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Hubertus Carl Frey

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Hubertus Carl Frey (* 29. Mai 1929 in Breslau; † 23. Oktober 2003 in Stuttgart) war ein deutscher Grafikdesigner und Art Director.<ref name="hace-stiftung.de">http://www.hace-stiftung.de/.</ref>

Name und Erscheinung[Bearbeiten]

Aus der phonetischen Form der Anfangsbuchstaben seiner Vornamen H und C erschuf er seinen amtlich eingetragenen Künstlernamen hace. Mit diesem – konsequent klein geschrieben – machte er sich bekannt und wollte ausschließlich so ohne den Zusatz "Herr" angesprochen werden.

Trotz seiner geringen Körpergröße war hace eine sehr charismatische Person. Um seinen Wiedererkennungswert zu steigern erschuf er sein persönliches Corporate Design, welches aus seinem Bart und seiner übergroßen Hornbrille bestand.<ref name="69e">"69 examples – which aren't intended as such. 69 Beispiele, die keine sein sollen.", Broschüre, ca. 1960, Vorwort geschrieben von Heinz Hartwig</ref> Beide blieben zeitlebens unverändert, die Brille ließ er nach Schäden immer wieder aufs Neue reparieren. Zu seiner "menschlichen Visitenkarte" gehörte außerdem das Fahren eines Porsche, wobei er kurz vor seinem Tod auf einen Mercedes SL umstieg, mit der Begründung, dieser sei bequemer. Aus typografischer Sicht war der Punkt am Ende jeder Überschrift, Bildunterschrift oder Adresse sein Markenzeichen.<ref name="lbank">Bericht in "20 Jahre L-Bank", Titel "Wenn eine Sache zu Ende ist, dann hat sie einen Punkt"</ref> Dieser findet sich auch in einigen von ihm gestalteten Logos wieder.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Hace geriet 1945 im Alter von 15 Jahren in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er zwei Jahre später mit gesundheitlichen Schäden entkam.<ref name="swz">Stuttgarter Wochenzeitung im Dezember 2000, geschrieben von Kristina Schober-Wende</ref> Nach seiner Ausbildung zum Bühnenbildner am Hohenzollerischen Landestheater, der Arbeit als Kabarettist in Werner Fincks "Mausefalle" und einem Grafik-Design-Studium an der Freien Kunstschule Stuttgart, arbeitete er ab 1953 als freischaffender Designer und Art Director.<ref name="klingspor-museum.de">http://www.klingspor-museum.de/.</ref> Hace zählt neben Kurt Weidemann und Anton Stankowski zu den bekanntesten Stuttgarter Grafikdesignern. Er war Gründer und zwei Jahre lang Chefredakteur von Format, Zeitschrift für verbale und visuelle Kommunikation,<ref name="mfwfukbw" /> für zwei Jahre grafischer Redakteur der Idoc Rom, ferner Gastdozent an der Freien Kunstschule Stuttgart. Außerdem hielt er Vorträge im Art-Zentrum in Prag und im Design-Center Stuttgart.

Hace engagierte sich gegen Rechtsextremismus.<ref name="design-report.de">http://www.design-report.de/.</ref>

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Im Laufe seines Lebens erhielt hace über 20 Auszeichnungen und Medaillen,<ref name="swz" /> darunter:

Arbeiten[Bearbeiten]

Datei:UHU logo.svg
UHU-Logo
Datei:LOEWE-Logo.svg
LOEWE-Logo
Datei:Kohlhammer logo.svg
Kohlhammer-Logo
Datei:KÄRCHER logo.svg
KÄRCHER-Logo
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Jenoptik-Logo
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SCHIESSER-Logo

Hace gilt als der Erfinder des Jahres-Wandkalenders, der auch im Museum of Modern Arts ausgestellt wurde.<ref name="stuttgart-buch.de">http://www.stuttgart-buch.de/.</ref><ref name="buehner-kalender.de">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.http://www.buehner-kalender.de/ (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. November 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.buehner-kalender.de.</ref> Er entwarf außerdem die Erscheinungsbilder folgender Unternehmen und Institutionen:<ref name="mfwfukbw" /><ref name="ww">Wirtschaftswoche Nr. 9 vom 25. Februar 1994</ref><ref name="69e" />

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Typografie[Bearbeiten]

Wie auch Otl Aicher beschäftigte sich hace mit der semantischen Typografie, worunter er beispielsweise auch das Umbrechen eines Textes nach Sinneinheiten verstand. Er setzte Text daher meist im Flattersatz.

Er überarbeitete außerdem die 1905 von Ludwig & Mayer herausgebrachte Schrift "Radium" und brachte sie 1967 unter dem Namen "Charleston" auf den Markt.<ref name="luc.devroye.org">http://luc.devroye.org/.</ref><ref name="abstractfonts.com">http://www.abstractfonts.com/.</ref> Die im Internet kostenlos verfügbare Schriftart "Charleston" weicht allerdings deutlich von hace’s Original ab.<ref name="siegertypen-design.de">http://www.siegertypen-design.de/.</ref>

Nachlass[Bearbeiten]

Testamentarisch verfügt wurde 2005 die hace-Stiftung mit einem Kapitalvermögen von 510000 Euro von Klaus Karsten etabliert. Zu ihren Aufgaben gehört die Förderung der Verwendung semantischer Typografie.<ref name="hace-stiftung.de" /><ref name="kuehner.com">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.http://www.kuehner.com/ (Memento des Vorlage:IconExternal vom 5. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kuehner.com.</ref>

Bis heute wird der von hace entworfene Abreißkalender hace1900 produziert und verkauft.<ref name="stuttgarter-zeitung.de">Stuttgarter Zeitung, "Vom Zauber der Beständigkeit".</ref><ref name="hace1900.de">www.hace1900.de.</ref> Seine Arbeiten sind und waren außerdem im Museum of modern Arts ausgestellt, sowie in Museen in Deutschland, Rumänien, Ungarn, Bulgarien, Tschechoslowakei, Österreich, Japan, Indien, Schweiz, Niederlande, Frankreich, Belgien und Holland.<ref name="hcd">Beilage zur Arbeitsproben-Kassette: Hace’s Digest, ca. 1970, geschrieben von Claus A. Froh</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein