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Howard Webb

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Datei:Howard Webb march11.jpg
Howard Webb (2011)

Howard Melton Webb, MBE (* 14. Juli 1971 in Rotherham) ist ein ehemaliger englischer Fußballschiedsrichter und heutiger -funktionär. Er ist Chief Refereeing Officer des englischen Schiedsrichterverbandes PGMOL.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Webb, ursprünglich von Beruf Polizist,<ref>Guardian, 20. Mai 2010: England’s Howard Webb to referee Champions League final</ref> begann als Schiedsrichter 1989 in der lokalen Liga von Rotherham. Ab 1993 wurde er, zunächst als Linienrichter, für Spiele der Northern Counties East Football League eingeteilt. Ab 1996 leitete er Spiele der unteren Profi-Spielklassen, der Football League. Sein Debüt in der höchsten englischen Spielklasse, der Premier League, gab er im Oktober 2003. Auf nationaler Ebene wurden die Leitung des englischen Supercup-Finales von 2005 sowie des Ligapokals seine Höhepunkte. In beiden Partien besiegte der FC Chelsea den Londoner Lokalrivalen FC Arsenal mit jeweils 2:1.

2005 wurde er FIFA-Schiedsrichter und leitete im November sein erstes Länderspiel, ein Freundschaftsspiel zwischen Nordirland und Portugal. Im September 2006 pfiff er seine erste UEFA-Champions-League-Partie. Im Dezember 2007 wurde er als einer von zwölf Schiedsrichtern für die Fußball-Europameisterschaft 2008 nominiert. Seine Assistenten bei diesem Turnier waren Darren Cann und Mike Mullarkey, mit welchen er die Spiele zwischen Co-Gastgeber Österreich und Polen sowie zwischen Griechenland und Spanien leitete. Aufgrund einer Elfmeterentscheidung in der letzten Minute des Spiels Österreich gegen Polen für Österreich, die den Ausgleich Österreichs zur Folge hatte, wurde er Opfer von Diffamierungen in der polnischen Öffentlichkeit (unter anderem von Ministerpräsident Donald Tusk<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.11Freunde.de, 15. Juni 2008: Webb gesteht Fehler ein und reagiert gelassen (Memento vom 3. Juli 2010 im Internet Archive)</ref>) und sogar von Morddrohungen. Daraufhin wurden bei diesem Turnier die Sicherheitsvorkehrungen zum Schutze der Schiedsrichter verstärkt.

Nachdem er im Jahr 2009 für den Konföderationen-Pokal nominiert wurde, wurde er ein Jahr darauf auch für die Weltmeisterschaft 2010 nominiert. Er leitete das Finale der Champions League 2009/10 in Madrid, welches Inter Mailand mit 2:0 gegen den FC Bayern München gewann. Keine zwei Monate nach diesem Einsatz im Champions-League-Endspiel leitete der Engländer auch das WM-Finale 2010 zwischen Spanien und den Niederlanden.<ref>Howard Webb given honour of refereeing World Cup final, Artikel des The Guardian vom 8. Juli 2010.</ref> Die sehr hart geführte Partie führte zu einem neuen Verwarnungs-Rekord in einem WM-Finale: Mit 13 gelben Karten (8 für Niederländer und 5 für Spanier) überbot er den Rekord von Romualdo Arppi Filho (Brasilien) aus dem Spiel Argentinien – Deutschland bei der WM 1986 (4× gelb für Argentinien, 2× gelb für Deutschland). Für seine Leistung im WM-Finale wurde Webb sowohl von niederländischer Seite als auch spanischer Seite heftig kritisiert. Die Welt bezeichnete die Entscheidung, den niederländischen Spieler Nigel de Jong nach einem Kung-Fu-Tritt gegen Xabi Alonso nicht sofort vom Platz zu stellen, als eklatanten Fehler.<ref>Kritik in der Zeitung DIE WELT</ref>

Die Dokumentation Referees at Work, bei der eine Reihe von Schiedsrichterteams während der EM 2008 begleitet wurden, behandelt unter anderem auch Howard Webb und die Folgen seiner Entscheidung für einen Elfmeter.

2011 erhielt Webb auf Vorschlag des britischen Premierministers David Cameron die Auszeichnung Member of the Order of the British Empire (MBE), die niedrigste Stufe des Ordens, für seine „Verdienste um den Fußball“.<ref>thefa.com: Howard Webb awarded an MBE (31. Dez. 2010)</ref>

Webb war einer der zwölf Schiedsrichter, die die Spiele bei der Fußball-Europameisterschaft 2012 leiteten.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Schiedsrichter für UEFA EURO 2012 ernannt (Memento vom 19. Juni 2012 im Internet Archive)</ref> 2013 nahm Webb dann am Confederations Cup teil, bei dem er unter anderem ein Halbfinale leitete. 2014 leitete er Spiele bei der Weltmeisterschaft in Brasilien.

Webb gehörte zu den anerkanntesten Unparteiischen des Fußballs. Bestätigung dafür erhielt er als zweimaliger „Welt-Schiedsrichter des Jahres“ (2010 und 2013), eine Auszeichnung der International Federation of Football History & Statistics.<ref>Welt-Schiedsrichter des Jahres 2013. In: fussball-wm-total.de. FUSSBALL-WM-total, 8. Januar 2014, abgerufen am 8. Januar 2014.</ref>

Nach der Weltmeisterschaft in Brasilien, bei der Webb zwei Spiele leitete, beendete er nach 25 Jahren seine Karriere als Schiedsrichter.

Derzeit arbeitet Webb als technischer Direktor des englischen Schiedsrichterverbandes PGMOL.<ref>spiegel.de: „Karriereende des Star-Schiedsrichters: Webb pfeift ab“ (6. August 2014)</ref>

Privates[Bearbeiten]

Howard Webb wohnt in New York City.<ref>ndr.de: Abpfiff für eine Pionierin: Bibiana Steinhaus hört auf (1. Oktober 2020)</ref> Er war Sergeant bei der South Yorkshire Police in Sheffield, bevor er begann als Profi-Schiedsrichter zu arbeiten. Er engagiert sich für die Polizei in einem Projekt, das Kinder mithilfe des Fußballs von der Straße holt.

Webb heiratete im März 2021 die deutsche Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus.<ref>Sport1.de: Bibiana Steinhaus hat geheiratet! Ja-Wort mit Ex-Schiri Howard Webb. Abgerufen am 12. April 2021.</ref> Beide sind seit 2016 ein Paar.

Turniere[Bearbeiten]

Phase Datum Spielort Heimmannschaft Gastmannschaft Ergebnis
Gruppenphase Vorlage:DatumZelle Wien Osterreich Österreich Polen Polen 1:1 (0:1)
Gruppenphase Vorlage:DatumZelle Salzburg Griechenland Griechenland Spanien Spanien 1:2 (1:0)
Phase Datum Spielort Heimmannschaft Gastmannschaft Ergebnis
Gruppenphase Vorlage:DatumZelle Durban Spanien Spanien Schweiz Schweiz 0:1 (0:0)
Gruppenphase Vorlage:DatumZelle Johannesburg Slowakei Slowakei Italien Italien 3:2 (1:0)
Achtelfinale Vorlage:DatumZelle Johannesburg Brasilien Brasilien Chile Chile 3:0 (2:0)
Finale Vorlage:DatumZelle Johannesburg Niederlande Niederlande Spanien Spanien 0:1 n. V. (0:0)
Phase Datum Spielort Heimmannschaft Gastmannschaft Ergebnis
Gruppenphase Vorlage:DatumZelle Breslau Russland Russland Tschechien Tschechien 4:1 (2:0)
Gruppenphase Vorlage:DatumZelle Posen Italien Italien Kroatien Kroatien 1:1 (1:0)
Viertelfinale Vorlage:DatumZelle Warschau Tschechien Tschechien Portugal Portugal 0:1 (0:0)
Phase Datum Spielort Heimmannschaft Gastmannschaft Ergebnis
Gruppenphase Vorlage:DatumZelle Fortaleza Brasilien Brasilien Mexiko Mexiko 02:0 (1:0)
Halbfinale Vorlage:DatumZelle Fortaleza Spanien Spanien Italien Italien 07:6 i. E. (0:0 n. V.)
Phase Datum Spielort Heimmannschaft Gastmannschaft Ergebnis
Gruppenphase Vorlage:DatumZelle Brasília Kolumbien Kolumbien Elfenbeinküste Elfenbeinküste 2:1 (0:0)
Achtelfinale Vorlage:DatumZelle Belo Horizonte Brasilien Brasilien Chile Chile 3:2 i. E. (1:1 n. V.)

