Horst Tress
Horst Tress (* 1950 in Köln)<ref>Horst Tress. In: Mail Artists Index. 3. Oktober 2007, abgerufen am 10. Juli 2026.</ref> ist ein deutscher Künstler und Autor.
Leben und Wirken[Bearbeiten]
Horst Tress ist der Sohn des Hindernisjockeys Günter Tress und der Friseurin Marianne Tress, geb. Hinz. Er absolvierte von 1966 bis 1969 eine Ausbildung zum Schriftsetzer in der Kölner Kunstdruckerei Breker und von 1970 bis 1972 ein Werbegrafik-Studium. 1973 heiratete er Lydia Franken. Die ersten Schritte auf dem Kunstmarkt ermöglichten ihm der Kölner Avantgarde-Galerist Ingo Kümmel und der Kunstkritiker Gerd Winkler (Kunstwetterlage in der Zeitschrift pardon, Aspekte/ZDF und Buchautor/Belser Verlag). Neben seiner künstlerischen Arbeit war Tress in den Folgejahren als Museumsshop-Mitarbeiter, Druckformhersteller, Kalkulator, Mediengestalter, Kunstvermittler sowie Werbetexter tätig.
In den 1970er und 1980er Jahren war Tress einer der Ideenlieferanten für Harlekin Geschenke in Wiesbaden. Deutschlandweit wurden seine Ideen in Kaufhäusern und Geschenkboutiquen verkauft. Eine auf der Rückseite handsignierte Anstecknadel mit dem Aufdruck „Kunst ist ansteckend!“ edierte er selbst (vier unterschiedliche Motive in einer rückseitig signierten Gesamtauflage von 25.000 Exemplaren).
1981 organisierte Tress mit Unterstützung von Klaus Staeck eine Ausstellung von Joseph Beuys in einer Kölner Gastwirtschaft. 1989 bis 2011 war er Herausgeber der Print-Ausgabe von „Köllefornia“ mit Originalbeilagen, unter anderem von Klaus Staeck, HA Schult, Karlheinz Stockhausen und Ben Vautier. Alle Ausgaben befinden sich im Kölnischen Stadtmuseum sowie in der Kölner Kunst- und Museumsbibliothek.<ref>KunstBibliothek Köln. In: kubi-koeln.de. Abgerufen am 24. November 2018.</ref> Seit mehreren Jahren erscheint „Köllefornia“ online.<ref>Magazin Köllefornia. In: magazin-koellefornia.blogspot.de. 8. Januar 2015, abgerufen am 9. Januar 2015.</ref>
Von 1970 bis 1982 erfolgten One-Man-Shows in Argentinien, Belgien, Deutschland, Italien, Frankreich, Polen, Schweden und Spanien. Er beteiligte sich seit 1970 weltweit an über 1400 Ausstellungen. Exemplarisch fing 1970 alles mit dem „Kölner Neumarkt der Künste“ an. Unter anderem stellte er gemeinsam mit Joseph Beuys, Robert Filliou, Jürgen O. Olbrich, Yoko Ono, Robert Rehfeldt, HA Schult, Klaus Staeck, Timm Ulrichs, Ben Vautier und Wolf Vostell aus.
