Hubert Piske
Hubert Piske (* 3. Februar 1937 in Breslau; † 21. Juli 2026 in Neufeld<ref>Traueranzeigen von Hubert Piske. In: Hamburger Trauer.de. 1. August 2026, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 31. Juli 2026; abgerufen am 1. August 2026.</ref>) war ein deutscher Maler, Graphiker und Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft für die SPD.
Leben[Bearbeiten]
Hubert Piske erwarb 1955 die mittlere Reife in Wilster in Schleswig-Holstein und absolvierte anschließend eine Ausbildung zum Bankkaufmann. 1964 machte er an der Staatlichen Abendschule vor dem Holstentor in Hamburg sein Abitur und begann ein Studium der Wirtschaftswissenschaften, das er 1968 mit einem Examen als Diplom-Handelslehrer an der Universität Hamburg abschloss. Anschließend war er als Lehrer an der Staatlichen Handelsschule mit Wirtschaftsgymnasium Weidenstieg tätig.<ref>Evelyn Preuss: Holzschnitte von der Nordseeküste. In: Hamburger Abendblatt. 9. Juli 1997, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Februar 2018; abgerufen am 1. August 2026.</ref> Er war Mitglied im Personalrat und stieg zum Oberstudienrat auf.
Er war mit der SPD-Politikerin Maren Piske verheiratet und hatte zwei Kinder.
Politik[Bearbeiten]
1965 wurde Piske SPD-Mitglied. Seine politische Heimat war der SPD-Kreis Hamburg-Mitte.
Bezirksversammlung[Bearbeiten]
Er saß für seine Partei in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte<ref>Bezirksversammlung Mitte Kandidaten für die Wahl am 22. März. In: Hamburger Abendblatt. 11. März 1970, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Februar 2018; abgerufen am 1. August 2026.</ref><ref>Sie ziehen in die Bezirksversammlung ein:. In: Hamburger Abendblatt. 6. Juli 1982, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Februar 2018; abgerufen am 1. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und wurde dort baupolitischer Sprecher im Bauausschuss und Vorsitzender des Stadtplanungsausschusses.<ref>Soziale Erhaltensverordnung auch in Barmbek-Süd und der südlichen Neustadt. Aber Spekulation wird nicht verhindert. Plan gegen „Schikimikisierung“, abendblatt.de vom 29. Juni 1995</ref> 1994 wurde er als potentieller Bezirksamtsleiter für Hamburg-Mitte gehandelt.<ref>„Mehr Wohnungen am Alsterfeet“, abendblatt.de vom 22. November 1994</ref><ref>Nach Bars-Niederlage: SPD Mitte muß neuen Kandidaten küren. Die Suche nach dem „Königsmörder“, abendblatt.de vom 19. Januar 1995</ref> Er war Beisitzer im SPD-Landesvorstand und Sprecher der SPD-Mitte.<ref>Neuer Vorstand: 13 Linke gegen neun Rechte, abendblatt.de vom 22. April 1996</ref><ref>Arbeits- und Sozialpolitik, abendblatt.de vom 17. August 1996</ref> Im Januar 1997 wurde er Vorsitzender der Bezirksversammlung Mitte und Leiter des Bauausschusses und des Stadtplanungsausschusses.<ref>Amtsantritt, abendblatt.de vom 23. Januar 1997</ref><ref>Hubert Piske im Altonaer Museum, abendblatt.de vom 9. Juli 1997</ref><ref>Rödingsmarkt Wohnen im Parkhaus?, abendblatt.de vom 11. Februar 1999</ref> Im Oktober 2001 wurde Piske erneut als Vorsitzender der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte betätigt.<ref>Im Amt bestätigt, abendblatt.de vom 13. Oktober 2001</ref>
Er war ebenfalls von der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte gewähltes Mitglied der Kommission für Bodenordnung.<ref>Hamburg Handbuch 2008/2009, Kommission für Bodenordnung</ref><ref>Hamburg Handbuch 2010/2011, Kommission für Bodenordnung, S. 18.</ref>
Hamburgische Bürgerschaft[Bearbeiten]
Bei der Bürgerschaftswahl am 4. Juni 1978 zog er als Abgeordneter in die Hamburgische Bürgerschaft ein und arbeitete dort bis zum 9. November 1986 – mit kurzer Unterbrechung – vor allem im Ausschuss für Schule und Berufsbildung, im Umweltausschuss und im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft.
Kunst[Bearbeiten]
Neben seinen politischen Aufgaben widmete sich Hubert Piske zunehmend künstlerischer Tätigkeit. Nach Experimenten mit unterschiedlichen Drucktechniken setzte er hier seinen Schwerpunkt bei Farbholzschnitten. Er trat aus dem Schuldienst aus und wurde 1987 freischaffender Künstler. Er richtete sich ein Atelier an der Westküste Schleswig-Holsteins ein und pendelte zwischen Hamburg und der Nordseeküste. Seine Farbholzschnitte und Gemälde beschäftigen sich vor allem mit der Küstenlandschaft. Sie sind in verschiedenen Museen in Hamburg und Schleswig-Holstein zu sehen.
Mitgliedschaften[Bearbeiten]
- Berufsverband Bildender Künstler Hamburgs
- KIK Förderverein Kultur in Dithmarschen (Gründungsmitglied)
- Künstlergemeinschaft Rote Boje
Ehrungen[Bearbeiten]
Im März 2000 wurde Piske vom damaligen Bausenator Eugen Wagner der Portugaleser verliehen.<ref>Portugaleser – Ehre, wem Ehre gebührt, abendblatt.de vom 30. März 2000</ref>
Werke[Bearbeiten]
- Hubert Piske: Holzschnitte. Werkverzeichnis 1988–2012. Herausgeber: Altonaer Museum und Stiftung Historische Museen Hamburg, Boyens-Verlag, Heide 2013, ISBN 978-3-8042-1397-5
- Hubert Piske: Kochen und Essen zu Hause: 99 Rezepte. Boyens Buchverlag, Heide 2005, ISBN 978-3-8042-1156-8.
- Altonaer Museum Hamburg und Norddeutsches Landesmuseum (Herausgeber): Farbholzschnitte von Hubert Piske 20. Juni 1997 bis 24. August 1997, Katalog. ISBN 3-927637-32-7.
Literatur[Bearbeiten]
- Hinnerk Fock (Redaktion): Handbuch der Hamburgischen Bürgerschaft. 11. Wahlperiode. Seiten 259 f., 39 und 48 f.
Weblinks[Bearbeiten]
- Hubert Piske: Entstehung eines Farbholzschnitts
- J. Schuessler: Biografie, Werke und Ausstellungen von Hubert Piske
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Piske, Hubert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (MdHB), Maler, Grafiker |
| GEBURTSDATUM | 3. Februar 1937 |
| GEBURTSORT | Breslau |
| STERBEDATUM | 21. Juli 2026 |
| STERBEORT | Neufeld |