeit/Passionszeit:
Aschermittwoch
Fastensonntage
Palmsonntag
Karwoche
Triduum Sacrum: Gründonnerstag Karfreitag Karsamstag Osternacht
Osterzeit: Ostern Osteroktav (mit Ostermontag und Weißem Sonntag) Sonntage Christi Himmelfahrt Pfingsten
ev: Trinitatiszeit / rk: Zeit im Jahreskreis:
Pfingstoktav (mit
Pfingstmontag und
Trinitatis)
Sonntage
(nach Trinitatis /
im Jahreskreis)
Fronleichnam
Herz-Jesu-Fest
Verklärung des Herrn
Kreuzerhöhung
Erntedankfest
Kirchweihfest
Reformationstag
Allerheiligen
Allerseelen
Buß- und Bettag
Totensonntag
Christkönigsfest
Weitere Feste:
Marienfeste
Apostelfeste
Markustag
Lukastag
Josefstag
Johannistag
Michaelistag
Die farbigen Kästchen kennzeichnen die bevorzugte liturgische Farbe für das entsprechende Fest. Zum Ablauf des Kirchenjahres siehe beispielsweise die Perikopenordnung der evangelischen Kirche in Deutschland bzw. das Calendarium Romanum Generale für die römisch-katholische Kirche.