Tress machte sich den Begriff „Fluxpostphoto“ zu eigen. Dabei handelt es sich um Original-Fotografien, die weltweit gezeigt werden. Seine Arbeiten befinden sich in internationalen Archiven und Sammlungen. Es wurden seit 1970 Beiträge von ihm und über ihn veröffentlicht.<ref>Internationale Kataloge, unter anderem im Archiv des Museum für Kommunikation Frankfurt</ref>
Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)[Bearbeiten]
- 1975: Art Information Festival (mit u. a. Beuys, Vautier, Filliou, George Brecht, Duane Michals, Vleeshal) Townhall, Middelburg<ref>Art Information Festival 1975. Katalog Nachdruck, The Archives Peter van Beveren Library, Den Haag, Niederlande, 2025</ref>
- 1976: The Seventies, CAYC, Buenos Aires, Argentinien<ref>Specific Object: Hacia un Perful del Arte Latinoamericano (Towards a Latin American Profile of Art). In: specificobject.com. Abgerufen am 9. Januar 2015.</ref>
- 1976: Mail-Art-Ausstellung in der DDR. Der Atelierbund Erfurt zeigte in einem eingeweihten Personenkreis Beuys, Friedman, Manigh, Rehfeldt und Tress<ref name="books-NMs0oNMTbHwC-322">Franziska Dittert: Mail-Art in der DDR. Logos Verlag Berlin GmbH, 2010, ISBN 978-3-8325-2618-4, S. 322. eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref>
- 1978: Postkarten & Künstlerkarten, Galerie Arkade, Staatlicher Kunsthandel der DDR, Berlin
- 1998: Zwischen Leben und Tod, Kölnisches Stadtmuseum<ref>Kunst um Tod und Trauer. (PDF; 512 kB) In: Kölner Stadtanzeiger vom 17. November 1998</ref>
- 2001–2003: Kunst auf Rezept, u. a. Museum Ratingen, Kunsthalle Erfurt, Museum der Stadt Landau, Siegerlandmuseum, Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité
- 2006–2020: Ein Koffer für die letzte Reise. Deutschland, Mexiko, Russland, Österreich und der Schweiz<ref>Private Trauer Akademie Fritz Roth: projekte und aktionen – Pütz-Roth Bestattungen und Trauerbegleitung. In: puetz-roth.de. 6. März 2015, abgerufen am 9. Januar 2015.</ref>
- 2013: Arte Postale, Akademie der Künste Berlin<ref>Verzeichnis der ausgestellten Werke. (PDF; 342 kB)</ref><ref>Verzeichnis der ausgestellten Werke / Arte Postale ausgestellte Werke. In: Akademie der Künste Berlin. S. 125 und 126, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. März 2022; abgerufen am 15. Juli 2026.</ref>
- 2015: Kunst für Alle, Akademie der Künste Berlin (Katalog und Einladungskarte)
- 2019: YOKO ONO – PEACE is POWER, Tress lieferte auf Einladung von Yoko Ono einen Beitrag. Nachweis in Begleitheft zur Ausstellung. Museum der bildenden Künste Leipzig
- 2020: Zimmerecken, Museum Villa Flora, Winterthur<ref>Martin Schwarz: Zmmerecken. Eigenart Verlag, 2020.</ref>
- 2021: Joseph – 100 – Beuys, Museum für Moderne bildende Kunst in der Dmitrovskaya, Russland
- 2021: Aktion Kunst & Kultur, Hilfe für die Flutopfer Ahrhochwasser Ludwig Museum Koblenz
- 2022: Kapitalistischer Realismus, Sozialistischer Realismus, Fluxus, Deutscher Pop, Stadtgalerie Weißer Turm, Ahrweiler<ref>Kapitalistischer Realismus, Sozialistischer Realismus, Fluxus, Deutscher Pop. Katalog, Galerie Diede, 2022.</ref>
- 2023: Mail Art, mit Baroni, Beuys u. a., Galeria Korekta, Warschau, Polen<ref>Anna Kłos: Mail Art Continuum – Międzynarodowa Wystawa Mail Artu w Warszawie. In: Retroavangarda. 7. April 2023, abgerufen am 12. Juli 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- 2025: KAFKA, The Jan Matejko Academy of Fine Art in Krakau, Polen<ref>Kafka - Przelamywanie Granic / Breaking the Boundaries, KAFKA – International Mail Art. In: Project KAFKA. Abgerufen am 12. Juli 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Werke in Sammlungen und Archiven (Auswahl)[Bearbeiten]
- Archiv Hanns Sohm in der Staatsgalerie Stuttgart
- Museum für Post- und Kommunikation, Frankfurt
- Kölnisches Stadtmuseum
- Museum Fluxus Plus, Potsdam
- Archive Artist Publications, München
- Zentrum für Künstlerpublikationen Weserburg, Bremen
- Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln
- Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstich-Kabinett
- Wallraf-Richartz-Museum & Fondation, Köln
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Tress, Horst |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Autor und Künstler |
| GEBURTSDATUM | 1950 |
| GEBURTSORT | Köln |