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Howard Webb – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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1930: John Langenus | 1934: Ivan Eklind | 1938: Georges Capdeville | 1950: Finalrunde | 1954: William Ling | 1958: Maurice Guigue | 1962: Nikolai Latyschew | 1966: Gottfried Dienst | 1970: Rudi Glöckner | 1974: John Taylor | 1978: Sergio Gonella | 1982: Arnaldo Cézar Coelho | 1986: Romualdo Arppi Filho | 1990: Edgardo Codesal Méndez | 1994: Sándor Puhl | 1998: Said Belqola | 2002: Pierluigi Collina | 2006: Horacio Elizondo | 2010: Howard Webb | 2014: Nicola Rizzoli | 2018: Néstor Pitana | 2022: Szymon Marciniak | 2026: Slavko Vinčić

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Schiedsrichter Fußball-EM 2008Vorlage:Navigationsleiste Schiedsrichter FIFA-Konföderationen-Pokal 2009Vorlage:Navigationsleiste Schiedsrichter Fußball-WM 2010Vorlage:Klappleiste/Anfang

Turkei Cüneyt Çakır | Spanien Carlos Velasco Carballo | Schweden Jonas Eriksson | Ungarn Viktor Kassai | Niederlande Björn Kuipers | Vorlage:FRA-1974 | Portugal Pedro Proença | Italien Nicola Rizzoli | Slowenien Damir Skomina | Deutschland Wolfgang Stark | Schottland Craig A. Thomson | England Howard Webb

Vierte Offizielle: Polen Marcin Borski | Norwegen Tom Harald Hagen | Tschechien Pavel Královec | Ukraine Wiktor Schwezow

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Schiedsrichter FIFA-Konföderationen-Pokal 2013Vorlage:Klappleiste/Anfang

El SalvadorDatei:Flag of El Salvador.svg Joel Aguilar | Deutschland Felix Brych | Turkei Cüneyt Çakır | Spanien Carlos Velasco Carballo | Elfenbeinküste Noumandiez Doué | Schweden Jonas Eriksson | Usbekistan Ravshan Ermatov | GambiaDatei:Flag of The Gambia.svg Bakary Gassama | Vereinigte Staaten Mark Geiger | AlgerienDatei:Flag of Algeria.svg Djamel Haimoudi | Niederlande Björn Kuipers | Serbien Milorad Mažić | Japan Yūichi Nishimura | Neuseeland Peter O’Leary | Chile Enrique Osses | Argentinien Néstor Pitana | Portugal Pedro Proença | Brasilien Sandro Ricci | Italien Nicola Rizzoli | Mexiko Marco Rodríguez | Kolumbien Wílmar Roldán | BahrainDatei:Flag of Bahrain.svg Nawaf Shukralla | Ecuador Carlos Vera | Australien Ben Williams | England Howard Webb 

Als Unterstützungsschiedsrichter wurden nominiert:
Kamerun[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Sidi Alioum | Sudafrika Daniel Bennett | Peru Víctor Carrillo | Iran Alireza Faghani | Tahiti Norbert Hauata | Guatemala Walter López | Norwegen Svein Oddvar Moen | Panama Roberto Moreno

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Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Schiedsrichter FA-Cup-EndspieleVorlage:Navigationsleiste Schiedsrichter EFL-Cup-EndspieleVorlage:Navigationsleiste Schiedsrichter FA Community ShieldVorlage:Klappleiste/Anfang

1987: Arppi Filho | 1988: Vautrot | 1989: Vautrot | 1990: Wright | 1991: Mikkelsen | 1992: Schmidhuber | 1993: Mikkelsen | 1994: Puhl | 1995: Puhl | 1996: Puhl | 1997: Puhl | 1998: Collina | 1999: Collina | 2000: Collina | 2001: Collina | 2002: Collina | 2003: Collina | 2004: Merk | 2005: Merk | 2006: Elizondo | 2007: Merk | 2008: Rosetti | 2009: Busacca | 2010: Webb | 2011: Kassai | 2012: Proença | 2013: Webb | 2014: Rizzoli | 2015: Rizzoli | 2016: Clattenburg | 2017: Brych | 2018: Pitana | 2019: Skomina | 2020: Orsato | 2021: Brych | 2022: Marciniak | 2023: Marciniak | 2024: Letexier

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